Der Ursprung der slawischen Alphabete

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Details

Dieses Fachbuch widmet sich dem Ursprung der beiden slawischen Alphabete - der Glagolitiza und Kyrilliza. In diesem Zusammenhang stellt es sich der Autor zur Aufgabe zu klären, wer diese Alphabete wann verfasst hat, warum sie verfasst wurden und für welche Sprache sie bestimmt waren. Zu diesem Zweck verwendet er folgenden, bisher noch nicht verfolgten Ansatz: Zunächst werden die beiden Grafiksysteme auf vergleichende Weise objektiv und gründlich analysiert. Weiterhin untersucht der Autor die ältesten glagolitischen und kyrillischen Bücher, aus denen er wertvolle Informationen über die Zeit und den Ort ihres Schreibens und über die in ihnen verwendete altbulgarische Literatursprache erhält. Abschließend skizziert der Autor die relevanten historischen Ereignisse im diachronen Kontext.

Autorentext

Dr. Ivan Simeonov, Jahrgang 1950, ist ein berühmter bulgarischer Philologe. Der Wissenschaftler hat bisher 22 wissenschaftliche Bücher und Lehrbücher für die Universität sowie 130 wissenschaftliche Artikel zu verschiedenen sprachlichen und literarischen Themen in Bulgarisch, Deutsch, Russisch und Rumänisch veröffentlicht. Dr. Ivan Simeonov arbeitete viele Jahre in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen: Geschichte der bulgarischen Sprache und europäischen Literatur sowie kulturanalytische Linguistik. Von 2011 bis 2015 lehrte er als Gastprofessor bulgarische Sprache und Kulturanalytische Linguistik an der National University of Zaporozhye, Ukraine. Dr. Ivan Simeonov ist auch Autor des Buches "Kurze Grammatik der deutschen Sprache", das sich an Bulgaren richtet, die Deutsch lernen. Derzeit unterrichtet er neben seiner Forschung Deutsch für Bulgaren im Sprachzentrum "Logos" in Stadt Pazardzhik mit Hilfe seiner eigenen Lehrbücher und seiner eigenen Methodik.


Klappentext

Dieses Fachbuch widmet sich dem Ursprung der beiden slawischen Alphabete der Glagolitiza und Kyrilliza. In diesem Zusammenhang stellt es sich der Autor zur Aufgabe zu klären, wer diese Alphabete wann verfasst hat, warum sie verfasst wurden und für welche Sprache sie bestimmt waren. Zu diesem Zweck verwendet er folgenden, bisher noch nicht verfolgten Ansatz: Zunächst werden die beiden Grafiksysteme auf vergleichende Weise objektiv und gründlich analysiert. Weiterhin untersucht der Autor die ältesten glagolitischen und kyrillischen Bücher, aus denen er wertvolle Informationen über die Zeit und den Ort ihres Schreibens und über die in ihnen verwendete altbulgarische Literatursprache erhält. Abschließend skizziert der Autor die relevanten historischen Ereignisse im diachronen Kontext.


Leseprobe
Textprobe:Kapitel Besonderheiten des kyrillischen Alphabets:In der Glagoliza gibt es keine Buchstaben, die den kyrillischen Buchstaben ~ (je) und " (ja) entsprechen. In den glagolitischen Texten des Ortes von ~ steht überall der Buchstabe ( ), der in seiner kyrillischen Transliteration mit å übertragen wird, und des Ortes von " steht der Buchstabe #t, der dem kyrillischen Buchstabe h entspricht. Bei der kyrillischen Transliteration von glagolitischen Texten wird der Buchstabe # immer mit h übertragen.In der Glagoliza gibt es einen Buchstaben mit phonetischem Wert palatales Lauts " " (g). Dieser Buchstabe stimmt nicht mit der Kyrilliza überein. Bei der kyrillischen Transliteration von glagolitischen Texten wurde als Entsprechung dieses Buchstabens die Verwendung des Buchstabens akzeptiert.Als Buchstabe für die Bezeichnung des Doppellauts (Doppelkonsonants) " " (dz) wurde ursprünglich z im kyrillischen Alphabet verwendet. Das Zeichen ¾ wurde ursprünglich nur verwendet, um die Zahl 6 zu markieren.Es gibt zwei Buchstaben in der Glagoliza, die den Laut " " (i) bedeuten: und . In der Kyrilliza werden drei Buchstaben verwendet, um denselben Laut zu kennzeichnen: è, ³, und . Der Buchstabe _, der denselben Laut kennzeichnet, wurde im 19. Jahrhundert von Ignatiy (Vatroslav) Yagich eingeführt.Der glagolitische Buchstabe im Psalter "Psalterium Sinaiticum" ( ) wurde nicht verwendet. Stattdessen wird der Buchstabe , der in kyrillischer Transliteration mit > übertragen wird, in dieser Sammlung geschrieben, sollte aber dieser Buchstabe als reines Nasal # gelesen werden, d. h. ohne "j".Die numerischen Werte der meisten Buchstaben in den beiden Alphabeten stimmen nicht überein. Dies sollte beim Lesen von Texten aus glagolitischen Denkmälern, die in kyrillischer Transliteration angegeben sind, berücksichtigt werden.Die bisher gefundenen und erforschten altbulgarischen schriftlichen Denkmäler auf Steinsäulen und Platten, sowie auf Bechern und Siegeln machen deutlich, dass von der Gründung des bulgarischen Staates im Jahre 681 bis zum Ende des 9. Jahrhunderts n. Chr. die Sprache der Staatsverwaltung und des Schriftverkehrs war Griechisch, und die griechischen uncialen Buchstaben wurden verwendet. Dies ist eine unbestreitbare Tatsache, die erklärt, warum im neu geschaffenen kyrillischen Alphabet 16 griechische Uncialbuchstaben verwendet wurden. Die Slawen ließen sich im 5. - 6. Jahrhundert n. Chr. auf der Balkanhalbinsel nieder. Hier fanden sie eine einheimische thrakische Bevölkerung. Diese Länder waren Teil des Byzantinischen Reiches und die offizielle Sprache war natürlich Griechisch. Die Protobulgaren, angeführt von Khan Asparuch, drangen 680 auf die Balkanhalbinsel ein. Sie verbündeten sich mit den lokalen slawischen Stämmen aus Mizia und Dobrudzha, besiegten Byzanz im Krieg und zwangen die Byzantiner einen Friedensvertrag mit ihnen abzuschließen. So wurde der bulgarische Staat geschaffen. Zu dieser Zeit war der byzantinische Kaiser Konstantin 4. Pogonat.Bisher wurden keine Inschriften mit kyrillischen Buchstaben aus diesem Zeitraum gefunden. Diese erschienen erst Ende des 9. und Anfang des 10. Jahrhunderts nach Christus. Dies ist auch eine unwiderlegbare Tatsache. Es kann gefolgert werden, dass das kyrillische Alphabet Ende des 9. Jahrhunderts n. Chr. für eine kurze Zeit - von etwa 20-30 Jahren in Bulgarien entstanden ist.Das bulgarische Volk (oder ein Teil davon) wurde 866 von byzantinischen Geistlichen getauft. So begann es, in bulgarischen Kirchen der Gottesdienst auf Griechisch verwendet zu werden. Viele Bulgaren kannten diese Sprache jedoch nicht und konnten daher christliche Gottesdienste und Predigten nicht gut verstehen. In dieser Situation verstand der bulgarische Fürst ( ) hl. Boris I. Mihail die Gefahr der ethnischen Assimilation der Bulgaren sehr gut. Das ist der Grund, warum auf Befehl Simeons unmittelbar nach 888 in Pliska und Preslav die Arbeit an der Schaffung eines neuen Alphabets b

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Titel Der Ursprung der slawischen Alphabete
    • Veröffentlichung 10.08.2021
    • ISBN 978-3-96146-843-0
    • Format Kartonierter Einband
    • EAN 9783961468430
    • Jahr 2021
    • Größe H220mm x B155mm x T7mm
    • Autor Ivan Simeonov
    • Gewicht 160g
    • Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
    • Anzahl Seiten 92
    • Herausgeber Diplomica Verlag
    • GTIN 09783961468430

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