Motivierende Kommunikation in heterogenen Gruppen. Eine empirische Studie zur Kommunikation zwischen Lehrkraft und Schüler*innen im inklusiven Sportunterricht

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Eine hohe Motivation gilt als wichtige Voraussetzung, um das menschliche Potenzial ausschöpfen zu können. Daher ist es wenig verwunderlich, dass beispielsweise Lehrende bemüht sind, ihre Lerngruppe zu motivieren. Ist eine solche Gruppe allerdings durch eine hohe Heterogenität charakterisiert, die sich zum Beispiel in verschiedenen Interessen und unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen der Mitglieder zeigt, erscheint es äußerst herausfordernd, positiv auf die Motivation all dieser Mitglieder einzuwirken. Das vorliegende Buch setzt sich daher mit der Frage auseinander, wie es in einem heterogenen Setting wie dem inklusiven Sportunterricht, gelingen kann, möglichst die gesamte Gruppe zu motivieren. In diesem Zusammenhang werden Kommunikationsprozesse im Hinblick auf ihre motivierende Wirkung analysiert.

Leseprobe
Textprobe:Kapitel 4.2.1 Aufgaben und Ziele:Die Aufgaben und Ziele des inklusiven Sportunterrichts sind zentrale kontextuelle Merkmale, die die Kommunikation zwischen Lehrkraft und Schülerinnen beeinflussen. Dabei wird dem Sportunterricht Potenzial zugeschrieben, wenn es darum geht, Inklusion erfolgreich umzusetzen (vgl. Rouse, 2012, S. 12; Fediuk, 2008, S. 33; Leineweber, Meier & Ruin, 2015a, S 12; Süßenbach & Sträter, 2015, S. 130). Was aber ist das Besondere am inklusiven Sportunterricht?Potenziale und Herausforderungen des inklusiven SportunterrichtsEin unverkennbarer Unterschied zu anderen Schulfächern ist die Körperlichkeit und die Bewegung, die innerhalb des Sportunterrichts gefordert und gefördert wird. Schülerinnen werden vor Herausforderungen gestellt, die sie in der Regel mittels körperlicher Bewegungen bewältigen sollen."Im Gegensatz zum Klassenraum steht der Körper im Sportunterricht im Mittelpunkt des Geschehens und vor allem der Betrachtung. Die Situationen sind vielfältig: Demonstrationen von Bewegungsabläufen, Wettkämpfe, Bewertungen und Benotungen, aber auch das noch unbeholfene Erproben neuer oder unbekannter Bewegungen" (Klinge, 2009, S. 296).Dies bedeutet auch, dass im Sportunterricht im Vergleich zu anderen Fächern neue Kompetenzen im Fokus stehen. So bietet das Fach das Potenzial, insbesondere körperlich-motorische Kompetenzen unter Beweis stellen zu können, wozu Schülerinnen in anderen Fächern kaum die Möglichkeit bekommen. "So fallen Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen oder Sprache im Sportunterricht u. U. kaum auf, während Schüler mit dem Förderbedarf körperliche, emotional-soziale oder geistige Entwicklung ggf. sehr spezifische Unterrichtssettings benötigen" (Giese & Weigelt, 2017, S. 23).Dies kann beispielsweise dazu führen, dass eine Schülerin mit dem zugewiesenen Förderschwerpunkt Lernen in einigen 'kognitiven' Fächern aufgrund seinerihrer Lernschwierigkeiten selten zu Erfolgserlebnissen kommt, wohingegen derdie gleiche Schülerin im Sportunterricht, bei demder der Förderschwerpunkt Lernen in einigen Phasen möglicherweise eine geringere Relevanz hat, wesentlich mehr Erfolgserlebnisse sammeln kann. Gleichzeitig kann beispielsweise davon ausgegangen werden, dass das Bewegungsverhalten innerhalb des Sportunterrichts und die dort fokussierte Körperlichkeit dazu beitragen, dass der Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (je nach Ausprägung) das unterrichtliche Geschehen im Fach Sport tendenziell stärker beeinflusst als beispielsweise im Fach Deutsch (vgl. Schoo, 2017, S. 215). Mit Blick auf die Potenziale des inklusiven Sportunterrichts wird daher insbesondere dem sozialen Lernen eine zentrale Bedeutung beigemessen. Die Akzeptanz der Einzigartigkeit und Vielfalt, der Stärken und Schwächen, zum Beispiel im motorischen Bereich, soll im Sportunterricht genauso gefördert werden wie die Entdeckung von Gemeinsamkeiten der Schülerinnen (vgl. u. a. Klein, Kurth, Leineweber, Meier & Ruin, 2016, S. 45; Tiemann, 2015b, S. 54f.). Der angemessene soziale Umgang mit diesen Aspekten soll durch die aktive Auseinandersetzung mit der Vielfalt im Kontext von Bewegung, Spiel und Sport gefördert werden (vgl. Racaniello, 2017, S. 102ff.; Becker, 2016, S. 95; Heubach, 2013, S. 36).Darüber hinaus haben Schülerinnen mit und ohne Behinderung auch im Bereich der sportlichen Auseinandersetzung das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Gruppenzugehörigkeit (vgl. Wacker, 2014, S. 51). Der Sportunterricht ermöglicht Begegnungen im Kontext von Bewegung, Spiel und Sport, sodass Schülerinnen auch unter den dort vorherrschenden Bedingungen miteinander in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen können.Neben dem Potenzial einer solchen aktiven Auseinandersetzung mit der Vielfalt zeigt sich darin allerdings auch die Herausforderung, diese zu gestalten. So bleibt unklar, wie offen und transparent mit der Klasse über ihre Vielfalt kommuniziert werden kann - ohne, dass sich zum Beispiel eine Schülerin

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783959355865
    • Sprache Deutsch
    • Größe H220mm x B155mm x T16mm
    • Jahr 2021
    • EAN 9783959355865
    • Format Kartonierter Einband
    • ISBN 978-3-95935-586-5
    • Veröffentlichung 14.12.2021
    • Titel Motivierende Kommunikation in heterogenen Gruppen. Eine empirische Studie zur Kommunikation zwischen Lehrkraft und Schüler*innen im inklusiven Sportunterricht
    • Autor Marc Lucas Weber
    • Untertitel Dissertationsschrift
    • Gewicht 400g
    • Herausgeber disserta verlag
    • Anzahl Seiten 248
    • Genre Arbeits-, Wirtschafts- & Industriesoziologie

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