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Bircher-Benner 20 Handbuch für die Überwindung von Angst und Depression
Details
Ängste und Depressionen haben viele Gesichter und bedeuten unsägliches Leid. Dieses Buch ist für Menschen geschrieben, die nach einem Weg suchen, um ihr Leiden von Grund auf und dauerhaft zu heilen. Es beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung und auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Naturheilkunde, sowie der psychiatrischen und der psychologischen Wissenschaft. Eingehend erklärt es die Ursachen der verschiedenen Arten der Angst und der Depression und einen gangbaren Weg, der es möglich macht, aus solcher Hoffnungslosigkeit und Abhängigkeit herauszufinden und wieder Sinn und Freude im Leben zu finden. In faszinierender Weise zeigt es Wege auf zur Erkenntnis seiner selbst und zum Verständnis anderer Menschen und zum Überwinden erlebter Traumen, sowie zum Erkennen der Ursachen des eigenen Leidens. Es zeigt ganz neue, noch weitgehend unbekannte Wege auf, zu einer echten, dauerhaften Heilung: ein Buch, das sich für Jeden Menschen lohnt, der an Ängsten oder an einer Depression leidet und für alle, die ihnen helfen möchten. Für den Arzt und Therapeuten ist dieses Buch eine grosse Hilfe bei der Begleitung und Therapie seiner Patienten.
Autorentext
Angaben zur Person: Über den Autor: Dr.med. Andres Bircher ist Enkel von Dr.med. Maximilian Bircher-Benner. Nach dem Medizinstudium in Zürich und Genf, zehnjährige Tätigkeit als Spitalarzt in Anästhesiologie, Intensivmedizin, Rettungswesen, Chirurgie, Kinderheilkunde, Psychosomatik, Hämatologie, Geriatrie, Psychiatrie und Psychotherapie, als Facharzt an Zürcher Universitätskliniken in leitender Position. Lehranalyse bei Brian Kenny. Chefarzt einer Klinik für Innere Medizin in Zürich und später in der Westschweiz, Studium und Facharztausbildung in TCM und Akupunktur in Wien, Neuraltherapie, Manualtherapie, klassische Homöopathie, Ausbildung zum deutschen Facharzt in Balneologie, Klimatologie und physikalische Medizin. Wissenschaftliche Arbeiten über die Nahrungsenergie, Diätetik und die Wirkungen der regulativen Medizin. Ärztlicher Leiter des medizinischen Zentrums Bircher-Benner
Leseprobe
Vorwort Jeder Mensch hat bisweilen Angst, aber jeder Achte unter uns leidet ständig unter Ängsten und dies bedeutet unsägliches Leid. Nicht immer ist die Angst, die wir fühlen, unserer Lebenssituation angemessen. Erleben wir eine reale Bedrohung, so nennt man dies Furcht. Wenn wir uns fürchten, ist es oft, wenn auch nicht immer, möglich, uns gegen die Bedrohung zu wehren. Angst ist anders. Angst steigt aus den dunklen Tiefen unserer unbewussten Seele in unser Bewusstsein auf und ergreift unser ganzes Wesen. Noch ahnen wir nicht, woher sie kommt. Gerade darum fühlen wir uns ohnmächtig ausgeliefert. Hinter jeder Angst ist eine Idee verborgen. Darum sollten wir uns, wenn immer wir Angst haben, uns fragen: Was ist das Allerschlimmste, das uns geschehen könnte? Oft wagen wir uns kaum, dahin zu denken. Doch ist gerade die Antwort auf diese Frage der Schlüssel zum Verständnis dessen, was uns plagt. Denn in unserer unbewussten Seele gibt es ein Geheimnis, das nicht zur Ruhe kommt. Dieses Geheimnis will verstanden sein. Manchmal, nicht immer, gelingt es uns zu erkennen, dass die Angst eigentlich in unserer realen Situation gar nicht berechtigt ist, dass sie eine Illusion ist, die uns plagt. Wenn wir uns die ganze Ahnenkette vorstellen, wird uns unheimlich. Sie reicht Millionen Jahre zurück. Da hinterliessen unsere Vorfahren ihre Spuren in unserer unbewussten Seele. Manchmal erscheinen sie in Träumen, als bedrohliche Gestalten und Symbole. So kommt es, dass kleine Kinder von Krieg und Drachen träumen, die so etwas nie gesehen, noch nie davon gehört haben, sind doch die Dinosaurier längst von der Erde verschwunden. Einst kam ein junger Franzose in unsere Sprechstunde, der an quälendem Tinnitus litt. Wenn immer er ihn vernahm, ergriff ihn grosse Angst. Da geschah es, dass er während einer neuraltherapeutischen Behandlung in seinem inneren Auge plötzlich einen Strassengraben sah, in welchem Blut floss. Und in der folgenden Nacht erschien ihm im Traum sein Grossvater, alt und gebrechlich, der einst erzählt hatte, dass er im Grabenkrieg von Verdun kämpfen musste und dass in den Strassengräben das Blut der Toten floss. Da er dies nun erkannt hatte, verschwand sein Tinnitus und quälte ihn keine Angst mehr. Nur selten konnten Menschen, die den Krieg erlebt hatten, darüber berichten. Zu tief hatte sich das Trauma dieser organisierten Brutalität unter Menschen in ihre Seele eingegraben. Aber oft litten ihre Nachkommen an Verfolgungsangst, Todesangst, Erstickungs- oder Platzangst. Können wir unsere Ängste nicht heilen, bevor wir Kinder haben, so findet man diese bei unseren Kindern wieder. Ängste werden epigenetisch weitervererbt, nicht durch eine Änderung der Gensequenzen, sondern dadurch, dass solche Traumen sich wie ein molekulares Gedächtnis in die Aktivität der Gene, in die Genexpression, einprägen. Eine ältere Frau lebte täglich geplagt von Ängsten. Ihre Mutter war als Waisenkind aufgewachsen, denn als diese noch ganz klein war, stürzte während der Weih-nachtsfeier die Empore der Kirche ein und begrub ihre Grosseltern und alle Geschwister ihrer Mutter unter sich. Hinzu kam, dass eines Tages ihre eigenen Brüder in der Schreinerei ihres Vaters mit Feuer spielten und beide mitsamt der ganzen Schreinerei verbrannten. Nun hatten die Eltern nicht nur zwei Söhne verloren, auch ihre ganze Existenz. Stets fiel es ihr schwer, ihr Haus zu verlassen, denn es war der einzige Ort, wo sie noch etwas Sicherheit fühlte und wann immer sie fortging, suchte sie in panischer Angst nach ihrem Schlüssel, um sich der Zuflucht ihres Hauses sicher zu sein. Als wir im Mutterleib waren, gab es stets Wärme und Geborgenheit. Aber wir waren ungeschützt gegen Ängste der Mutter und gegen alle Traumen, die sie erlebte. Und falls es bei der Geburt an Sauerstoff fehlte, hinterliess auch dies tiefe Spuren in der kindlichen Seele. Diese können sich später im Leben als Erstickungsangst oder als Platzangst, als Klaustrophobie äussern. Nach der Geburt ist plötzlich die Wärme und Geborgenheit verschwunden. Erstmals erleben wir als Säugling die Schwerkraft, dass man fallen könnte. Noch können wir die Mutter nicht als ganze Person erkennen. Mit warmen Händen werden wir gehalten. In Panik suchen wir nach der mütterlichen Brust. Kommt zu viel Milch, so meinen wir zu ersticken. Haben wir Hunger oder finden nicht gleich die Brust, so schreien wir in Panik und meinen zu verhungern. Nun erleben wir eine gute Brust, die uns stillt und eine böse Brust, die uns hungern lässt. Beide können wir noch nicht zusammenbringen. Die stillende Brust stärkt unseren Lebenstrieb, unsere Libido, die böse Brust unseren Todestrieb, unsere Angst und Aggressivität. Während des Stillens spiegelt sich unser eigenes Wesen in den Augen der Mutter. Darum sollte ihr Blick immer auf die Augen des Kindes gerichtet sein. Schaut sie beim Stillen fern, liest oder unterhält sie sich mit Anderen, so können beim Kinde narzisstische Störungen entstehen. Das Gesicht der Mutter erlebt das Kind als Teilobjekt, verbunden mit der Empfindung mütterlicher Nähe, Wärme und Geborgenheit. Noch kann die kindliche Seele nur Teile erkennen, nicht die Mutter als ganze Person und auch nur Teile seiner Umwelt. Dies bleibt so, bis es 4 bis 6 Monaten alt ist. Darum hat diese Zeit gewisse Ähnlichkeit mit einer Schizophrenie. Darum bezeichnete die Kinderanalytikerin Melanie Klein dieses Entwicklungsstadium als paranoid-schizoide Position. Wird dieses Stadium der Entwicklung nicht ganz überwunden, so kann dies zur Ursache einer schizoiden Persönlichkeit oder einer späteren Schizophrenie werden. Aggressiv sucht der Säugling seine Beruhigung gegen seine Todesangst. Noch meint er, er müsse alles selbst bewältigen, alles müsse in seiner Macht stehen. Ereignissen, die Furcht erregen, ist er schutzlos ausgeliefert. Ungehindert durchdringen sie sein unbewusstes, kindliches Wesen. Wird die Angst unerträglich, so projizier…
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783906089300
- Sprache Deutsch
- Größe H207mm x B146mm x T13mm
- Jahr 2022
- EAN 9783906089300
- Format Kartonierter Einband (Kt)
- ISBN 978-3-906089-30-0
- Veröffentlichung 23.01.2023
- Titel Bircher-Benner 20 Handbuch für die Überwindung von Angst und Depression
- Autor Andres Bircher
- Untertitel Handbuch für die Überwindung von Angst und Depression
- Gewicht 308g
- Herausgeber Edition Bircher-Benner
- Anzahl Seiten 149
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Nichtklinische Fächer