Der wechselseitige Unterricht

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Details

Gregor Girard (17651850) ist eine Schweizer Persönlichkeit mit vielen Facetten: erster katholischer Priester in Bern seit der Reformation, Mitarbeiter bei Bildungsminister Stapfer, Leiter der Freiburger Schule, Gutachter der Anstalt Pestalozzis in Yverdon, Autor pädagogischer Schriften. Als Pionier der Unterrichtsdifferenzierung und Anwalt der Bildung wurde er ein Opfer der restaurativen Bildungs­politik. Girard gehört zu den wichtigsten und erfolgreichsten Pädagogen der Schweiz. Er engagierte sich für obligatorische Schulen in ländlichen Gebieten und für eine angemessene Mädchenbildung. Die Freiburger Regierung fürchtete diesen Franziskanerpater, der Grammatik als Denkschule betrieb, schüleraktivierende Lehrmethoden praktizierte und sich bereits zu Lebzeiten europaweit einen Ruf erwarb. Sein wechselseitiger Unterricht ältere Schüler unterrichten jüngere wurde 1823 von Bischof Yenni und dem konservativen Grossen Rat verboten. Deshalb demissionierte Girard und arbeitete fortan in Luzern am Auf- und Ausbau der Schweizer Schule. Girard gilt es anlässlich seines 250. Geburtstags zu entdecken. Er ist als liberaler Katholik an der Sprachgrenze weitgehend in Vergessenheit geraten. Der vorliegende Band umfasst zehn pädagogische Texte Girards aus den Jahren 17981844. Diese zeigen eine bemerkenswerte Kohärenz und Aktualität auf. Programm, Praxis und Publikationen sind bei Girard auf einzigartige Weise aufeinander bezogen und gehen gleichberechtigt nebeneinander her.

Autorentext
Beat Bertschy Didaktiker in der Lehrerausbildung an der Universität Freiburg. Er ist Autor des Girard-Rundganges der Stadt Freiburg.

Klappentext

Gregor Girard (1765-1850) ist eine Schweizer Persönlichkeit mit vielen Facetten: erster katholischer Priester in Bern seit der Reformation, Mitarbeiter bei Bildungsminister Stapfer, Schulleiter der Freiburger Schule, Gutachter der Anstalt­ Pestalozzis in Yverdon, Autor pädagogischer Schriften. Als Pionier der Unterrichtsdifferenzierung und Anwalt der Bildung wurde er ein Opfer der restaurativen Bildungs­politik. Girard gehört zu den wichtigsten und erfolgreichsten Pädagogen der Schweiz. Er engagierte sich für obligatorische Schulen in ländlichen Gebieten und für eine angemessene Mädchenbildung. Das Ancien Régime fürchtete diesen Franziskanerpater, der Grammatik als Denkschule betrieb, schüleraktivierende Lehrmethoden praktizierte und sich bereits zu Lebzeiten einen europaweit guten Ruf erwarb. Sein wechselseitiger Unterricht - ältere Schüler unterrichten jüngere - wurde 1823 von Bischof Yenni und dem konservativen Grossen Rat verboten. Deshalb demissionierte Girard und arbeitete fortan in Luzern am Auf- und Ausbau der Schweizer Schule. Girard gilt es anlässlich seines 250. Geburtstags zu entdecken. Er ist als liberaler Katholik an der Sprachgrenze weitgehend in Vergessenheit geraten. Der vorliegende Band umfasst zehn pädagogische Texte Girards aus den Jahren 1798 bis 1844. Diese zeigen eine bemerkenswerte Kohärenz und Aktualität auf. Programm, Praxis und Publikationen sind bei Girard auf einzigartige Weise aufeinander bezogen. Theorie und Praxis gehen bei ihm gleichberechtigt miteinander einher.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783034012942
    • Editor Beat Bertschy
    • Nachwort von Beat Bertschy
    • Sprache Deutsch
    • Größe H230mm x B155mm
    • Jahr 2015
    • EAN 9783034012942
    • Format Fester Einband
    • ISBN 978-3-0340-1294-2
    • Veröffentlichung 30.09.2015
    • Titel Der wechselseitige Unterricht
    • Autor Gregor Girard
    • Untertitel Texte zu Schulentwicklung und Unterrichtsqualität, 17981844
    • Gewicht 510g
    • Herausgeber Chronos Verlag
    • Anzahl Seiten 248
    • Lesemotiv Verstehen
    • Genre Neuzeit bis 1918

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