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Der Geheimagent
Details
Joseph Conrads "Geheimagent", 1907 erschienen, schildert einen Kriminalfall, der die Stadt London in Aufruhr versetzt. Dubiose Gestalten treten auf, Anarchisten, Polizisten, Diplomaten, Politiker und Spitzel
London der Jahrhundertwende. Eine ausländische Gesellschaft versucht, die öffentliche Meinung gegen die Revolutionäre in der Stadt aufzuwiegeln. In den finsteren, schlammigen Londoner Hintergassen lebt der Doppelagent Verloc: Er hat sich als agent provocateur in Sachen Anarchismus anwerben lassen und leistet zugleich der englischen Polizei Spitzeldienste.
London der Jahrhundertwende. Eine ausländische Gesandtschaft versucht, die öffentliche Meinung gegen die Revolutionäre in der Stadt aufzuwiegeln. In einer finsteren Londoner Gasse lebt der Doppelagent Verloc: Er hat sich als agent provocateur in Sachen Anarchismus anwerben lassen und leistet zugleich der englischen Polizei Spitzeldienste.
»Still und vollendet, sehr keusch und sehr schön, so steigen diese Geschichten in der Erinnerung auf, wie in jenen heißen Sommernächten auf ihrem langsamen und feierlichen Weg zuerst ein Stern und dann noch einer hervortritt.«
Vorwort
Conrad führt uns in diesem Roman für einmal nicht auf See, sondern in die finsteren Londoner Gassen, zum doppelten Spitzel Verloc, der hier einen schmuddeligen Laden betreibt.
Autorentext
Joseph Conrad, 1857 in Berditschew (Ukraine) geboren, war Sohn polnischer Landadliger. Er fuhr schon mit siebzehn Jahren für französische und englische Handelsgesellschaften zur See und erwarb zwölf Jahre später das Kapitänspatent. Für seine Romane wählte er die englische Sprache, die er in allen Finessen erlernt hatte, die er allerdings zum Erstaunen und zur Erheiterung seiner Verehrer mit fürchterlichem Akzent gesprochen haben soll. Conrad starb 1924 in Bishopsbourne (England).
Leseprobe
Wenn Herr Verloc des Morgens ausging, ließ er den Laden nominell in der Obhut seines Schwagers zurück. Das war durchaus angängig, denn von einer lebhaften Handelstätigkeit konnte man zu keiner Tageszeit sprechen, und vor dem Abend ganz gewiß nicht. Herr Verloc wandte nur geringe Aufmerksamkeit auf dieses sogenannte Geschäft. Überdies unterstand sein Schwager der Aufsicht von Frau Verloc. Der Laden war klein, und auch das Haus war klein. Es war eines jener rußverschmierten Backsteinhäuser, die es in so großer Zahl zu London gab, bevor überall in der Stadt mit Neubauten begonnen wurde. Der Laden ähnelte einer viereckigen Schachtel, deren Stirnseite aus einer vielfach unterteilten Schaufensterscheibe bestand. Tagsüber blieb die Ladentür geschlossen; des Abends stand sie allzu unauffällig angelehnt. Das Schaufenster enthielt Photographien von mehr oder weniger entkleideten Tänzerinnen; unscheinbare Paketchen, die aussahen, als enthielten sie Arzneimittel; aus sehr schlechtem, gelbem Papier gefertigte verschlossene Umschläge, auf denen der Preis, zwei Schilling und Sixpence, in dicken schwarzen Zahlen vermerkt war; an einem Stück Draht baumelten wie zum Trocknen aufgehängt einzelne Nummern uralter französischer Witzblätter; ferner sah man eine verschmutzte, blaue Porzellanschale, ein Kästchen aus schwarzem Holz, Fläschchen mit Wäschetinte, Gummistempel, einige Bücher, deren Titel Unschickliches ahnen ließen, etliche offensichtlich alte Ausgaben wenig bekannter, schlecht gedruckter Zeitschriften mit Titeln wie "Die Fackel", "Der Gong" - aufreizenden Titeln. ... <
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Autor Joseph Conrad
- Titel Der Geheimagent
- ISBN 978-3-257-20212-0
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783257202120
- Jahr 1994
- Größe H180mm x B113mm x T20mm
- Untertitel Eine einfache Geschichte
- Gewicht 280g
- Herausgeber Diogenes Verlag AG
- Übersetzer Günther Danehl
- Auflage 14. A.
- Genre Literatur vor 1945
- Lesemotiv Entspannen
- Anzahl Seiten 336
- GTIN 09783257202120