Der ideale Richter

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Details

Die Frage, welche Vorstellungen vom Richter und von der Funktionsweise des höchsten Gerichts in den Medien zirkulierten und wie diese Vorstellungen sowohl das richterliche Selbstverständnis als auch die breite Öffentlichkeit prägten, steht im Zentrum der vorliegenden Studie. Sie liefert damit einen unkonventionellen Beitrag zur Geschichte der Institution Justiz. Der Autor untersucht Bilder der Bundesrichter in der medialen Öffentlichkeit von 1875 bis 2010. Dabei stützt er sich auf eine Quellengattung, die nicht über die richterliche 'Realität', sondern vielmehr über richterliche Idealbilder Aufschluss gibt. Die Studie beruht auf einer Vielzahl von Würdigungstexten über Bundesrichter, welche zu Anlässen wie Tod, Rücktritt, Amtsjubiläum, Geburtstag oder akademischer Ehrung in den Medien erschienen sind. Das umfangreiche, nach einem diskursanalytischen Ansatz Foucault'scher Prägung ausgewertete Textkorpus ermöglicht es, Merkmale und Wandel des Richterbildes sowie Erwartungen an die oberste Justiz und Vorstellungen von ihrer Aufgabe und Rolle in der medialen Öffentlichkeit nachzuzeichnen. Des Weiteren wird die Reichweite und Wirkmächtigkeit dieses Diskurses dargestellt. So zeigt der Autor auf, wie prägend diese Idealvorstellungen für das richterliche Selbstverständnis waren und sind und wie stark sie einer breiten Öffentlichkeit bis in die jüngste Zeit den Rahmen des Sag- und Denkbaren vorgeben.

Autorentext
Stephan Aerschmann studierte Geschichte und Philosophie in Fribourg, Bern und Paris und promovierte in Zürich. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Luzern und als Gymnasiallehrer in Fribourg.

Inhalt
Einleitung Untersuchungsfeld Stand der Diskussion Bundesgericht und Öffentlichkeit Untersuchungsrahmen Quellen und Fragestellung Methode Korpusbildung Darstellung und Aufbau Justiz und Politik Enge Beziehung zwischen Justiz und Politik Justiz: Antithese zur Politik Personelle Verflechtung und Antithese zur Politik Nichtpolitiker Ehemalige Politiker Fallbeispiel: Gerichtsurteile zur Einbürgerung (2003) Theoretiker und Praktiker Veränderung der Richterprofile Harmonische Verbindung von Theorie und Praxis Theoretiker: Wissenschaftlich fundierte Praktiker Primat der Praxis Richterliche Tätigkeit Eine eindeutige Angelegenheit? Kontroversen Sichere und klare Urteile Richterliche Orientierungskriterien Rechtsgefühl, Naturrecht und gesunder Menschenverstand Praktikabilität und Lebenswirklichkeit Der Mensch steht im Mittelpunkt Rechtliche Vorgaben Fallbeispiel: Gerichtsurteil Elisabeth Kopp (1990) Rechtsentwicklung Richteramt, Charakter und Lebensführung Richterliche Selbstbeschreibungen Typische Charaktermerkmale und Lebensführung Still und bescheiden Arbeitsam und einsatzbereit Hilfsbereit und liebenswürdig Angesehen und bekannt Gebildet und kultiviert Fallbeispiel: Spuckaffäre Martin Schubarth (2003) Der Richter als eigenwillige Persönlichkeit Der Richter als zügiger Entscheider Fazit und Ausblick

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Autor Stephan Aerschmann
    • Titel Der ideale Richter
    • Veröffentlichung 30.06.2014
    • ISBN 978-3-0340-1169-3
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783034011693
    • Jahr 2014
    • Größe H225mm x B155mm x T18mm
    • Untertitel Schweizer Bundesrichter in der medialen Öffentlichkeit (18752010)
    • Gewicht 460g
    • Herausgeber Chronos Verlag
    • Auflage 30.10.2013
    • Genre Kulturgeschichte
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 276
    • GTIN 09783034011693

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