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Literarische Diversität
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Details
Die deutsche Barockliteratur gilt weithin als regelkonform und schematisch. Statt dessen nimmt die Untersuchung ihre spezifische Vielfalt in den Blick. In drei Teilstudien werden Bedingungen, Formen und Auswirkungen der literarischen Diversifikation im 17. und frühen 18. Jahrhundert bestimmt. Der erste Teil bietet einen Grundriß literarischer Vielfalt. Die Modellbildung stützt sich v.a. auf die analytische Abweichungspoetik und Denkweisen der Biodiversitätsforschung. Zur historischen Fundierung dienen begriffsgeschichtliche Rekonstruktionen (z.B. zu "Mannigfaltigkeit", "Spielraum" oder "poetische Lizenz") und Analysen literarischer Texte, welche literarische Vielfalt konzeptualisieren (z.B. Grimmelshausens »Continuatio«). Der zweite Teil erprobt das Instrumentarium am Beispiel der poetischen Spielräume von Epigramm und Sonett. Der dritte Teil konzentriert sich auf Lizenzen, die barocke Anweisungspoetiken auf der Ebene der Regeln und Exempla oder als Normierungslücken eröffnen (u.a. bei der Disposition oder Chorgestaltung im Trauerspiel). Hierbei wird die Eigendynamik der Dichtungspraxis deutlich, die sich mit zunehmender Diversifikation von präskriptiven Vorgaben löst. Literarische Vielfalt befördert die Öffnung des poetischen Systems und bietet somit ein neues Erklärungsmodell für den Untergang des barocken Poetikparadigmas um 1730.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Titel Literarische Diversität
- Veröffentlichung 15.04.2004
- ISBN 978-3-484-18173-1
- Format Fester Einband
- EAN 9783484181731
- Jahr 2004
- Größe H236mm x B160mm x T23mm
- Autor Jörg Wesche
- Untertitel Abweichungen, Lizenzen und Spielräume in der deutschen Poesie und Poetik der Barockzeit
- Gewicht 656g
- Auflage Reprint 2012
- Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 325
- Herausgeber De Gruyter
- GTIN 09783484181731
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