Der Roman Noir und die populäre Unterwelt moderner Literatur: Dashiell Hammett, William Faulkner und Graham Greene

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Details

Der hartgesottene Detektiv, die Femme fatale, der Gangster Figuren, die uns aus Hollywoods Schwarzer Serie bestens bekannt sind. Seit den frühen zwanziger Jahren bevölkerten sie jedoch bereits die Seiten amerikanischer Pulp-Magazine und fanden ihren Weg in das aus diesen Heften hervorgegangene Genre des Roman Noir. Dabei entwickelte sich die literarische Gattung mit ihren Protagonisten und Plots, aber auch mit ihrer Stilistik überraschenderweise in gegenseitiger Beeinflussung mit einer oft als anspruchsvoller empfundenen «Hochliteratur». Das Ziel dieser Untersuchung ist eine Analyse der Schnittstelle eines oft elitären erzählerischen Modernismus und der zum Teil sensationalistischen Massenware der zwanziger und dreißiger Jahre. In diesem Zeitalter eines ausgesprochen filmischen Erzählens auf Papier und Leinwand können zudem andere mediale Kontexte wie heute vergessene Filmzyklen vor der Etablierung des Motion Picture Production Code nicht als Bezugspunkte ausgeblendet werden. Unter dieser Fragestellung erscheint Dashiell Hammett nicht mehr als zufällig schreibender Pinkerton-Detektiv, sondern als bewußter Künstler. William Faulkner, der große Experimentator und Erneuerer der amerikanischen Literatur, ließ sich offenbar stärker als bisher angenommen von populären Genres inspirieren, und Graham Greenes Brighton Rock kann man mit Gewinn als eine britische und noch dazu anglo-katholische Antwort auf die amerikanischen Pionierleistungen des Genres lesen. Dabei zeigen sich in den Texten gewisse Ressentiments, die von dem ungewissen kulturellen Status des Roman Noir in der Literaturkritik zeugen.

Autorentext

Der Autor: Markus Koch, geboren 1970, Studium der Anglistik, Publizistik und Soziologie. Tätigkeit in der Medienanalyse und als freier Kultur- und Filmjournalist. Mehrjährige Mitarbeit im Sonderforschungsbereich «Internationalität nationaler Literaturen» an der Universität Göttingen. Promotion an der Universität Kassel. Forschungsinteressen in den Bereichen moderner angloamerikanischer Literatur, Populärkultur und der Literatur der amerikanischen Südstaaten.


Klappentext

Der hartgesottene Detektiv, die Femme fatale, der Gangster - Figuren, die uns aus Hollywoods Schwarzer Serie bestens bekannt sind. Seit den frühen zwanziger Jahren bevölkerten sie jedoch bereits die Seiten amerikanischer Pulp-Magazine und fanden ihren Weg in das aus diesen Heften hervorgegangene Genre des Roman Noir. Dabei entwickelte sich die literarische Gattung mit ihren Protagonisten und Plots, aber auch mit ihrer Stilistik überraschenderweise in gegenseitiger Beeinflussung mit einer oft als anspruchsvoller empfundenen «Hochliteratur». Das Ziel dieser Untersuchung ist eine Analyse der Schnittstelle eines oft elitären erzählerischen Modernismus und der zum Teil sensationalistischen Massenware der zwanziger und dreißiger Jahre. In diesem Zeitalter eines ausgesprochen filmischen Erzählens auf Papier und Leinwand können zudem andere mediale Kontexte wie heute vergessene Filmzyklen vor der Etablierung des Motion Picture Production Code nicht als Bezugspunkte ausgeblendet werden. Unter dieser Fragestellung erscheint Dashiell Hammett nicht mehr als zufällig schreibender Pinkerton-Detektiv, sondern als bewußter Künstler. William Faulkner, der große Experimentator und Erneuerer der amerikanischen Literatur, ließ sich offenbar stärker als bisher angenommen von populären Genres inspirieren, und Graham Greenes Brighton Rock kann man mit Gewinn als eine britische und noch dazu anglo-katholische Antwort auf die amerikanischen Pionierleistungen des Genres lesen. Dabei zeigen sich in den Texten gewisse Ressentiments, die von dem ungewissen kulturellen Status des Roman Noir in der Literaturkritik zeugen.


Inhalt

Aus dem Inhalt: Der Roman Noir: Trivialliteratur oder ein Genre mit literarischem Anspruch? - Hochglanzzeitschriften und Pulp-Magazine - Hammetts Maltese Falcon: Kampf um kulturelle Autorität - Figuren: Die Femme fatale, der Detektiv und der Gangster - Faulkners Sanctuary als Roman Noir - Popkulturelle Bezüge und Hintergründe - Verfilmung des Romans als The Story of Temple Drake - Greenes Brighton Rock als Adaptation des amerikanischen Modells des Roman Noir - «Entertainment»: Eine kulturell ungewisse Position.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Titel Der Roman Noir und die populäre Unterwelt moderner Literatur: Dashiell Hammett, William Faulkner und Graham Greene
    • Veröffentlichung 29.06.2004
    • ISBN 978-3-631-52514-2
    • Format Kartonierter Einband
    • EAN 9783631525142
    • Jahr 2004
    • Größe H210mm x B148mm x T21mm
    • Autor Markus Koch
    • Gewicht 486g
    • Auflage 04001 A. 1. Auflage
    • Features Dissertationsschrift
    • Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 376
    • Herausgeber Peter Lang
    • GTIN 09783631525142

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