Aisthetik der Müdigkeit

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Details

In einer Zeit, in der Aktivität und Leistung alles bedeuten, da power naps und polyphasischer Schlaf die Nachtruhe optimieren sollen, Klartraumtechniken Ressourcen zur Verbesserung körperlicher und geistiger Effizienz kolonisieren, lässt sich so scheint es für die Müdigkeit kaum noch argumentieren. Das Sensorium für ihre Fülle ist durch all den Optimierungsdruck verkümmert. Der Imperativ des 24/7 hat es anästhesiert. Dabei geht es heute, so der Ansatz des vorliegenden Buches, mehr denn je darum, ihre besondere Aisthetik wiederzuent­decken, den Sinn für die ihr eigenen Zwischen­zustände des Ungeformten und Nichtkategorisierbaren zu wecken.


In einer Zeit, in der Aktivität und Leistung alles bedeuten, da power naps und polyphasischer Schlaf die Nachtruhe optimieren sollen, Klartraumtechniken Ressourcen zur Verbesserung körperlicher und geistiger Effizienz kolonisieren, lässt sich so scheint es für die Müdigkeit kaum noch argumentieren. Das Sensorium für ihre Fülle ist durch all den Optimierungsdruck verkümmert. Der Imperativ des 24/7 hat es anästhesiert. Dabei geht es heute, so der Ansatz des vorliegenden Buches, mehr denn je darum, ihre besondere Aisthetik wiederzuentdecken, den Sinn für die ihr eigenen Zwischenzustände des Ungeformten und Nichtkategorisierbaren zu wecken.

Autorentext
Fabian Goppelsröder studierte Philosophie und Geschichte in Berlin und Paris und promovierte am Comparative Literature Department der Stanford University (CA) über »Kalendergeschichte and fait divers. The poetics of circumscribed space«. Aktuell ist er Feodor Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Ästhetik, Poetik und Medienphilosophie.

Klappentext

Seinen Essay »24/7« beginnt Jonathan Crary mit einem kleinen Vogel: der Dachsammer. Während ihrer Reise in die kanadischen Brutgebiete schafft sie es, bis zu sieben Tage am Stück ohne Schlaf auszukommen. Eine volle Woche fliegt und navigiert sie rund um die Uhr, unterbrochen nur von Pausen zur Nahrungsbeschaffung. In einer Zeit, in der Aktivität und Leistung alles bedeuten, wird die Dachsammer damit zu einer Art Modell des zukünftigen Menschen. Wo ›power naps‹ und polyphasischer Schlaf aber die konventionelle Nachtruhe selbst optimieren sollen und Klartraumtechniken sie als Ressource zur Verbesserung körperlicher und geistiger Leistungen zu kolonisieren versuchen, bleibt Müdigkeit als jener Zwischenzustand, der weder Wachheit ist noch Wachheit indirekt befördert, das eigentliche Skandalon. Das Sensorium für ihre Fülle ist durch Optimierungsdruck, durch Effizienz und Leistung verkümmert. Der Imperativ des 24/7 hat es anästhesiert. Gerade deshalb aber lässt sich für die Müdigkeit auch kaum argumentieren. Es braucht eine »Éducation Sentimentale« als Übung der Resensibilisierung für das Zwischen, das Ungeformte, das Nichtkategorisierbare. Es braucht eine Erziehung zur Müdigkeit, um ihre besondere Aisthetik wiederzuentdecken.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Autor Fabian Goppelsröder
    • Titel Aisthetik der Müdigkeit
    • Veröffentlichung 31.07.2018
    • ISBN 978-3-0358-0083-8
    • Format Paperback
    • EAN 9783035800838
    • Jahr 2018
    • Herausgeber Diaphanes Verlag
    • Anzahl Seiten 144
    • Genre Geisteswissenschaften allgemein
    • Lesemotiv Verstehen
    • GTIN 09783035800838

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