Die drei Ringe

CHF 42.65
Auf Lager
SKU
KRAJQ85CVAJ
Stock 8 Verfügbar
Geliefert zwischen Mi., 04.02.2026 und Do., 05.02.2026

Details

Die multireligiöse Welt des Mittelalters - Ein faszinierendes Panorama

In der Parabel von den drei Ringen streiten die Brüder über das Erbe, das sie von ihrem Vater bekommen haben. Juden, Christen und Muslime waren sich im Mittelalter sehr bewusst, dass ihre Traditionen miteinander verwandt sind. Die Historikerin Dorothea Weltecke zeigt, dass ihre konfliktreiche und dennoch gemeinsame Geschichte in dem großen Raum zwischen Atlantik, Nil und Indus überhaupt erst die exklusiven «Religionen» hervorgebracht hat.

Das Grab des Propheten Ezechiel in der Nähe von Bagdad war im Mittelalter Ziel von jüdischen, muslimischen und christlichen Pilgern. An diesem und vielen anderen Beispielen zeigt Dorothea Weltecke anschaulich, wie intensiv sich die Glaubensgemeinschaften austauschten. Gemeinsam bauten sie eine neue kulturelle Landschaft. Dass ihre Traditionen miteinander verwandt waren, wussten Juden, Christen und Muslime im Mittelalter. In der Parabel von den drei Ringen streiten die Brüder jedoch über das Erbe, das sie von ihrem gemeinsamen Vater bekommen haben. Problematisch für das Verhältnis der Glaubensgemeinschaften zueinander wurden im Mittelalter nicht ihre Wahrheitsansprüche, sondern neue rechtliche Unterscheidungen zwischen Gläubigen, nur Geduldeten und Nichtgeduldeten. Die Theorien und die Gewalt, mit denen diese Ungleichheit fortlaufend begründet und aufrechterhalten wurde, militarisierten die Grenzen zwischen den Glaubenstraditionen. Damit legt das Buch eindrucksvoll eine Schicht der Religionsgeschichte frei, die vom Lavastrom der Polemik verschüttet wurde.

  • Ein bahnbrechendes Werk zur gemeinsamen Geschichte von Juden, Christen und Muslimen
  • Eine eindrucksvolle Schilderung des gemeinsamen kulturellen Raums zwischen Atlantik und Indus
  • Eine neue These zur harten Abgrenzung der Religionen
  • Auf der Grundlage zahlreicher bisher nicht beachteter Quellen

    Eine These, die zunächst überrascht, für die aber die Historikerin gute Gründe anführt. Sie zeichnet nach, wie die Weichen für die allmähliche Entstehung der modernen Religionen gestellt wurden, nämlich durch die zunehmende Feindseligkeiten und gegenseitiger Abgrenzungen. Doch bis es dazu kam, zeichneten sich das Miteinander durch ein ständiges Wechselspiel von Offenheit, Nähe und Konkurrenz aus, wie die Historikerin Weltecke an Beispielen zeigt.
    Evangelische Zeitung, Christine Laudage

    Eine Mammutaufgabe, die auf beeindruckende Weise gelungen ist. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Dag Nikolaus Hasse

    Ein monumentales Werk, das Augen öffnet.
    Bestenliste September von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk Kultur

    Weltecke schildert, wie Weltreligionen nach langer gemeinsamer Geschichte langsam Gestalt annahmen.
    FALTER, Thomas Leitner

    Weltecke legt ein beeindruckendes Werk vor.
    Damals, Klaus Herbers

    Autorentext
    Dorothea Weltecke ist Professorin für Europäische Geschichte des Mittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin, zuvor war sie in Frankfurt am Main. In Konstanz war sie zehn Jahre lang Professorin für die Geschichte der Religionen. Mit ihrer "glänzend geschriebenen Studie" (FAZ) zum Atheismus "Der Narr spricht: Es ist kein Gott" (2010) ist sie einer größeren Leserschaft bekannt geworden.

    Zusammenfassung
    Die multireligiöse Welt des Mittelalters - Ein faszinierendes Panorama

    In der Parabel von den drei Ringen streiten die Brüder über das Erbe, das sie von ihrem Vater bekommen haben. Juden, Christen und Muslime waren sich im Mittelalter sehr bewusst, dass ihre Traditionen miteinander verwandt sind. Die Historikerin Dorothea Weltecke zeigt, dass ihre konfliktreiche und dennoch gemeinsame Geschichte in dem großen Raum zwischen Atlantik, Nil und Indus überhaupt erst die exklusiven «Religionen» hervorgebracht hat.

    Das Grab des Propheten Ezechiel in der Nähe von Bagdad war im Mittelalter Ziel von jüdischen, muslimischen und christlichen Pilgern. An diesem und vielen anderen Beispielen zeigt Dorothea Weltecke anschaulich, wie intensiv sich die Glaubensgemeinschaften austauschten. Gemeinsam bauten sie eine neue kulturelle Landschaft. Dass ihre Traditionen miteinander verwandt waren, wussten Juden, Christen und Muslime im Mittelalter. In der Parabel von den drei Ringen streiten die Brüder jedoch über das Erbe, das sie von ihrem gemeinsamen Vater bekommen haben. Problematisch für das Verhältnis der Glaubensgemeinschaften zueinander wurden im Mittelalter nicht ihre Wahrheitsansprüche, sondern neue rechtliche Unterscheidungen zwischen Gläubigen, nur Geduldeten und Nichtgeduldeten. Die Theorien und die Gewalt, mit denen diese Ungleichheit fortlaufend begründet und aufrechterhalten wurde, militarisierten die Grenzen zwischen den Glaubenstraditionen. Damit legt das Buch eindrucksvoll eine Schicht der Religionsgeschichte frei, die vom Lavastrom der Polemik verschüttet wurde.

  • Ein bahnbrechendes Werk zur gemeinsamen Geschichte von Juden, Christen und Muslimen
  • Eine eindrucksvolle Schilderung des gemeinsamen kulturellen Raums zwischen Atlantik und Indus
  • Eine neue These zur harten Abgrenzung der Religionen
  • Auf der Grundlage zahlreicher bisher nicht beachteter Quellen

    Inhalt
    Verflochtene Traditionen zwischen Antike und Neuzeit

    Erster Teil:
    *
    Orientierung in einer neuen historischen Landschaft***

    1. Vor der europäischen Hegemonie
    2. Ausblenden ist eine Technik
    3. Vor dem Zeitalter der Religionen
    4. Gesetze, Treue, Lehren
      Raum, Zeit, Ritual | Treue zum «Gesetz» |Lehre und Wissen
    5. Brennpunkte einer gemeinsamen Geschichte
      Das Grab des Propheten Ezechiel bei Bagdad |Orte der Verehrung in Jerusalem | Konvergenz, Rivalität und Macht
    6. Grenzzäune verbinden

    Zweiter Teil:
    *
    Lehrdefinitionen und Zugehörigkeiten***

    1. Rabbaniten, Karäer und andere Gemeinden
      Petachja aus Regensburg begegnet Juden und Minim | Benjamin von Tudela macht Unterschiede | Qirqissani über Karäer und andere Juden
    2. Kirchen und Häretiker
      Apostolische Kirchen in der Zeit von Rabban Sauma und Mar Jahbalaha | «Über Häresien» aus reichskirchlichen Perspektiven
    3. Ulama, die Gelehrten
      Schulen und Lehren in Ibn Dschubairs Pilgerbericht | Náubachti und die Gefolgschaften
    4. Polyzentrik und die Verflechtung von Glaubenstraditionen

    Dritter Teil:
    *
    Was die Ringparabeln erzählen***

    1. Die Parabel von den drei Ringen
      Boccaccios Version | Lateinische Christen orientieren sich | Willkür oder Freundschaft | Der Streit der Glaubenstraditionen als Familiengeschichte
    2. Geschichten von Einem
      Die Perle | Der König und die Betrüger | Der Klügere isst alles auf | Unteilbar |Theologengezänk und die Grenzen des Wissens
    3. Eine gemeinsame Kultur der Unterweisung

    Vierter Teil:
    *
    Wahrheit und soziale Ordnung***

    1. Schreibarten des absoluten Wahrheitsanspruchs
      Kritik am Establishment: Álvaro Pelayo | Wahrheit als Schutz: Maimonides | Prediger in der Kreuzzugszeit: Ali aus Herat
    2. Erkundung der Skala
      Zweifel am Glauben: Sa'adja und Georg | Die Gleichheit der Beweise: Ibn Hasm | Das Heil der Ungläubigen | Sich den Hass aus dem Herzen reißen: Bar Ebrojo
    3. Unversöhnlichkeit und Dialog im sozialen Kontext

    Fünfter Teil:
    *
    Herrschaft und Wahrheit***

    1. Der Dichter Süßkind und sein Herr
    2. Was Religionsgespräche erzählen
      Macht macht Wahrheit | Theodor vertraut dem System | Der mächtigste Gott und seine Getreuen |Pro et contra: Versöhnung auf Lateinisch | Jehuda Halevi spielt nicht mit
    3. Soziale Hegemonie und Gewalt

    Die Genese der Religionen


    Anhang

    Dank
    Zur Umschrift
    Anmerkungen
    Quellen und Literatur
    Bild- und Kartennachweis
    Personenregister

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783406811920
    • Sprache Deutsch
    • Größe H217mm x B139mm x T41mm
    • Jahr 2024
    • EAN 9783406811920
    • Format Fester Einband
    • ISBN 978-3-406-81192-0
    • Veröffentlichung 04.07.2024
    • Titel Die drei Ringe
    • Autor Dorothea Weltecke
    • Untertitel Warum die Religionen erst im Mittelalter entstanden sind
    • Gewicht 876g
    • Herausgeber C.H. Beck
    • Anzahl Seiten 608
    • Lesemotiv Auseinandersetzen
    • Genre Mittelalter
    • Auflage 1. A.

Bewertungen

Schreiben Sie eine Bewertung
Nur registrierte Benutzer können Bewertungen schreiben. Bitte loggen Sie sich ein oder erstellen Sie ein Konto.
Made with ♥ in Switzerland | ©2025 Avento by Gametime AG
Gametime AG | Hohlstrasse 216 | 8004 Zürich | Schweiz | UID: CHE-112.967.470
Kundenservice: customerservice@avento.shop | Tel: +41 44 248 38 38