Der erschöpfte Staat

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Details

In den 1960er Jahren traute sich der Staat etwas zu: Die Gesellschaft und ihre Institutionen sollten moderner und Krisen vorausschauend gemanagt werden. Die USA riefen den »Krieg gegen die Armut« aus und legten dazu ambitionierte Programme auf. Spätestens mit der Wahl Ronald Reagans zum Präsidenten war es damit vorbei; das staatliche »Biest« sollte »ausgehungert« werden.

Ein bislang nicht ausreichend gewürdigtes Motiv dieser Staatskritik ist Gegenstand von Ariane Leendertz' großer Studie: der Diskurs uber Komplexität. Die soziale Welt sei letztlich viel zu kompliziert und unüberschaubar, es gebe immer überraschende Wechselwirkungen und nicht intendierte Folgen; staatliche Eingriffe, so die Rhetorik, würden alles nur noch schlimmer machen.

Seit den 1960er Jahren erodierte, wie die Historikerin zeigt, die Überzeugung, mithilfe des Staates gesellschaftliche Probleme lösen zu können. Ihre Studie zeichnet diesen Prozess anhand der Debatten über Komplexität und Regierbarkeit und der Geschichte der Urban Policy in den USA nach.

Mit ihrem Buch gelingt es Ariane Leendertz auf bestechende Weise, den Wandel von Staatlichkeit und die Verbindung zwischen neoliberaler Theorie und politischer Praxis zu veranschaulichen.

Autorentext
Ariane Leendertz, PD Dr., ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München. Zuvor war sie Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln.

Klappentext

Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts hat sich die Rolle des Staates in den westlichen Demokratien tiefgreifend verändert. Besonders einflussreich waren dabei neoliberale Ideen und Konzepte, die staatliche Interventionen reduzieren und Marktkräfte fördern sollten. Ariane Leendertz stellt die USA in den Mittelpunkt und zeichnet nach, wie dort seit den 1960er Jahren die Überzeugung erodierte, mithilfe des Staates gesellschaftliche Probleme lösen zu können. Das Buch verfolgt die Erschöpfung problemlösender Politik in den zeitgenössischen sozialwissenschaftlichen Diskussionen und in der konkreten politischen Praxis der 1970er, 1980er und 1990er Jahre. Der politischen Problemlösung brachen seit 1970 die theoretischen Grundlagen weg. Mit Ronald Reagans Wahlsieg trug die Lobbyarbeit neoliberaler Netzwerke Früchte. Im Politikfeld der Urban Policy gelang seiner Regierung eine institutionelle Revolution, die sein Nachfolger Bill Clinton nicht revidieren konnte und wollte.


Inhalt
Einleitung 9
1 Der Staat und die Urban Crisis 37
2 Die Entdeckung sozialer Komplexität 71
3 Komplexität und Regierbarkeit 111
4 Urban Policy und Urban Crisis in den 1970er Jahren 153
5 National Urban Policy 195
6 Institutionelle Weichenstellungen unter Ronald Reagan 261
7 Die neue Philosophie der Urban Policy 307
8 New Public Management und der Boom der 1990er Jahre 379
Fazit 425
Quellen und Literatur 435
Abkürzungsverzeichnis 480

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Titel Der erschöpfte Staat
    • Veröffentlichung 13.10.2022
    • ISBN 978-3-86854-365-0
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783868543650
    • Jahr 2022
    • Größe H225mm x B150mm x T41mm
    • Autor Ariane Leendertz
    • Untertitel Eine andere Geschichte des Neoliberalismus
    • Genre Zeitgeschichte (1946 bis 1989)
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 480
    • Herausgeber Hamburger Edition
    • Gewicht 772g
    • GTIN 09783868543650

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