Antisemitismus im Reichstag

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Details

Thema ist Antisemitismus im Weimarer Reichstag. Die Debatten werden auf Stereotype hin analysiert. Die judenfeindliche Sprache reicht von radauantisemitisch bis unbewusst. Die NSDAP laminiert Schlüsselbegriffe. Konservative nutzen codierte Formen. Bürgerliche und Linke reagieren kaum oder mit Ironie. Jüdische Abgeordnete werden stigmatisiert.

Die Studie untersucht erstmals judenfeindliche Äußerungen im Reichstag der Weimarer Republik und weist nach, dass Antisemitismus ein relevantes Deutungsmuster darstellte. Aus zahlreichen Beispielen der Themenfelder Ostjudendebatten, Barmat-Skandal und Reparationen sowie anhand des Umgangs mit Abgeordneten jüdischer Herkunft erarbeitet das Buch eine Sprache der Judenfeindschaft von manifester Propaganda bis hin zu kulturell eingeschriebenen Wendungen. Der antisemitischen Agitation der Rechtsextremen und den codierten Sprachmustern der Rechten stehen entweder ausbleibende oder zunehmend erlahmende Reaktionen der bürgerlichen und linken Parteien gegenüber. Sie verdeutlichen einen Mangel an Sensibilität für die Macht des Wortes und weisen auf ein Versagen von Teilen der Öffentlichkeit hin.

Autorentext

Susanne Wein studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Tübingen, Bremen und Berlin. Sie arbeitet als freie Historikerin unter anderem für das Archiv von Yad Vashem. Zu ihren Schwerpunkten zählen deutsche Geschichte vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, jüdische Geschichte sowie Antisemitismus-, Parlaments- und Presseforschung.


Zusammenfassung
«Wer Weins Studie gelesen hat, wird noch besser als bisher verstehen, warum Hetzreden die Demokratie zerstören und wie es zur Machtübergabe des Bürgertums an Hitler kommen konnte.»
(Micha Brumlik, TAZ.am Wochenende, 25./26.Juli 2015)

«[...] ist es das Verdienst der Autorin, einerseits eine detaillierte Übersicht über die parteispezifische Einstellungen zum Antisemitismus zu liefern, andererseits einen lebendigen Einblick in den Weimarer Parlamentsalltag zu gewähren.»
(Christine G. Krüger, Historische Zeitschrift 306/2018)

«Susanne Wein hat eine glänzend geschriebene Monografie vorgelegt, mit der sie erstmals antisemitische Äußerungen in den Reichstagsdebatten der Weimarer Republik untersucht und dokumentiert.»
(Karl Pfeifer, www.hagalil.com)

Inhalt
Inhalt: Debatten im Weimarer Reichstag Parteien zur «jüdischen Frage» Wahnvorstellung der jüdischen Weltherrschaft Der «Ostjude» als innerer Feind Abgeordnete jüdischer Herkunft Parlamentarierinnen Parlamentarische Kommunikation Wandel des Sagbaren Sprachanalyse Politische Kultur Sedimentierung des Antisemitismus Sprache der Judenfeindschaft.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783631651483
    • Editor Uwe Puschner
    • Sprache Deutsch
    • Größe H216mm x B153mm x T33mm
    • Jahr 2014
    • EAN 9783631651483
    • Format Fester Einband
    • ISBN 978-3-631-65148-3
    • Veröffentlichung 28.10.2014
    • Titel Antisemitismus im Reichstag
    • Autor Susanne Wein
    • Untertitel Judenfeindliche Sprache in Politik und Gesellschaft der Weimarer Republik
    • Gewicht 785g
    • Herausgeber Peter Lang
    • Anzahl Seiten 528
    • Lesemotiv Verstehen
    • Genre Geschichts-Lexika
    • Features Dissertationsschrift
    • Auflage 14001 A. 1. Auflage

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