Die antike Unterwelt im christlichen Mittelalter

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Details

Das mythische Szenario hatte mit seinen archaischen Jenseitsvorstellungen schon in der Antike eine übertragene philosophisch-psychologische Deutung provoziert, die sich insbesondere an Vergils Aeneis anschließen konnte. Die Untersuchung verdeutlicht dies anhand von Zeugnissen aus Dichtung und paratextueller Überlieferung bis hin zu Dantes Commedia.

Mit dem Siegeszug des Christentums war der Kosmos der antiken Mythologie nicht obsolet geworden. Er lebte fort in den Bildungstraditionen. Um das unterirdische Totenreich entstand dabei ein besonderer Diskurs. Das mythische Szenario hatte mit seinen archaischen Jenseitsvorstellungen schon in der Antike eine übertragene philosophisch-psychologische Deutung provoziert, die sich insbesondere an Vergils Aeneis anschließen konnte. Vermittelt durch die spätantike Dichterkommentierung, diente die allegorische Hermeneutik manchen karolingischen Literaten vor allem zur Rechtfertigung der Mythenlektüre. Spätere Exegeten entwickelten sie schließlich zu einer genuin mittelalterlichen Lesart fort, die den Elementen des Unterweltszenarios ihre jeweils eigene Bedeutsamkeit zuwies. Weit über eine bloße Analogie zur Hölle hinaus wurde so das mythologische «Infernum» als universeller literarischer Verhandlungsort für die Bedingungen menschlichen Daseins etabliert eine Entwicklung, die diese Untersuchung anhand von Zeugnissen aus Dichtung und paratextueller Überlieferung bis hin zu ihrem Abschluss in Dantes Commedia nachvollzieht.

Autorentext

Petra Korte studierte ab 1999 Mittellateinische und Klassische Philologie sowie Mittlere Geschichte an der Universität Münster und war ebendort von 2008 bis 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Mittellateinischen Seminar und im Exzellenzcluster Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne . Seit Abschluss der Promotion 2011 ist sie im DFG-Editionsprojekt zu Bartholomäus Anglicus, De proprietatibus rerum , beschäftigt.


Inhalt
Inhalt: Das Ausgangsproblem: Hades - Hölle - Inferno Zwischen Allegorie und Superstition: Der Hades in der Spätantike Annäherung der Bildwelten: Die Unterwelt in der karolingischen Literatur Das Infernum in der hochmittelalterlichen Dichtung und Kommentierung: Re-Poetisierung, Re-Mythisierung, Re-Episierung Die Unterwelt in den Metamorphosen-Kommentierung: Paradigmenwechsel mit Ovid Die antike Unterwelt in Dantes Inferno im Spiegel der frühen Kommentare.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Titel Die antike Unterwelt im christlichen Mittelalter
    • Veröffentlichung 21.12.2012
    • ISBN 978-3-631-63269-7
    • Format Kartonierter Einband
    • EAN 9783631632697
    • Jahr 2012
    • Größe H230mm x B155mm x T23mm
    • Autor Petra Korte
    • Untertitel Kommentierung Dichtung philosophischer Diskurs
    • Gewicht 620g
    • Auflage 12001 A. 1. Auflage
    • Features Dissertationsschrift
    • Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 420
    • Herausgeber Peter Lang
    • GTIN 09783631632697

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