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Adoleszenz und Suizid in Schulromanen von Emil Strauß, Hermann Hesse, Bruno Wille und Friedrich Torberg
Details
Ausgehend von der starken autobiographischen Motiviertheit der Texte, untersucht die Arbeit unter verschärften psychologischen, pädagogik- und literaturgeschichtlichen Zugriffen die Ablösung des «Bildungs-» und «Entwicklungsromans» im Adoleszenzroman mit suizidärem Ausgang. Sie zeigt in Varianten naturalistischer, neuromantischer, reformpädagogischer und expressionistischer Gestaltung den brüchig werdenden Aufbau von pubertären Eigenwelten, von sozialtopographischen Räumen und Selbstentwürfen zwischen Widerstand, Anpassung und Selbstaufgabe. Dabei spielen die verordneten Initiationsriten im (zumeist) destruktiven Zusammenwirken von repressiver Schulhierarchie und Elternwelt die Rolle von Bildungsverhinderung. Obwohl die depressiven Entwicklungen der begabten und durch «Eigensinn» negativierten Helden von emanzipativ unterstützenden Freundesfiguren begleitet werden, setzen die Systemzwänge bürgerlicher und kirchlicher Ideologie, ignoranten Lehrertums und empathiefreier Schulverwaltung sich bis zur Ohnmacht des Individuums durch. Im didaktischen Teil wird die beträchtliche historische Fremdheit der Texte ebenso diskutiert wie ihr reiches, auch heute noch gültiges Angebot an entwicklungs- und pubertätsrelevanten Aspekten. Besonders die signifikante Funktion des Gebrauchs guter Literatur für Prozesse der Selbstfindung kann als anregender Kontrast aufgegriffen werden. Durch aktuelle produktionsorientierte Textbearbeitung werden Schüler sensibilisiert für Problemlagen im Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter.
Autorentext
Der Autor: Jan Ehlenberger, geboren 1973, studierte ab 1995 an der Universität Bayreuth Deutsch und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien. Nach dem Ersten Staatsexamen im Jahre 2000 arbeitete er als Lehrbeauftragter am dortigen Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Didaktik der deutschen Sprache und Literatur. Die Promotion erfolgte im Rahmen des Graduiertenstipendiums der Universität. Der Autor schloss seine Lehrerausbildung 2004 mit dem Zweiten Staatsexamen ab und unterrichtet mittlerweile an einem Gymnasium in Bayreuth.
Inhalt
Aus dem Inhalt: Kindheit zwischen Pädagogik im Namen des Vaters und einer Erziehung vom Kinde aus - Zum Verhältnis von autobiographischer und fiktionaler Schreibart - Aspekte der Gattungsmischung und 'lyrische' Problem-Lösungen - Unterricht als Machtkampf -Suizid in geistesgeschichtlicher Betrachtung - Die Schülerkrisen im Lichte des Antibildungsromans - Literaturgebrauch und sprachliches Handeln als Erziehungshilfen.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Titel Adoleszenz und Suizid in Schulromanen von Emil Strauß, Hermann Hesse, Bruno Wille und Friedrich Torberg
- Veröffentlichung 15.08.2006
- ISBN 978-3-631-55234-6
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783631552346
- Jahr 2006
- Größe H210mm x B148mm x T23mm
- Autor Jan Ehlenberger
- Gewicht 543g
- Auflage 06001 A. 1. Auflage
- Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 422
- Herausgeber Peter Lang
- GTIN 09783631552346