Siebenbürgisch-sächsische Pfarrer, Lehrer und Journalisten in der Zeit der kommunistischen Diktatur (1944-1971)

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Details

Die Krisensituation innerhalb der siebenbürgisch-sächsischen Intelligenz erreichte in der kommunistischen Diktatur eine neue Dimension. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob die siebenbürgisch-sächsischen Pfarrer, Lehrer und Journalisten kritische Distanz zum kommunistischen Regime bewahrten und in ihrer Eigenschaft als geistige Oberschicht versuchten, die Interessen ihrer Landsleute auch gegenüber der neuen Staatsmacht zu vertreten. Die genannten intellektuellen Gruppen übernahmen weiterhin wichtige Aufgaben zur Wahrung der gruppenspezifischen Identität. Das führte zu Kompromissen, die heute nur schwer zu verstehen sind. Von den siebenbürgisch-sächsischen Intellektuellen forderte das Regime eine höhere Anpassung als von den übrigen Sachsen. Dieser Druck war ein besonders wichtiges Motiv für die Auswanderung in die Bundesrepublik Deutschland, deren Kirche den Pastoren vorwarf, ihre «Herde» verlassen zu haben.

Autorentext

Der Autor: Erwin Peter Jikeli, geboren 1953 in Malmkrog (Rumänien), studierte von 1974 bis 1978 Geschichte und Germanistik in Hermannstadt. Nach dem Studium arbeitete er bis zu seiner Ausreise in die BRD (1990) als Lehrer und stellvertretender Schulleiter in Mediasch und Kleinschelken. Zur Zeit unterrichtet er an der Ter-Meer-Schule in Krefeld.


Klappentext

Die Krisensituation innerhalb der siebenbürgisch-sächsischen Intelligenz erreichte in der kommunistischen Diktatur eine neue Dimension. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob die siebenbürgisch-sächsischen Pfarrer, Lehrer und Journalisten kritische Distanz zum kommunistischen Regime bewahrten und in ihrer Eigenschaft als geistige Oberschicht versuchten, die Interessen ihrer Landsleute auch gegenüber der neuen Staatsmacht zu vertreten. Die genannten intellektuellen Gruppen übernahmen weiterhin wichtige Aufgaben zur Wahrung der gruppenspezifischen Identität. Das führte zu Kompromissen, die heute nur schwer zu verstehen sind. Von den siebenbürgisch-sächsischen Intellektuellen forderte das Regime eine höhere Anpassung als von den übrigen Sachsen. Dieser Druck war ein besonders wichtiges Motiv für die Auswanderung in die Bundesrepublik Deutschland, deren Kirche den Pastoren vorwarf, ihre «Herde» verlassen zu haben.


Inhalt
Aus dem Inhalt: Großrumänien und die Siebenbürger Sachsen Politisches System, Minderheiten und Religionsgemeinschaften in Rumänien (1944-1971) Unterrichten und Erziehen im Auftrag der proletarischen Kulturrevolution Priester des Volkes Der Abstieg aus dem Elfenbeinturm Mit den Wölfen heulen Begegnungen mit dem bewaffneten Arm der Partei.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783631567692
    • Sprache Deutsch
    • Auflage Neuausg.
    • Größe H208mm x B148mm x T20mm
    • Jahr 2007
    • EAN 9783631567692
    • Format Kartonierter Einband (Kt)
    • ISBN 978-3-631-56769-2
    • Titel Siebenbürgisch-sächsische Pfarrer, Lehrer und Journalisten in der Zeit der kommunistischen Diktatur (1944-1971)
    • Autor Erwin Peter Jikeli
    • Untertitel Dissertationsschrift
    • Gewicht 434g
    • Herausgeber Lang, Peter GmbH
    • Anzahl Seiten 322
    • Genre Zeitgeschichte (1946 bis 1989)

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