Medienaneignung von Jugendlichen aus deutschen und türkischen Familien

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Details

Die Studie untersucht wie Jugendliche unterschiedlicher Herkunft ihren Medienumgang handlungspraktisch gestalten und thematisieren. Es eröffnet sich ein materialreicher Blick auf die aktiv-handelnde und deutende Alltagspraxis der Jugendlichen. Mit der Rekonstruktion und Typisierung von Orientierungen im Prozess der Medienaneignung leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zur Jugendforschung.

Im Zusammenhang mit dem Wandel zur Informationsgesellschaft erfährt die Auseinandersetzung Jugendlicher mit neuen Medien eine verstärkte erziehungs- wie sozialwissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Im Rahmen empirischer Untersuchungen bilden Studien zu jugendlichem Medienumgang aus einer soziokulturell differenzierten Perspektive bislang die Ausnahme vor allem wurden Jugendliche mit Migrationshintergrund bisher zu wenig berücksichtigt. Hier setzt die vorliegende Studie an und untersucht, wie Jugendliche unterschiedlicher Herkunft ihren Medienumgang handlungspraktisch gestalten und thematisieren. In einer qualitativ-rekonstruktiven Vorgehensweise auf der Grundlage offener Interviews mit Jugendlichen aus deutschen und türkischen Familien werden zentrale fallübergreifende Orientierungen ihrer Medienaneignung herausgearbeitet. Damit eröffnet sich ein materialreicher Blick auf die aktiv-handelnde und deutende Alltagspraxis der Jugendlichen: Ihre Aneignungsbewegungen im Medienkontext werden als konstruktive Eigenleistung verstanden, die in Verbindung zu sehen sind mit dem übergreifenden Prozess ihrer Aneignung sozialer Wirklichkeit, aus dem heraus sich medienbezogene Handlungsoptionen und -entwürfe entwickeln. Es zeigt sich, dass neben dem Migrationshintergrund das Geschlecht eine bedeutsame Analysekategorie darstellt, die jugendlichen Medienumgang differenziert, und dass sich in Bezug auf beides übergeordnete Rahmungen identifizieren lassen, die bei Nutzung, Bewertung und Wahrnehmung neuer Medien bedeutsam sind. Mit der Rekonstruktion und Typisierung von Orientierungen im Prozess der Medienaneignung leistet die vorliegende Arbeit einen Beitrag zur Theoriebildung an der Schnittstelle von erziehungswissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Jugendforschung.

Autorentext

Sebastian Hacke, geb. 1975, studierte Diplom-Pädagogik an der Universität Hannover und war mehre Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Seit Anfang 2011 ist er Projektleiter im Bereich Vielfalt an Grundschulen beim Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis (FiPP e.V.) in Berlin sowie Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783862260751
    • Sprache Deutsch
    • Auflage 2012
    • Größe H210mm x B148mm x T33mm
    • Jahr 2015
    • EAN 9783862260751
    • Format Kartonierter Einband
    • ISBN 978-3-86226-075-1
    • Veröffentlichung 06.03.2015
    • Titel Medienaneignung von Jugendlichen aus deutschen und türkischen Familien
    • Autor Sebastian Hacke
    • Untertitel Eine qualitativ-rekonstruktive Studie
    • Gewicht 785g
    • Herausgeber Centaurus Verlag & Media
    • Anzahl Seiten 600
    • Lesemotiv Verstehen
    • Genre Medienwissenschaft

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