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Den Süden erzählen
Details
Die direkte koloniale Machtausübung der europäischen Staaten endete zumeist während der drei Dekaden nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst in Asien und dem Nahen Osten, danach in Afrika und der Karibik. Dieses Buch untersucht, wie in der 1948 gegründeten Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC, ab 1961 Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD) der Prozess der Dekolonisierung gedeutet und beeinflusst wurde. Das Ende der imperialen Weltordnung verunsicherte das Reden über eine «europäische» beziehungsweise «westliche» Gemeinschaft nachhaltig. In diesem Kontext wirkte die OECD als Ort der westlichen Selbstvergewisserung und Sinnstiftung. Die Autorin analysiert die Entstehung mehrerer Studien der Organisation in den Jahren 1948-1975. Sie macht sichtbar, wie Relevanz und autoritative Geltung westlicher Expertise konstruiert wurden und wie sich dieses Wissen zu Erzählungen über den Süden verdichtete.
Autorentext
Patricia Hongler hat in Zürich Geschichte und deutsche Literaturwissenschaft studiert. 2018 promovierte sie mit dieser Arbeit an der Universität Luzern.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783034015417
- Sprache Deutsch
- Titel Den Süden erzählen
- Veröffentlichung 31.08.2019
- ISBN 978-3-0340-1541-7
- Format Fester Einband
- EAN 9783034015417
- Jahr 2019
- Größe H240mm x B160mm
- Autor Patricia Hongler
- Untertitel Berichte aus dem kolonialen Archiv der OECD (19481975)
- Auflage 1. A.
- Genre Zeitgeschichte (1946 bis 1989)
- Lesemotiv Auseinandersetzen
- Anzahl Seiten 260
- Herausgeber Chronos Verlag
- Gewicht 420g