Deutsche »Alien Enemies« in den USA. Camp Oglethorpe 1917 - 1920

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Details

Ein völlig unbekanntes Kapitel deutsch-amerikanischer Geschichte, hier zum ersten Mal erzählt und dokumentiert. Und ein genauer Blick auf die amerikanische Verfassung, was die Rechte bzw. die massive Einschränkung der Rechte von »feindlichen«, in den USA lebenden Ausländern betrifft damals wie heute verbunden mit offenem Verfassungsbruch und mit hysterischer Abwehr alles »Unamerikanischen«, alles »Fremden« oder »Linken«.

Autorentext
Claudia Saam, Germanistin, Studium mit Schwerpunkt »Exilliteratur« in Frankfurt am Main und Bologna.

Klappentext

Als die USA 1917 in den Krieg eintraten. mussten sich alle Deutschen (ca. 250.000) registrieren lassen, unter ihnen prominente Künstler, wohlhabende Kaufleute und Gewerkschaftler. Sie wurden nach ihren politischen Überzeugungen, ihrer Einstellung zum Krieg und zu den USA befragt. Deutsche Bücher wurden öffentlich verbrannt, Häuser, in denen Deutsche wohnten, wurden mit gelben Kreuzen markiert. Die Festnahmen erfolgten willkürlich auf der Grundlage eines Gesetzes, des 'Alien Enemy Act' aus dem Jahr 1798. Es ermächtigt den Präsidenten, in Kriegszeiten, Verhaftungen ohne Gerichtsbeschluss oder Haftbefehl vornehmen zu lassen. Etliche tausend Menschen wurden als 'Alien Enemies' in Lagern interniert. Über die Gefährlichkeit der Internierten wurde in den US-Medien breit und hysterisch berichtet, Hass und Hetze wurden gegenüber 'den' Deutschen geschürt, die nach der russischen Revolution auch noch zu potentiellen Bolschewiken erklärt wurden. Das Buch zeigt auch die Widersprüchlichkeit des Lebens der im Lager Internierten: Während die einen Schikanen und Zwangsarbeit ausgesetzt waren, konnten die privilegierten Inhaftierten - darunter ­Millionäre - in kleinen Räumen leben, hatten Bedienstete und Köche, Geflügelställe und einen Gemüsegarten. Es gab auch eine Lagerzeitung, von den Inhaftierten herausgegeben: 'Der Orgelsdorfer Eulenspiegel', von internierten Schriftstellern und Künstlern unter Zensur herausgegeben, erschien zum ersten Mal im Oktober 1918, die letzte Ausgabe im Mai 1919. Sie zeigt farbige Porträts von Gefangenen, Illustrationen des Lagers und ihres Alltags in Holz- und Linolschnitten, Geschichten und Gedichten. Wolf-Rüdiger Baumann und Claudia Saam recherchierten in Archiven, entdeckten die Biografien vieler Internierter (darunter damals sehr bekannte Schriftsteller und Musiker) sowie zahlreiche Unterlagen, Berichte und Fotos über das Innenleben des Lagers.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Titel Deutsche »Alien Enemies« in den USA. Camp Oglethorpe 1917 - 1920
    • Veröffentlichung 01.11.2025
    • ISBN 978-3-88747-421-8
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783887474218
    • Jahr 2025
    • Größe H210mm x B145mm
    • Autor Wolf-Rüdiger Baumann , Claudia Saam
    • Gewicht 350g
    • Auflage Erstausgabe
    • Genre 20. Jahrhundert (bis 1945)
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 200
    • Herausgeber Transit Buchverlag GmbH
    • GTIN 09783887474218

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