Wir verwenden Cookies und Analyse-Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und für Marketingzwecke. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung.
Anstiftung und anstiftungsähnliche Handlungen im StGB unter Berücksichtigung linguistischer Aspekte.
Details
Unter besonderer Berücksichtigung der Linguistik wird eine Theorie herausgearbeitet, durch die die zentrale Frage der Anstiftung beantwortet werden kann: Welche tatsächlichen Faktoren sind notwendig, um den Tatentschluss zu wecken? Des Weiteren wird ein Vergleichsmaßstab der Linguistik herangezogen, um sämtliche Arten der sanktionsbewehrten Einflussnahme im StGB zu systematisieren. Bestehende Abgrenzungsschwierigkeiten auf Tatbestands- und Konkurrenzebene lassen sich hierdurch innovativ lösen.
Das StGB enthält eine Vielzahl von Vorschriften, die die psychische Einflussnahme auf andere Personen sanktionieren, wobei der Tatbestand der Anstiftung die Zentralnorm bildet. Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Streit um das Handlungsunrecht der Anstiftung durch einen interdisziplinären Denkansatz zu lösen. Hierbei werden in die Wortlautauslegung Erkenntnisse der linguistischen Teildisziplin der Pragmatik einbezogen. Die vorliegend vertretene Anstiftungstheorie bildet die Verhaltensweise des Anstifters daher in originärer Weise unter Beachtung linguistischer, psychologischer und soziologischer Faktoren ab. Im Weiteren ist es gelungen einen Vergleichsmaßstab der Linguistik zu nutzen, um sämtliche Arten der sanktionsbewehrten Einflussnahme im StGB zu systematisieren. Auf diese Weise lassen sich Abgrenzungsschwierigkeiten auf Tatbestands- und Konkurrenzebene innovativ lösen.
Autorentext
Michael Redmann, LL.M. studierte Rechtswissenschaft in Dresden und Hannover. 2008 beendete er sein Referendariat am OLG Celle und wechselte nach Berlin. Von 2008 bis 2013 war er als wiss. Mitarbeiter an der Freien Universität am Lehrstuhl für Straf- und Strafprozessrecht sowie Wirtschafts- und Umweltstrafrecht von Prof. Dr. Klaus Rogall tätig. Im Rahmen seiner Lehrstuhltätigkeit fertigte er zunächst seine Dissertation an und absolvierte anschließend den Masterstudiengang im Unternehmens- und Steuerrecht an der Universität Potsdam. Seine Dissertation wurde mit dem von Gerber-Promotionspreis der TU Dresden ausgezeichnet. Zu seinen wissenschaftlichen Interessensgebieten zählt insbesondere die Verknüpfung von Strafrecht mit steuer- und wirtschaftsrechtlichen Fragestellungen.
Klappentext
Das StGB enthält eine Vielzahl von Vorschriften, die die psychische Einflussnahme auf andere Personen sanktionieren, wobei der Tatbestand der Anstiftung die Zentralnorm bildet. Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Streit um das Handlungsunrecht der Anstiftung durch einen interdisziplinären Denkansatz zu lösen. Hierbei werden in die Wortlautauslegung Erkenntnisse der linguistischen Teildisziplin der Pragmatik einbezogen. Die vorliegend vertretene Anstiftungstheorie bildet die Verhaltensweise des Anstifters daher in originärer Weise unter Beachtung linguistischer, psychologischer und soziologischer Faktoren ab. Im Weiteren ist es gelungen einen Vergleichsmaßstab der Linguistik zu nutzen, um sämtliche Arten der sanktionsbewehrten Einflussnahme im StGB zu systematisieren. Auf diese Weise lassen sich Abgrenzungsschwierigkeiten auf Tatbestands- und Konkurrenzebene innovativ lösen.
Inhalt
Einleitung Kapitel 1: Das Merkmal des »Bestimmens« in § 26 Die Herausbildung der heutigen Anstiftungstheorien Die grammatikalische Auslegung des Bestimmens in § 26 Die Lehre vom Sprechakt Vereinbarkeit der Anstiftungstheorien mit dem Ergebnis der Pragmatik Der einseitig normative Erwartungsfaktor der Anstiftung Die psychologischen Wirkmechanismen Die systematische Auslegung Die teleologische Auslegung Die Probleme der Konkretisierung im Rahmen der Anstiftung Kapitel 2: Das Merkmal des »Bestimmens« im Besonderen Teil Das Bestimmen im Bereich des Sexualstrafrechts, in § 216 Abs. 1, in § 334 Abs. 3 Kapitel 3: Das Merkmal des »Aufforderns« Der Wortlaut des § 111 Sprachwissenschaftliche Analyse Die besondere Gefährlichkeit des § 111 Die gruppendynamischen Effekte Die unabsehbare Streubreite der öffentlichen Aufforderung Die Konkretisierung der Haupttat sowie des Rezipientenkreises Kapitel 4: Das Merkmal des »Aufstachelns« Der Wortlaut des § 130 Abs. 1 Nr. 1 Sprachwissenschaftliche Analyse Die teleologische Auslegung der Norm Das geschützte Rechtsgut des § 130 Abs. 1 Die Deliktsnatur des § 130 Abs. 1 Das Merkmal des »Aufstachelns zum Hass« Historie und heutige Definition Hitlers Rhetorik Das Konkurrenzverhältnis der Normen Kapitel 5: Das Merkmal des »Verleitens« Der Begriff »Verleiten« Die sprachwissenschaftliche Analyse Das »Verleiten« in § 357, § 160, § 120, § 328 Abs. 2 Nr. 4, § 323b Kapitel 6: Das Merkmal des »Einwirkens« Der Begriff »Einwirken« Die sprachwissenschaftliche Analyse Das Merkmal »Einwirken« in § 176 Abs. 4 Nr. 3 und 4, § 125 Abs. 1, § 89 Abs. 1 Kapitel 7: Das Merkmal des »Anleitung Gebens« Der Begriff des »Anleitens« Die sprachwissenschaftliche Analyse Der gesetzliche Kontext des § 130a Kapitel 8: Die Merkmale des »Billigens« und des »Belohnens« Die Begriffe »Billigen und Belohnen« Die sprachwissenschaftliche Analyse Der gesetzliche Kontext des §§ 140 Nr. 1 u. 2, 130 Abs. 3 u. 4 Zusammenfassung Literatur- und Sachwortverzeichnis
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783428141357
- Sprache Deutsch
- Auflage 1. Auflage
- Features Dissertationsschrift
- Größe H231mm x B158mm x T22mm
- Jahr 2014
- EAN 9783428141357
- Format Kartonierter Einband (Kt)
- ISBN 978-3-428-14135-7
- Veröffentlichung 31.03.2014
- Titel Anstiftung und anstiftungsähnliche Handlungen im StGB unter Berücksichtigung linguistischer Aspekte.
- Autor Michael Redmann
- Untertitel Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge 247
- Gewicht 499g
- Herausgeber Duncker & Humblot GmbH
- Anzahl Seiten 372
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Strafrecht