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Bin ein Landschafter
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Vor dem Ende des Ersten Weltkriegs wird Krummen in einer Johannisnacht unehelich geboren, seine Mutter stirbt im Kindbett. Er wird mehrmals verdingt und umhergeschoben, lernt, beherrscht und erweitert ohne fremde Hilfe das Grosse Einmaleins, liebt die ernste Musik und bleibt doch ein Leben lang Krummen, der Knecht. Seinetwegen werden Bauern von wild gewordenen Stieren auf die Hörner genommen. In Krummens Gegenwart geraten Mägde und Bäuerinnen in ein Gefühlschaos. Als er später vor dem Militärgericht erscheinen muss, schmilzt auf einmal das Gold von den Achseln und Mützen der Auditoren. Im Etablissement «Zum Dicken Fuchs» wird für ihn Gustav Mahler gespielt, und drei übriggebliebenen Pensionären des aufgehobenen Asyls gelingt es, das von missgünstigen Bauern verursachte Loch in der Kasse der Theater spielenden Knechte und Mägde zu stopfen. Für die alten Dienstboten organisiert Krummen eine letzte Reise in den Jura. Auf der Fahrt danken ihm die jetzt zu Mitgliedern des Verbandes landwirtschaftlicher Angestellter gewordenen Frauen und Männer mit der Erkenntnis, dass in Neuchâtel Neuenburg ist, der Liebe Gott der Bauern das erste Hörgerät trug, Zwingli, Calvin und Luther im Dienste bigotter Bauern dafür sorgten, dass die Knechte und Mägde nicht mehr zur Frühmesse mussten und die Meister neben ihren Frauen weiterhin unbeschadet katholisch ausschlafen konnten. Krummen, der Hauptprotagonist in Heinz Stalders herrlich buntem Kaleidoskop seltsamer, skurriler Figuren vom Land, würde wohl als männliches Pendant von Sigmund Løvåsens Mamsell Iversen aus der norwegischen Hedmark ohne weiteres durchgehen.
Der Kunstmaler und Holzschneider Joseph Haas wurde am 27. Januar 1889 in Sachseln (OW) geboren. Bekannt geworden ist er als Giuseppe Haas-Triverio. Den Künstlernamen hat er nach der Heirat mit Secondina Triverio angenommen, die aus Biella im Piemont kam. Nach einer Flachmalerlehre und Wanderjahren als Geselle zog er 1911 nach Rom. Dort leitete er eine Gruppe von Malern in einem grossen Hotel. Wenn immer möglich, besuchte er in der Freizeit Museen, Galerien und Bibliotheken oder streifte durch die weite Landschaft. Italien wurde zur zweiten Heimat, die sein künstlerisches Schaffen stark prägen sollte. 1923 entschied er sich die gesicherte Existenz aufzugeben und wurde freischaffender Künstler. Auf seinen Reisen lernte er viele Länder Europas kennen, später ging er zu Studienzwecken nach Nordafrika. Der Faschismus in Italien und die schlechte wirtschaftliche Lage zwangen ihn 1941 an den Sarnersee zurückzukehren. Haas-Triverios Werk umfasst vor allem Landschaften und menschliche Behausungen. Ebenfalls eindrücklich widerspiegeln die Blumenbilder und Hochgebirgsdarstellungen seine tiefe Beziehung zur Natur. Nationale und internationale Anerkennung erhielt der Künstler vor allem für die Holzschnittarbeiten. Giuseppe Haas-Triverio verstarb am 9. Juli 1963.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783905969184
- Editor Stiftung Giuseppe Haas-Triverio
- Jahr 2013
- EAN 9783905969184
- Format Gebunden
- ISBN 978-3-905969-18-4
- Veröffentlichung 31.03.2013
- Titel Bin ein Landschafter
- Autor Giuseppe Haas-Triverio
- Herausgeber Wallimann
- Anzahl Seiten 160
- Genre Epochen- & Kunstgeschichte
- Auflage 03.2013