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Das Unbehagen des Helden
Details
Auf seinem Aventiurenweg lernt der Artusheld Erec, Mitgefühl mit dem Leiden anderer zu empfinden. Am Anfang dieses Weges steht allerdings für ihn das quälende Gefühl der Scham nach einer öffentlichen Demütigung. Beide Gefühle aber beruhen auf dem Vermögen, eine selbstreflexive Distanz einzunehmen. Ein Vergleich mit der französischen Vorlage Hartmanns, Chrétiens Erec et Enide, unter emotionstheoretischem Blickwinkel vermag hier zu zeigen, daß der deutsche Dichter mit dem Gewinn von Selbstherrschaft auch neue Räume von Selbstzweifeln, Schuld und Scham eröffnet. Insofern lassen sich an Hartmanns Erec Tendenzen eines Rationalisierungsprozesses ablesen, in dem die Verinnerlichung gesellschaftlicher Normen einhergeht mit der Errichtung negativer Innenwelten sowie einem wahrnehmbaren Verlust an Bindungsgefühlen.
Autorentext
Die Autorin: Irmgard Gephart studierte Philosophie, Pädagogik und Germanistik an der Universität Düsseldorf und lehrte u. a. in Düsseldorf und Bonn. Sie habilitierte sich 2003 an der Universität Wien und ist Autorin diverser Publikationen zur mittelhochdeutschen Literatur und ihrer Rezeption.
Inhalt
Aus dem Inhalt: Der Blick der Königin - Vereinzelung, Schuld und Strafe in Tulmein - Triebkontrolle und Getriebensein - Weibliche Angst und männliche Aggression - Leiden und Mitleiden - Enite und die Pferde - Der Verlust höfischer Freude und die Gewinnung von Empathie.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Titel Das Unbehagen des Helden
- Veröffentlichung 15.06.2005
- ISBN 978-3-631-54114-2
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783631541142
- Jahr 2005
- Größe H210mm x B148mm x T7mm
- Autor Irmgard Rüsenberg
- Untertitel Schuld und Scham in Hartmanns von Aue "Erec"
- Gewicht 162g
- Auflage 05001 A. 1. Auflage
- Features Habilitationsschrift
- Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 116
- Herausgeber Peter Lang
- GTIN 09783631541142