Wir verwenden Cookies und Analyse-Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und für Marketingzwecke. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung.
Der Teufel im Gesangbuch
Details
Die vorliegende Dissertation behandelt erstmals monographisch die Darstellung des Teufels in Gesangbuchtexten. Unter Einbezug linguistischer Verfahren werden die Liedtexte darauf befragt, in welcher Weise der Satan in Erscheinung tritt; was er tut; wie er ist; in welchen Konstellationen zu anderen Akteuren er auftritt. Darüber hinaus werden die Texte mit Vorstellungen aus der biblischen und dogmengeschichtlichen Tradition abgeglichen, um Schlussendlich die These aufzustellen, dass im Kirchenlied eine angemessene Form eines aufgeklärten (nicht nur evangelischen) Exorzismus gegeben ist.
Die Studie stellt die Frage nach dem satanologischen Gehalt evangelischer Kirchenlieder am Beispiel des Evangelischen Gesangbuchs, ergänzt durch Betrachtungen des Gesamtliederwerkes von Martin Luther und Paul Gerhardt. Sie verfolgt damit eine hymnologisch wenig beachtete Spur und möchte zu einem bewussten Umgang mit der eigenen Tradition und der darin bewahrten Theologie bzw. Satanologie führen. Gefragt wird nach den Eigenschaften und Handlungen des Teufels, wie sie in den Gesangbuchtexten sichtbar werden, außerdem werden sie in Beziehung gesetzt zum biblischen Zeugnis und dem der Bekenntnisschriften. Dabei kommen mithilfe linguistischer Methoden auch pragmatische Gesichtspunkte wie Kommunikationssituationen, Sprecherhandlungen und Sprechereinstellungen in den Blick: Wer spricht wo, wann, wie, was mit wem? Wie gehen die Sänger mit dem Teufel als dem personal verstandenen Bösen um: Reden sie den Teufel an? Bitten sie Gott um Hilfe? Berichten sie über den Satan? Die Untersuchung führt zu ersten Überlegungen, inwieweit Gesänge, die das Sprachbild des Teufels beinhalten, gezielt in liturgischen und poimenischen Kontexten eingesetzt werden könnten.
Autorentext
Dr. Heiko Herrmann ist Vikar in der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Connewitz-Lößnig. Seine Promotion über den "Teufel im Gesangbuch" hat er 2018 an der Universität Leipzig abgeschlossen.
Inhalt
A. Ausgangslage und Vorgehen
B. Der Teufel bei den Gesangbuchfürsten
- Der Teufel im deutschen Liedgut Martin Luthers
- Der Teufel im deutschen Liedgut Paul Gerhardts
C. Der Teufel in den Gesangbuchrubriken - Der Teufel im Weihnachtsfestkreis (EG 1-74)
- Der Teufel im Osterfestkreis (EG 75-137)
- Der Teufel in Bitt-, Lob- und Trostgesängen (EG 316-420)
- Der Teufel in Tageslaufliedern (EG 437-493)
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Komponist Heiko Herrmann
- Sprache Deutsch
- Autor Heiko Herrmann
- Titel Der Teufel im Gesangbuch
- Veröffentlichung 20.12.2019
- ISBN 978-3-7720-8691-5
- Format Fester Einband
- EAN 9783772086915
- Jahr 2020
- Größe H226mm x B164mm x T49mm
- Untertitel Eine hymnologisch-satanologische Studie über das Evangelische Gesangbuch und ausgewählte Lieder
- Gewicht 1025g
- Auflage 1. Auflage
- Genre Religiöse Schriften & Gebete
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 613
- Herausgeber Narr Dr. Gunter
- GTIN 09783772086915