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Der Mensch ohne Gesicht
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EDO40KEAP85
Geliefert zwischen Mi., 28.01.2026 und Do., 29.01.2026
Details
Friedrich Böttiger entwickelt im Sinne der kritischen Theorie von Marx, Adorno und Marcuse eine Kritik an der linken wie rechten Identitätspolitik. Denn die postmodernen Ansätze scheinen den Einfluss, den Politik, Gesellschaft und Ökonomie auf die Identitätsbildung und Identitätspolitik haben, zu wenig zu berücksichtigen. In einer Gesellschaft, in der die Individuen im Sinne von Konkurrenz und Wettbewerb vereinzelt gegeneinander um Arbeitsplätze streiten, bzw. als wertneutrale Konsumenten die Projektionsfächer der Werbeindustrie darstellen, ist Identität als subjektive Konstruktion von Wirklichkeit sowie ihre Überhöhung gesellschaftlich gewollt. Indem die bestehende Ordnung als Rahmen politischer Aktivität akzeptiert wird, ist nicht mehr die Revolution, ein Umsturz der ausbeuterischen Verhältnisse das Ziel, sondern die konstruktive Kritik, die auf eine Durchsetzung von Partikularinteressen hinausläuft. Identitätspolitik erscheint somit als konformistische Rebellion und Ausdruck von politischer Integration, als Ausdruck neuer deutscher Spießigkeit, die nicht mehr in der Lage ist den Gesamtzusammenhang zu erkennen. Als Alternative stellt das Buch der Identität das Selbstbewusstsein entgegen. Das Individuum soll sich sich in seinem Zusammenhang zu Gesellschaft und Ökonomie selbst erkennen.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783865693440
- Sprache Deutsch
- Auflage 1. A.
- Größe H190mm x B115mm
- Jahr 2022
- EAN 9783865693440
- Format Buch
- ISBN 978-3-86569-344-0
- Veröffentlichung 21.02.2022
- Titel Der Mensch ohne Gesicht
- Autor Friedrich Böttiger
- Untertitel Kritik der Identitätspolitik
- Herausgeber Alibri Verlag
- Anzahl Seiten 188
- Lesemotiv Auseinandersetzen
- Genre Sachbücher Politik
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