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Dem Holocaust entkommen
Details
Über 230.000 polnische Juden überlebten den Zweiten Weltkrieg im Inneren der Sowjetunion. Viele waren der nationalsozialistischen Verfolgung durch rechtzeitige Flucht auf sowjetisches Territorium entkommen. Andere wurden gegen ihren Willen von der sowjetischen Geheimpolizei in das Landesinnere der UdSSR verschleppt, wo sie in abgelegenen Siedlungen unter schwierigen Lebensbedingungen Zwangsarbeit verrichteten. Die Mehrheit der polnischen Juden hatte sich allerdings im Rahmen der Evakuierung sowjetischer Staatsbürger 19411942 aus den Frontgebieten in den Süden der UdSSR durchgeschlagen. Dort hielten sich die meisten polnisch-jüdischen Exilanten bis zur Rückkehr nach Polen im Jahre 1946 auf.
Die Studie untersucht Erfahrungen polnischer Juden im Zeitraum von 1939 bis 1946. Der Fokus liegt dabei auf den Jahren in den zentralasiatischen Sowjetrepubliken, wo hunderttausende polnische Juden täglich um ihr Überleben als Fremde in einem von Krieg, Armut und politischem Terror gezeichneten Land kämpfen mussten. Ihre Geschichte an der »Peripherie des Holocaust« (Yehuda Bauer) erweitert den Horizont jüdischer Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg um die Erlebnisse im sowjetischen Exil.
Autorentext
Markus Nesselrodt , Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783110763805
- Sprache Deutsch
- Auflage 21001 A. 1. Auflage
- Größe H230mm x B155mm x T28mm
- Jahr 2021
- EAN 9783110763805
- Format Kartonierter Einband
- ISBN 978-3-11-076380-5
- Veröffentlichung 23.09.2021
- Titel Dem Holocaust entkommen
- Autor Markus Nesselrodt
- Untertitel Polnische Juden in der Sowjetunion, 19391946
- Gewicht 663g
- Herausgeber De Gruyter Oldenbourg
- Anzahl Seiten 390
- Lesemotiv Auseinandersetzen
- Genre Judentum