Wir verwenden Cookies und Analyse-Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und für Marketingzwecke. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung.
Ambiguität und die Ordnungen des Sozialen im Mittelalter
Details
During the Middle Ages, binary differences such as orthodox/unbeliever, male/female, poor/rich were essential elements in the perception of social worlds, and in turn structured them. Yet what would happen if actors, practices, and phenomena did not align clearly with a given duality? The essays in this volume explore constellations of ambiguity and elucidate the conditions and boundaries of tolerance for ambiguity in the premodern era.
Autorentext
Benjamin Scheller und Christian Hoffarth, Universität Duisburg-Essen.
Klappentext
Rechtgläubig/ungläubig, fremd/eigen, männlich/weiblich, arm/reich diese und andere binäre Unterscheidungen waren von konstitutiver Bedeutung für die Strukturierung sozialer Welten in der Vormoderne. Doch was geschah, wenn sie nicht mehr verfingen und Praktiken und Akteure sich nicht mehr eindeutig auf einer ihrer beiden Seiten verorten ließen? Wie nahm man im Mittelalter etwa Konvertiten, Hermaphroditen, Migranten und freiwillig Arme wahr, und welche Konsequenzen hatte dies? Mit dem Begriff der Ambiguität spricht der Band Zustände und Situationen an, in denen Leitunterscheidungen der sozialen und kulturellen Ordnung verunklart wurden. Die Beiträge aus Geschichts-, Literatur- und Sprachwissenschaft, Archäologie und Kunstgeschichte fragen danach, wie historische Akteure auf die Irritation gängiger Unterscheidungsmodi reagierten, wie sie sich Ambiguität zunutze machten, welche Strategien der Disambiguierung sie entwickelten und worin die Bedingungen und Grenzen von Ambiguitätstoleranz in der Vormoderne lagen. Der Band trägt so nicht nur zum besseren Verständnis von Diversität und Pluralität von Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne bei, sondern liefert auch ein konzeptionelles Angebot für weitere Forschungen.
Zusammenfassung
"Positiv zu erwähnen ist neben dem anhängenden Register (nach wie vor eine Seltenheit bei Sammelbänden) die erfreuliche Fächerung der Beitragenden, vom Doktoranden hin zum Professor - das so entstehende Gesamtbild ist umso vielfältiger. Fraglos ließen sich die Beiträge an vielen Stellen diskutieren, ergänzen und hinterfragen. Im Gesamtblick zeigen sie aber doch überzeugend auf, in welchem Maße die verbreitete Ansicht eines eindeutigen und einseitigen Mittelalters fehlgeht." Jan Alexander van Nahl in: literaturkritik.de, Ausgabe Juni 2019
"Die sauber redigierten Aufsätze geben in ihrer Gesamtheit einen spannenden Einblick in die mediävistischen Potentiale, die die aktuelle Beschäftigung mit Ambiguität bietet. Das wird sicher zu weiteren Anstrengungen motivieren." *Oliver Auge in: Historische Zeitschrift, 2019, H. 3, 737-738
-
"Dank seiner reflektierten Ausgangsfrage bereichert der Band die bisherigen Studien
zum Thema ganz erheblich. Die Fragestellung, der er verpflichtet ist, ist hochrelevant,
die Untersuchungsrichtungen, die die Autorinnen einschlagen, scheinen plausibel.
Weitere Studien sind angesichts der Zentralität der Unterscheidungen, die hier beispielhaft
behandelt werden, dringend erwünscht." Frank Rexroth in: Zeitschrift für Historische Forschung, 47/2 (2020), 259-260*
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783110605877
- Sprache Deutsch
- Editor Benjamin Scheller, Christian Hoffarth
- Größe H246mm x B175mm x T19mm
- Jahr 2018
- EAN 9783110605877
- Format Fester Einband
- ISBN 978-3-11-060587-7
- Veröffentlichung 22.10.2018
- Titel Ambiguität und die Ordnungen des Sozialen im Mittelalter
- Untertitel Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Beihefte 10
- Gewicht 599g
- Herausgeber De Gruyter
- Anzahl Seiten 236
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Mittelalter
- Auflage 18001 A. 1. Auflage