Die kastilische Höchstgerichtsbarkeit 1250 - 1520.

CHF 95.55
Auf Lager
SKU
OFJDL4JHI18
Stock 1 Verfügbar
Geliefert zwischen Di., 13.01.2026 und Mi., 14.01.2026

Details

Die Arbeit steht in Zusammenhang mit dem allgemeinen Forschungsgegenstand einer Betrachtung der Ausbildung und Fortentwicklung europäischer Höchstgerichtsbarkeit. Die Entwicklung von einer personal verstandenen höchstrichterlichen Gewalt des kastilischen Königs zur transpersonal verstandenen der Krone stellt - neben dem Aufbau höchstrichterlicher Gerichtsbarkeit zur Zeit der katholischen Könige - den Schwerpunkt dar. Beginnend mit dem Institutionalisierungsprozeß am kastilischen Hofe Alfons X., an dem das gelehrte Gerichtswesen seinen Ausgangspunkt findet, wird die Entwicklung politischer und rechtlicher Voraussetzungen für die Entstehung des Höchstgerichtes, der Audiencia, beschrieben. Ihre spätere Entwicklung, die Auseinandersetzungen mit dem königlichen Rat und ihre Durchsetzung gegen den Widerstand im Adel bilden den Kern der Untersuchung im ersten Teil, der mit dem Aufstand der Comuneros 1520 zeitlich endet. Aufbau, Ämter, Struktur und Arbeitsweise des Höchstgerichtes unter der Herrschaft der Katholischen Könige werden im zweiten Teil dargestellt, und zwar in politischer, administrativer, finanzieller und sozialer Hinsicht. Das umfangreiche herangezogene Quellenmaterial läßt den Schluß zu, daß die Reformen der Höchstgerichtsbarkeit im kastilischen Reich unter der Regierung der Königin Isabella verstärkt durchgeführt wurden. Der Höhepunkt der Bemühungen um Gerechtigkeit kann im kastilischen Reich zwischen 1490 und 1504 angesetzt werden. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, daß sich die Höchstgerichtsbarkeit allmählich von der Person des Königs löste, nicht jedoch von der Krone. Somit gelang die Abstrahierung eines der wichtigsten Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens vom mittelalterlichen Herrscher. Dies ermöglichte die Ausformung eines vom Herrscherbild losgelösten Gerichtswesens, das dem modernen Staat eigen ist. In Spanien wurden dafür erste Grundlagen zur Zeit der Katholischen Könige gelegt.

Klappentext

Für diesen Titel ist noch kein Beschreibungstext vorhanden.


Inhalt
Inhaltsübersicht: Einleitung, Ziele der Untersuchung und Quellenlage - Erster Teil: Die geschichtliche Entwicklung der Höchstgerichtsbarkeit 1250-1520: Der König als Gesetzgeber und Richter - Der Institutionalisierungsprozeß des Gerichtswesens am Hofe des Königs (1252-1369) - Die Audiencia - Die Gründung des Consejo Real: Gegenpol zur Audiencia? - Das 15. Jahrhundert - Die Chancillerias 1504-1525 - Zweiter Teil: Zusammensetzung und Organisation der Audiencia und Chancilleria von Valladolid zur Zeit der katholischen Könige: Die Richter - Die anderen Ämter an der Chancilleria von Valladolid - Name und Sitz der Chancilleria - Organisation und Verfahren der Gerichte in der Audiencia und Chancilleria - Dritter Teil: Gesamtergebnisse - Anhang: Die Ordonnanzen der Chancilleria von Valladolid - Quellen- und Literaturverzeichnis - Regententabelle, Schautafeln - Personenverzeichnis, Sachwortverzeichnis

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783428106714
    • Auflage 02001 A. 1. Auflage
    • Sprache Deutsch
    • Features Dissertationsschrift
    • Größe H233mm x B157mm x T14mm
    • Jahr 2002
    • EAN 9783428106714
    • Format Kartonierter Einband
    • ISBN 978-3-428-10671-4
    • Veröffentlichung 13.06.2002
    • Titel Die kastilische Höchstgerichtsbarkeit 1250 - 1520.
    • Autor Ignacio Czeguhn
    • Untertitel Schriften zur Europäischen Rechts- und Verfassungsgeschichte 40
    • Gewicht 369g
    • Herausgeber Duncker & Humblot
    • Anzahl Seiten 238
    • Lesemotiv Verstehen
    • Genre Rechts-Lexika

Bewertungen

Schreiben Sie eine Bewertung
Nur registrierte Benutzer können Bewertungen schreiben. Bitte loggen Sie sich ein oder erstellen Sie ein Konto.
Made with ♥ in Switzerland | ©2025 Avento by Gametime AG
Gametime AG | Hohlstrasse 216 | 8004 Zürich | Schweiz | UID: CHE-112.967.470