Deutschlands Himmel

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Details

"Ich bin kein Verbrecher!", schrieb ihr 1946 Herbert, ein junger Deutscher, den Yvette Z'Graggen kurz vor Kriegsausbruch in Genf kennengelernt hatte, nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft. Während der Kriegsjahre und darüber hinaus verband sie eine enge Brieffreundschaft mit ihm. Herberts Briefe sind ein ergreifendes Zeugnis vom Leben eines jungen Menschen im Deutschland jener Zeit. Eindrucksvoll zeigt sich aber auch Yvette Z'Graggens Gespür für Herberts Bedürfnis nach Achtung und Freundschaft und ihre moralische Kraft, diese aufrechtzuerhalten. Doch nach 1950 wendet sie sich ab von Deutschland, das sie aus ihrem Gedächtnis tilgen möchte. "Ich schämte mich, dass ich mich seinerzeit von jenen an Wagner gemahnenden Inszenierungen, jenen Fackeln und Gesängen hatte verführen lassen." Erst drei Jahrzehnte später wagt sie eine behutsame Wiederentdeckung, den Versuch einer Versöhnung: Mit dem Besuch der Gedenkstätten des deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Berlin verändert sich allmählich Yvette Z'Graggens Bild von den Deutschen. Unerbittlich setzt sie sich mit der Vergangenheit und auch den Rissen in ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinander.

Autorentext
Yvette Z'Graggen, geboren 1920 in Genf. Mit vierundzwanzig Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman, "La Vie attendait", der ein großer Erfolg wurde. Seither publizierte sie zahlreiche Werke: Romane, Erzählungen, Hörspiele. Daneben war sie als Übersetzerin und lange Jahre als Mitarbeiterin von Radio Suisse Romande tätig. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin lebt in Genf.

Klappentext

Eine junge Genferin, für die Deutsch fast eine zweite Muttersprache ist, die fasziniert ist von Leni Riefenstahls Filmen, die am Vorabend des Zweiten Weltkrieges mit deutschen Studenten unbeschwerte Tage verlebt ... Dann ab 1950 drei Jahrzehnte lang die Ablehnung gegen ein Land, das sie aus ihrem Gedächtnis tilgen möchte. Schließlich dessen behutsame Wiederentdeckung, der Versuch einer Versöhnung - Yvette Z'Graggen spürt, dass es an der Zeit ist, von ihren langjährigen Verbindungen zur "monde germanique" zu erzählen. Da ist zunächst ihre familiäre Herkunft: ein Berliner Urgroßvater, ein Wiener Großvater, ein Deutschschweizer Vater und eine Mutter, die zeitlebens Sehnsucht nach Österreich hatte. Da ist Herbert, der junge Mann aus Bochum, mit dem sie zwischen 1939 und 1950 Briefe wechselte: ein ergreifendes Zeugnis des harten Alltags einer deutschen Familie in jenen Jahren. Mit dem Besuch der Gedenkstätten des deutsches Widerstandes gegen den Nationalsozialismus in Berlin verändert sich allmählich Yvette Z'Graggens Bild von Deutschland im Zweiten Weltkrieg und den Deutschen. Unerbittlich setzt sie sich mit der Vergangenheit und auch den Rissen in ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinander.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Editor Regula Renschler
    • Autor Yvette Z'Graggen
    • Titel Deutschlands Himmel
    • Veröffentlichung 28.02.2011
    • ISBN 978-3-85787-414-7
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783857874147
    • Jahr 2011
    • Größe H190mm x B115mm x T18mm
    • Untertitel Rcit
    • Gewicht 213g
    • Übersetzer Regula Renschler
    • Auflage 1. A.
    • Genre Romanhafte Biografien
    • Lesemotiv Auseinandersetzen
    • Anzahl Seiten 126
    • Herausgeber Lenos Verlag
    • GTIN 09783857874147

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