Antisemitismus und Ahasver

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Details

Im Zentrum steht die Frage der literaturwissenschaftlichen Bestimmung der jüdischen Figur'. Der Ewige Jude Ahasverus dient als Projektionsfolie. Autoren entwerfen ihre Figuren auf Basis von Ahasvers Kern-Mythologemen. Leser rezipieren diese Figuren anti- bzw. prosemitisch. Das Werk stellt diesbezüglich verschiedene Figurentypen zur Diskussion.


Zentraler Gegenstand dieses Buchs ist die Figur des wandernden Juden Ahasver, die 1602 im Flugblatt der Kurzen Beschreibung eingeführt wurde, später zahlreiche literarische Werke inspiriert hat und zum Mythos wurde. Aus figurentheoretischer und rezeptionstheoretischer Perspektive versucht der Band herauszufinden, welche literarischen Merkmale die Figur über ca. 400 Jahre zu einem der meistdiskutierten Gestalten des Literarischen Antisemitismus' werden ließen. An ausgewählten Texten wird untersucht, wie die Figur für bzw. gegen den Antisemitismus in der Literatur verwendet wurde. Dabei werden verschiedene Figuren-Typen herausgearbeitet, die als Ahasvers Abkömmlinge' Aufschluss über die Sicht auf vermeintlich jüdische Figuren in der deutschsprachigen Literatur geben können.


Autorentext

Bernd Appel ist promovierter Germanist und Literaturhistoriker. Seine Forschungsschwerpunkte sind literarische Figuren und deren Rezeptionsgeschichte. Die vorliegende Studie wurde an der Universität Hamburg vorgelegt und entstand im Zuge der Mitarbeit in der dort angebundenen Graduiertenschule.


Inhalt

Bernd Appel- Inhalt-1 Einleitung jüdische Figuren und Ahasverus-2 Die Forschungslage zu Ahasver-3 Die Forschungslage zum Antisemitismus-4 Ahasvers Vorläufer-5 Die Ahasver-Flugschriften vom einzelnen Frevler zum Bekenner wider die Juden-6 Ahasvers Wanderungen durch die Welt die Ahasver-Sagen-7 Die erfolgreiche Befreiung? Ahasver bei Goethe und Schubart-8 Achim von Arnims Halle und Jerusalem (1811) und die Wiederkehr des antijüdischen Ahasver in der Deutschsprachigen Literatur-9 Julius Mosens Episches Gedicht (1838) Ahasver zwischen Jude und Mensch-10 Die Geburt des Ewigen Juden in der Literatur zur Selbstcharakterisierung jüdischer Figuren als Neuer Ahasver in Fritz Mauthners Der neue Ahasver (1882) -11 Frank Wedekind und die Entmenschlichung des Neuen Ahasver-12 Entmenschlichung II Ewige Juden und Maschinen in Lion Feuchtwangers Erzählung Gespräche mit dem Ewigen Juden (1920)- 13 Die Erlösung Ahasvers im Tod Dichtungen vom Ewigen Juden bei Gertrud Kolmar-14 Nach-Ahasver zur Figur des Ewigen Juden bei Nelly Sachs-15 Literarischer Antisemitismus' und Ahasver als Figuration des Fremden ein Fazit-16 Literaturverzeichnis

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Editor Bernhard Jahn
    • Titel Antisemitismus und Ahasver
    • Veröffentlichung 22.09.2022
    • ISBN 978-3-631-88120-0
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783631881200
    • Jahr 2022
    • Größe H216mm x B153mm x T31mm
    • Autor Bernd Appel
    • Untertitel Der «Ewige Jude» als literarische Fiktion des «Anderen»
    • Gewicht 740g
    • Auflage 22001 A. 1. Auflage
    • Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 490
    • Herausgeber Peter Lang
    • GTIN 09783631881200

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