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Ach, meine Freundin, die Tugend ist gut, aber die Liebe ist besser
Details
Vier dialogreiche Erzählungen, die mehr sind als Nacherzählungen biblischer Stoffe, spielerisch, humorvoll, frech und tiefsinnig zugleich: Eine Familie will sich vor dem Weltuntergang retten, und jeder trickst anders, um sein Überleben komfortabler zu gestalten. Ein Feldarbeiter bringt im Affekt seinen Bruder um und kommt bei Gesetzlosen unter. Es endet gut. Eine schöne Frau wird von ihrer Classe politique zur feindlichen Übermacht geschickt, um den Feldherrn einzuwickeln; sie verliebt sich anders als gewünscht. Ein Mann lehnt lange den Job ab, ein Unheilsprophet zu werden, und geht auf gefahrvolle Reisen. Nelly Dix war nicht die Erste, die sich Geschichten aus der jüdisch-christlichen Überlieferung griff: Die Familie Noah vor der Sintflut, Kain und Abel, Judith im Lager des Holofernes, der Prophet Jonas Aber so unfromm und hautnah, auf irdisches Glück hin, hat vor ihr kaum jemand die mythischen Stoffe überschrieben. Riskante Psychologisierungen um die menschliche Mühsal zwischen Taumel und Tanz. 'Altjüdische Possen' klassifizierte die 22-Jährige ihre Geschichten ironisch gegenüber Fritz Müh- lenweg, mit dem sie ein ideologieresistentes, menschenfreundliches Denken verband. Die Zwanzigjährige schreibt ihre Geschichten erst nur für ihre Familie. Eine wilde Leserin, die auf keinen Literaturbetrieb schielt und ungeniert ihren Lebenshunger in überschießende Phantasie umsetzt. Wie nebenbei spielt sie mit vielerlei Identitäten: eine Frau, die früh erfuhr, dass auch die großen Gefühle auf Messers Schneide bleiben.
Autorentext
Nelly Dix wurde 1923 in Düsseldorf geboren, wo ihr Vater Otto Dix eine Professur an der Kunstakademie innehatte. In Dresden besuchte sie bis 1933 eine Reformschule. Als ihr Vater von den Nazis entlassen wurde, kam sie mit ihrer Familie nach Süddeutschland. Von 1936 an lebte sie, mit markanten Unterbrechungen durch Zirkustournee und Arbeitsdienst, in Hemmenhofen am westlichen Bodensee. Die hochintelligente und künstlerisch vielbegabte Nelly brach den Versuch eines Internats ab, hatte Hausunterricht, blieb aber ohne Abitur. Ihre Weiterbildung organisierte sie selber, Weltliteratur lesend, in Korrespondenzen, auch im lebhaften Austausch mit Fritz undB Elisabeth Mühlenweg. Ihre ersten Erzählungen schrieb sie, unter dem Pseudonym Alias Dix, als sich das Dix-Haus mit Flüchtlingen füllte. Ihre Geschichten entstanden, bevor sie erleben musste, dass Zwillinge, denen sie 1948 das Leben schenkte, bald nach der Geburt starben. Auch nach ihrer Verheiratung mit dem Medizinstudenten Günther Thaesler lebte sie weiter im Haus ihrer Mutter, wo ein aufreibender Alltag ihr wenig Zeit für ihre Kunst (Malerei, Collagen) und das Schreiben ließ. Mit ihrer einzigen Tochter Bettina blieben ihr nur vier Jahre Zeit: Nelly Dix starb überraschend im Januar 1955. In allen Geschichten ist dieser ungewöhnliche Nelly-Blick: amüsiert über herkömm- liche Geschlechterrollen und gleich illusionslos Männern wie Frauen gegenüber.
Klappentext
Vier dialogreiche Erz hlungen, die mehr sind als Nacherz hlungen biblischer Stoffe, spielerisch, humorvoll, frech und tiefsinnig zugleich: Eine Familie will sich vor dem Weltuntergang retten, und jeder trickst anders, um sein berleben komfortabler zu gestalten. Ein Feldarbeiter bringt im Affekt seinen Bruder um und kommt bei Gesetzlosen unter. Es endet gut. Eine sch ne Frau wird von ihrer Classe politique zur feindlichen bermacht geschickt, um den Feldherrn einzuwickeln; sie verliebt sich anders als gew nscht. Ein Mann lehnt lange den Job ab, ein Unheilsprophet zu werden, und geht auf gefahrvolle Reisen. Nelly Dix war nicht die Erste, die sich Geschichten aus der j disch-christlichen berlieferung griff: Die Familie Noah vor der Sintflut, Kain und Abel, Judith im Lager des Holofernes, der Prophet Jonas Aber so unfromm und hautnah, auf irdisches Gl ck hin, hat vor ihr kaum jemand die mythischen Stoffe berschrieben. Riskante Psychologisierungen um die menschliche M hsal zwischen Taumel und Tanz. Altj dische Possen klassifizierte die 22-J hrige ihre Geschichten ironisch gegen ber Fritz M h- lenweg, mit dem sie ein ideologieresistentes, menschenfreundliches Denken verband. Die Zwanzigj hrige schreibt ihre Geschichten erst nur f r ihre Familie. Eine wilde Leserin, die auf keinen Literaturbetrieb schielt und ungeniert ihren Lebenshunger in berschie ende Phantasie umsetzt. Wie nebenbei spielt sie mit vielerlei Identit ten: eine Frau, die fr h erfuhr, dass auch die gro en Gef hle auf Messers Schneide bleiben.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Gewicht 357g
- Untertitel Erzählungen
- Autor Nelly Dix
- Titel Ach, meine Freundin, die Tugend ist gut, aber die Liebe ist besser
- Veröffentlichung 31.08.2010
- ISBN 978-3-905707-43-4
- Format Paperback
- EAN 9783905707434
- Jahr 2010
- Größe H230mm x B135mm x T18mm
- Herausgeber Libelle Verlag AG
- Anzahl Seiten 280
- Auflage 1. A.
- Genre Gegenwartsliteratur (ab 1945)
- Lesemotiv Leichtlesen
- GTIN 09783905707434