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Der Vieltuer und die Demokratie
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Details
Fremd- und Vieltuerei, griechisch Allotrio- und Polypragmosyne, bilden ein Begriffspaar, das auf das 5. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht. Bei Platon, Herodot oder Aristophanes, um nur einige zu nennen, wird damit eine Form von gesteigerter Aktivität umrissen, die unmittelbar die gesellschaftliche Ordnung tangiert. Wer sich in dieser Art verhält, dem wird nachgesagt, hyperaktiv zu sein und sich in fremde Angelegenheiten einzumischen. Die psychische Disposition des Polypragmon gilt dabei als Ursache für Unruhe, Imperialismus und die Herausbildung demokratischer Verhältnisse. In den frühen Verwendungen ist das Begriffspaar vorwiegend negativ konnotiert, und auch in einer langen philosophischen Tradition stehen Fremd- und Vieltuerei in Verruf. Warum? Im vorliegenden Band wird etwa in kritischer Auseinandersetzung mit den Dialogen Platons untersucht, inwiefern die diskreditierte Fremd- und Vieltuerei allenfalls besser ist als ihr Ruf. Könnte es sein, dass der Fremd- und Vieltuer eine kritische Position gegenüber Machtstrukturen und Autoritäten repräsentiert und so möglicherweise einen konstruktiven Beitrag zugunsten von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat leistet?
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783906896014
- Beiträge von Christine Abbt, Anton Bierl, Fabian Brandt, Clemens Kauffmann, Georg Kohler, Urs Marti-Brander, Nahyan Niazi, Alexandrine Schniewind, Sebastian Weiner
- Editor Christine Abbt
- Jahr 2017
- EAN 9783906896014
- Format Fester Einband
- ISBN 978-3-906896-01-4
- Veröffentlichung 31.01.2017
- Titel Der Vieltuer und die Demokratie
- Untertitel Politische und philosophische Aspekte von Allotrio- und Polypragmosyne
- Herausgeber Colmena Verlag, Basel
- Anzahl Seiten 192
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Philosophie der Antike
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