Denknetz-Jahrbuch 2015: Zerstörung und Transformation des Gemeinwesens

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Details

Die nunmehr mehrere Jahrzehnte währende neoliberale Hegemonie hat deutliche Spuren in der Verfasstheit des Gemeinwesens, der res publica, hinterlassen. Ideologisch hat sich Thatchers Losung, wonach es keine Gesellschaften, sondern nur (noch) In- dividuen gebe, als Leitbild eines Individualismus' egoistischer Subjekte verankert. Dies ging Hand in Hand mit einer höchst realen Erosion des Gemeinwesens: der Privatisierung öffentlicher Dienste, Deregulierungen und dem Abbau sozialer Sicherungssysteme. Doch nicht erst mit der Finanzkrise 2008 dämmerte es auch jenseits der Linken immer mehr Menschen, dass diese neoliberale Zersetzung des Öffentlichen nicht nur soziale Verwerfungen nach sich zieht, sondern auch die Funktionsfähigkeit der modernen Gesellschaften und damit letztlich auch der Kapitalverwertung selbst in Frage stellt. Wie präsentiert sich diese Gemengelage heute? Deregulierung, Privatisierung, Kommodifizierung und Liberalisierung ohne Grenzen? Hat der Neoliberalismus die Tendenz, die res publicae in einem Mass zu zersetzen, mit dem selbst die Macht des Kapitals untergraben wird? Führt die Not des Kapitals, sich Verwertungsmöglichkeiten zu sichern, in diese Richtung? Sind Failed States als Ergebnis der neoliberalen Epoche zu deuten? Endet der Neoliberalismus im Totalanarchismus oder in einem Umschlag zu autoritärem Etatismus bzw. offener Diktatur?

Autorentext
Mit Beiträgen u.?a. von Hans Baumann, Robert Fluder, Heinz Gabathuler, Stefan Giger, Lorenz Glatz, Roland Herzog, Ueli Hostettler, Oliver Hümbelin, Ben Jann, John Kannankulam, Urs Marti, Chantal Mouffe, Marina Richter, Beat Ringger, David Salomon, Birgit Sauer, Sarah Schilliger, Bernhard Walpen, Stefanie Wöhl, Pit Wuhrer, Pascal Zwicky www.denknetz.ch

Klappentext

Die nunmehr mehrere Jahrzehnte währende neoliberale Hegemonie hat deutliche Spuren in der Verfasstheit des Gemeinwesens, der res publica, hinterlassen. Ideologisch hat sich Thatchers Losung, wonach es keine Gesellschaften, sondern nur (noch) In- dividuen gebe, als Leitbild eines Individualismus' egoistischer Subjekte verankert. Dies ging Hand in Hand mit einer höchst realen Erosion des Gemeinwesens: der Privatisierung öffentlicher Dienste, Deregulierungen und dem Abbau sozialer Sicherungssysteme. Doch nicht erst mit der Finanzkrise 2008 dämmerte es auch jenseits der Linken immer mehr Menschen, dass diese neoliberale Zersetzung des Öffentlichen nicht nur soziale Verwerfungen nach sich zieht, sondern auch die Funktionsfähigkeit der modernen Gesellschaften und damit letztlich auch der Kapitalverwertung selbst in Frage stellt. Wie präsentiert sich diese Gemengelage heute? Deregulierung, Privatisierung, Kommodifizierung und Liberalisierung ohne Grenzen? Hat der Neoliberalismus die Tendenz, die res publicae in einem Mass zu zersetzen, mit dem selbst die Macht des Kapitals untergraben wird? Führt die Not des Kapitals, sich Verwertungsmöglichkeiten zu sichern, in diese Richtung? Sind Failed States als Ergebnis der neoliberalen Epoche zu deuten? Endet der Neoliberalismus im Totalanarchismus - oder in einem Umschlag zu autoritärem Etatismus bzw. offener Diktatur?

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783859902725
    • Editor Hans Baumann, Roland Herzog, Beat Ringger, Holger Schatz
    • Sprache Deutsch
    • Auflage 1. A.
    • Größe H245mm x B150mm x T14mm
    • Jahr 2015
    • EAN 9783859902725
    • Format Fester Einband
    • ISBN 978-3-85990-272-5
    • Veröffentlichung 31.10.2015
    • Titel Denknetz-Jahrbuch 2015: Zerstörung und Transformation des Gemeinwesens
    • Untertitel Denknetz-Jahrbuch 2015
    • Gewicht 350g
    • Herausgeber Edition 8
    • Anzahl Seiten 216
    • Lesemotiv Verstehen
    • Genre Politik, Gesellschaft & Wirtschaft

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