Die «Taish-Demokratie»

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Details

Die Reihe Welten Ostasiens der Schweizerischen Asiengesellschaft stellt repräsentative The aim of the series Worlds of East Asia of the Swiss Asia Society is to publish high-quality, La série Mondes de l'Extrême-Orient de la Société Suisse-Asie publie des recherches de Arbeiten aus der facettenreichen akademischen Forschung vor. Sie nimmt Studien zu den representative work issuing from academic research on all aspects of East Asia. It comprises, qualité représentatives de la recherche académique sur les cultures et sociétés de l'Asie ostasiatischen Kulturen und Gesellschaften in Gegenwart und Vergangenheit in den and receives, studies on present-day and historical East Asian cultures and societies covering orientale. Elle propose des études dans des domaines variés comme l'art, la littérature, et la pensée, anciens ou modernes, ainsi que des traductions et interprétations de sources. Bereichen Kunst, Literatur und Denken sowie Übersetzungen und Interpretationen von the fields of art, literature and thought as well as translations and interpretations of important Quellentexten auf. sources.

Japan liefert für den asiatischen Raum das früheste Beispiel einer intensiven intellektuellen Auseinandersetzung mit «Demokratie». In Anlehnung an die Regierungszeit des Taish-Kaisers (1912-1926) bezeichnet die japanische Geschichtsschreibung jene Phase der allmählichen Demokratisierung, die nach der Jahrhundertwende ihren Anlauf nahm und 1925 im Erlass des allgemeinen Männerwahlrechts gipfelte, als Ära der «Taish-Demokratie». Auch wenn ab Beginn der dreissiger Jahre die politische Demokratisierung angesichts des japanischen Militarismus als vorläufig gescheitert einzuschätzen ist, handelt es sich hier um einen entscheidenden Abschnitt in der Geschichte der demokratischen Entwicklung Japans, der in ideen- und begriffsgeschichtlicher Hinsicht den Weg für die politisch-soziale Neuordnung in der Nachkriegszeit ebnete. Mit der Analyse der von 1900 bis 1920 existierenden japanischen Übersetzungsvarianten für den westlichen Demokratiebegriff und der Rekonstruktion des Demokratiediskurses jenes Zeitraums liefert die vorliegende Studie über das Gebiet der Japanologie hinaus einen Beitrag zur vergleichenden Demokratieforschung.

Autorentext

Der Autor: Harald Meyer wurde 1972 in Zürich geboren. 1992 bis 1999 Studium der Japanologie, Sinologie und Geschichte der Neuzeit an den Universitäten Zürich und Kanazawa. 2000 Promotion. Von 2000 bis 2002 folgte auf Einladung des Japanischen Bildungs- und Wissenschaftsministeriums ein zweiter Forschungsaufenthalt an der Universität Kanazawa. Seit 2002 Oberassistent für Japanologie am Ostasiatischen Seminar der Universität Zürich. 2004 Habilitation. Forschungsschwerpunkte: Literatur und Geschichte Japans.


Zusammenfassung
«Meyers Studie ist trotz ihres keineswegs politikwissenschaftlichen Ansatzes wichtig, weil er sehr detailliert und auf der Basis umfangreichen Quellenstudiums schildert, wie Demokratie in einem außereuropäischen Kontext und einer nicht christlich-jüdisch geprägten Kultur aufgenommen wurde.» (WR, Zeitschrift für Politikwissenschaft)
«Harald Meyers Monographie zur Demokratierezeption im Japan der Vorkriegszeit ist nicht nur ein Meilenstein für die historische Japanforschung, sondern verdient auch über das Gebiet der Japanologie hinaus als wesentlicher Beitrag zur vergleichenden Demokratieforschung weit verbreitete Beachtung. Die Studie füllt mit der Analyse der von 1900 bis 1920 existierenden japanischen Übersetzungsvarianten für den westlichen Demokratiebegriff und der Rekonstruktion des Demokratiediskurses jenes Zeitraums eine Lücke der japanologischen Beschäftigung mit der modernen japanischen Geschichte. Zudem zeigt sie auf eindrückliche Art und Weise auf, dass in methodischer Hinsicht die Anwendung von Ansätzen der Begriffs- und Diskursgeschichte auf nicht-westliches Quellenmaterial positiv und gewinnbringend auf die Theoriebildung im deutschen Sprachraum zurückwirken kann.» (Richard Dähler, Internationales Asienforum)

Inhalt

Aus dem Inhalt: Zum Themeneinstieg: Die Schrift «Idealer Staat auf Erden - die Schweiz» (Chijo no risokoku - Suisu, 1904) von Abe Isoo - Zur Repräsentativität des Begriffs «Taisho-Demokratie»: Ein kritischer Forschungsüberblick - Theoretische und methodische Grundlagen - Etymologische Untersuchungen und Bedeutungsanalysen der japanischen Übersetzungsvarianten für den westlichen Demokratiebegriff - Rekonstruktion des Demokratiediskurses im Japan der späten Meiji- und der Taisho-Zeit - Konklusion: Der Demokratiediskurs im Japan der späten Meiji- und der Taisho-Zeit und die darin enthaltenen Übersetzungsvarianten für den westlichen Demokratiebegriff als Indikatoren und Faktoren der Wahlrechtsbewegung.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Editor Schweizerische Asiengesellschaft
    • Autor Harald Meyer
    • Titel Die «Taish-Demokratie»
    • Veröffentlichung 29.07.2005
    • ISBN 978-3-03910-642-4
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783039106424
    • Jahr 2005
    • Größe H226mm x B155mm x T30mm
    • Untertitel Begriffsgeschichtliche Studien zur Demokratierezeption in Japan von 1900 bis 1920
    • Gewicht 791g
    • Auflage 05001 A. 1. Auflage
    • Features Habilitationsschrift
    • Genre Kulturgeschichte
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 476
    • Herausgeber Peter Lang
    • GTIN 09783039106424

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