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Angebliche Huren
Details
In vielen zeitgenössischen Drag-Performances fällt ein überaus subversiver, sexpositiver, aber auch euphemistischer Umgang mit vestimentären und linguistischen Zeichen auf, die sich im Assoziationsfeld der Prostitution bewegen. Die Studie geht der Frage nach, wie und warum Drag-Performerinnen dergestalt häufig Referenzen auf Sexarbeit herstellen und entsprechend inszenieren. Damit verbunden ist die Frage, wie sich Drag-Performances aktuell überhaupt definieren lassen und welche etablierten theaterwissenschaftlichen Konzepte sich für eine solche Beschreibung als produktiv erweisen können. Drag-Performances stellen eine aussergewöhnliche und oft missverstandene Form der auf eine Bühne gebrachten Darstellung von Gender dar. Anhand ausgewählter Aufführungsbeispiele wird veranschaulicht, inwiefern Bezugnahmen auf Sexarbeit im Drag keineswegs Inszenierungen von misogynen Klischees darstellen, sondern sich vielmehr aus gemeinsamen Marginalisierungserfahrungen speisen. Dabei zeigen sich deutliche Analogien zu Diskursen in Bezug auf weiblich gelesene Bühnendarstellerinnen, die im deutschsprachigen Raum um 1900 erstmals als prekär Beschäftigte beschrieben werden.
Autorentext
promovierte in Theaterwissenschaft und Gender-Studies an der Universität Bern.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Untertitel Prostitutionskoketterie in zeitgenössischen Drag-Performances
- Autor Daniel Inäbnit
- Titel Angebliche Huren
- Veröffentlichung 31.01.2023
- ISBN 978-3-0340-1688-9
- Format Fester Einband
- EAN 9783034016889
- Jahr 2023
- Größe H240mm x B160mm x T24mm
- Gewicht 714g
- Herausgeber Chronos Verlag
- Anzahl Seiten 332
- Auflage 1. A.
- Genre Musik, Film & Theater
- Lesemotiv Verstehen
- GTIN 09783034016889