Wir verwenden Cookies und Analyse-Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und für Marketingzwecke. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung.
Endstation höfische Integration
Details
Die frühneuzeitliche Kavalierstour stand nicht für ein Vergnügungsmotiv, wie die Geschichtswissenschaft lange annahm. Um seinen Platz in der Ständegesellschaft zu sichern, verfolgte der Adel klare Ziele, wenn er seine Söhne auf Reisen schickte. Angereichert mit unterschiedlichen Kapitalien kehrten die Kavaliere an den Hof zurück, um sich in die Hofgesellschaft zu integrieren durch Ämter und Posten im Militär. Durch das Reisen perfektionierten sie ihren höfischen Habitus, um in der komplexen Adelsgesellschaft zu bestehen. Die Kavalierstour bot mit ihrer standesgemäßen Bildung einen Startvorteil in einer durch den Staatsbildungsprozess sich wandelnden Gesellschaft. Geknüpfte Netzwerke, das Beherrschen der Etikette und die symbolische Aufwertung der Reisenden begünstigten die Rückkehrer im höfischen System und verhinderten den Aufstieg von allen, die sich dieses Übergangsritual von der Jugend in die Erwachsenenwelt nicht leisten konnten.
Autorentext
Stefan Rothschedl, geboren 1980 in Linz, beendete 2012 sein Studium der Geschichte und Kommunikationswissenschaft und arbeitet seitdem im Sozialbereich.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Autor Stefan Rothschedl
- Titel Endstation höfische Integration
- Veröffentlichung 09.01.2015
- ISBN 978-3-639-47041-3
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783639470413
- Jahr 2015
- Größe H220mm x B150mm x T15mm
- Untertitel Der Beitrag der Kavalierstour zur adeligen Standesbildung
- Gewicht 364g
- Herausgeber AV Akademikerverlag
- Genre Kulturgeschichte
- Anzahl Seiten 232
- GTIN 09783639470413