Wir verwenden Cookies und Analyse-Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und für Marketingzwecke. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung.
Die fehlerhafte Ehe im internationalen Privatrecht.
Details
In der vorliegenden Dissertation befaßt sich Ursula Knott mit der Frage, welches Recht auf die Fehlerhaftigkeit von Eheschließungen mit Auslandsberührung und ihre Folgen Anwendung findet. Die Verfasserin stellt zunächst - geordnet nach Themenbereichen - die unterschiedliche Ausgestaltung des materiellen Rechts der unwirksamen Ehe in verschiedenen Rechtsordnungen dar. Besondere Berücksichtigung findet dabei die aus dem kanonischen Recht stammende Rechtsfigur der Putativehe. In einem zweiten Teil widmet die Autorin sich den kollisionsrechtlichen Problemen. Ausgehend von der Feststellung, daß das deutsche Kollisionsrecht kaum Kollisionsnormen für die Anknüpfung der fehlerhaften Ehe bereithält, untersucht die Verfasserin die Lösungsansätze der deutschen Rechtsprechung und kommt zu dem Ergebnis, daß die in der Rechtsprechung vorherrschende Anknüpfung der Fehlerhaftigkeit und aller ihrer Folgen an Art. 11, 13 EGBGB nicht geeignet ist, alle auftretenden Anknüpfungsfragen zufriedenstellend zu beantworten. Insbesondere die Anknüpfung an das Heimatrecht des verletzten Ehegatten für den Fall, daß sich bei der Anknüpfung an die jeweiligen Heimatrechte der Ehegatten nach Art. 13 EGBGB ein strengeres Recht nicht finden lasse, vermöge nicht zu überzeugen. Im folgenden werden unterschiedliche, in der deutschen Lehre sowie in Rechtsprechung und Lehre anderer Rechtsordnungen vorgeschlagene Lösungen untersucht. Nach Abwägung der Argumente unter steter Rückkoppelung zum materiellen Recht stellt sich heraus, daß eine "gespaltene Anknüpfung", wie sie ähnlich teilweise im romanischen Rechtskreis für die Putativehe vorgeschlagen wird, vorzuziehen sei. Die Fragen der Unwirksamkeit und des Ob der Folgen seien an Art. 13 EGBGB anzuknüpfen, während das Wie sich nach dem jeweiligen Folgenstatut, Art. 10, 14, 17, 15, 18 EGBGB richte. Die Autorin schließt mit der Betrachtung einiger besonderer Probleme, nämlich der Anknüpfung der Ehelichkeit der Kinder und der Heilung fehlerhafter Ehen.
Inhalt
Inhaltsübersicht: 1. Kapitel: Einleitung - 2. Kapitel: Die fehlerhafte Ehe im materiellen Recht: Die Arten der Fehlerhaftigkeit - Die personenrechtlichen und vermögensrechtlichen Folgen für die Partner und die Kinder - Zusammenfassung - 3. Kapitel: Die Behandlung der fehlerhaften Ehe und ihrer Rechtsfolgen für die Partner im Kollisionsrecht: Die Grundsätze der deutschen Rechtsprechung zur Anknüpfung der Eheungültigkeit - Kritik an den Anknüpfungsgrundsätzen der Rechtsprechung - Andere Lösungsvorschläge - Die hier vertretene gespaltene Anknüpfung - 4. Kapitel: Die Behandlung der Folgen der fehlerhaften Ehe für die aus der Verbindung hervorgegangenen Kinder im Kollisionsrecht - 5. Kapitel: Heilung unwirksamer Ehen auf der Ebene des Kollisionsrechts: Streitstand - Stellungnahme - 6. Kapitel: Zusammenfassung und Ausblick - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783428088782
- Auflage 97001 A. 1. Auflage
- Sprache Deutsch
- Genre Internationales Recht
- Größe H233mm x B157mm x T10mm
- Jahr 1997
- EAN 9783428088782
- Format Kartonierter Einband
- ISBN 978-3-428-08878-2
- Veröffentlichung 04.09.1997
- Titel Die fehlerhafte Ehe im internationalen Privatrecht.
- Autor Ursula Knott
- Untertitel Schriften zum Internationalen Recht 87
- Gewicht 235g
- Herausgeber Duncker & Humblot
- Anzahl Seiten 129
- Lesemotiv Verstehen