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Das Pflichtangebot im Spannungsfeld zwischen Kapitalmarkt- und Konzernrecht
Details
Minderheitsaktionäre können die Übernahme von Aktiengesellschaften in der Regel lediglich passiv hinnehmen. Für Minderheitsaktionäre börsennotierter Gesellschaften ist das in § 35 Abs. 2 WpÜG statuierte Pflichtangebot daher eine bedeutsame Neuregelung. Es stellt sich die Frage, ob die Regelung lediglich dem Funktionenschutz des Kapitalmarktes dient, oder ob sie darüber hinaus auch den Schutz der Individualinteressen der Minderheitsaktionäre bezweckt. Letzteres ist für die gerichtliche Geltendmachung der Angebotspflicht durch die Aktionäre entscheidend. Wegen regelmäßig niedriger Hauptversammlungspräsenz besteht eine Parallelität zwischen Kontrolle i.S.d. § 29 Abs. 2 WpÜG und Abhängigkeit i.S.d. § 17 AktG. Damit vermittelt das Pflichtangebot Konzerneingangsschutz. Die Arbeit untersucht, ob dieser Schutz im Widerspruch zum Aktienkonzernrecht steht und inwieweit Anpassungen geboten sind.
Autorentext
Der Autor: Frank Eggers wurde 1974 in Hamburg geboren. Er studierte von 1997 bis 2002 Rechtswissenschaften in Freiburg im Breisgau, Madrid und Berlin. Der Autor war Referendar im Bezirk des Kammergerichts und ist seit 2007 als Rechtsanwalt tätig.
Klappentext
Minderheitsaktionäre können die Übernahme von Aktiengesellschaften in der Regel lediglich passiv hinnehmen. Für Minderheitsaktionäre börsennotierter Gesellschaften ist das in § 35 Abs. 2 WpÜG statuierte Pflichtangebot daher eine bedeutsame Neuregelung. Es stellt sich die Frage, ob die Regelung lediglich dem Funktionenschutz des Kapitalmarktes dient, oder ob sie darüber hinaus auch den Schutz der Individualinteressen der Minderheitsaktionäre bezweckt. Letzteres ist für die gerichtliche Geltendmachung der Angebotspflicht durch die Aktionäre entscheidend. Wegen regelmäßig niedriger Hauptversammlungspräsenz besteht eine Parallelität zwischen Kontrolle i.S.d. § 29 Abs. 2 WpÜG und Abhängigkeit i.S.d. § 17 AktG. Damit vermittelt das Pflichtangebot Konzerneingangsschutz. Die Arbeit untersucht, ob dieser Schutz im Widerspruch zum Aktienkonzernrecht steht und inwieweit Anpassungen geboten sind.
Inhalt
Aus dem Inhalt: Kapitalmarktrechtlicher Funktionen- und Individualschutzzweck des Pflichtangebotes, insbesondere Schutzgesetzcharakter i.S.d. § 823 Abs. 2 BGB - Konzernrechtlicher Schutzzweck des Pflichtangebotes und Vereinbarkeit dieses Konzerneingangsschutzes mit dem Aktienkonzernrecht - Harmonisierung der Kontrollschwelle des § 29 Abs. 2 WpÜG und der Abhängigkeit nach § 17 AktG - Übernahmerechtliche Zurechnungstatbestände im Vergleich zur mittelbaren und mehrfachen Abhängigkeit - Befreiungstatbestände und ihre gegenseitige Wirkung - Vergleich von aktienrechtlicher Abfindung (§§ 305, 320b AktG) und Gegenleistung nach § 31 WpÜG.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783631577714
- Sprache Deutsch
- Auflage 08001 A. 1. Auflage
- Features Dissertationsschrift
- Größe H210mm x B148mm x T20mm
- Jahr 2008
- EAN 9783631577714
- Format Kartonierter Einband
- ISBN 978-3-631-57771-4
- Veröffentlichung 01.02.2008
- Titel Das Pflichtangebot im Spannungsfeld zwischen Kapitalmarkt- und Konzernrecht
- Autor Frank Eggers
- Gewicht 456g
- Herausgeber Peter Lang
- Anzahl Seiten 352
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Arbeits- & Sozialrecht