Wir verwenden Cookies und Analyse-Tools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internet-Seite zu verbessern und für Marketingzwecke. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Zur Datenschutzerklärung.
Die Rückseite des Krieges
Details
Immer wieder muss Andriy Lyubka persönliche Grenzen überschreiten, er beobachtet Menschen, die ihre Berufe und ihr gewohntes Leben verlassen müssen und in eine völlig neue, gefährliche und bedrohte Existenzform hineingeraten. Dieses Buch zeichnet ein Gesamtporträt der heutigen kriegsversehrten Ukraine, und es will Empathie für die verheerende Situation schaffen, in der die Menschen in der Ukraine leben müssen.
Andriy Lyubka erzählt in plastischer, spannend zu lesender, manchmal auch mit intellektuellem Humor bereicherter Sprache von Menschen an der Front und Menschen weit hinter der Front. Er begegnet Soldatinnen und Soldaten, freiwillige und eingezogene, er begegnet Frauen und Kindern, die sich plötzlich ohne Väter und Männer durchschlagen müssen, er begegnet Menschen aus unterschiedlichen Regionen, Roma, geflohene Tschtschenen, Familien, die nach Ausbruch des Krieges aus der Emigration in die Ukraine zurückgekommen sind eine Gesellschaft, deren Leben sich durch den Krieg auch dort, wo er noch fern ist, sehr plötzlich und radikal verändert hat. Das Buch enthält viele persönliche Erlebnisse und kuriose Reisenotizen von den Fahrten des Autors an die Front und zurück in seine Heimat Transkarpatien. Es wird deutlich, dass nicht nur die Armee kämpft, sondern zahllose freiwillige Helfer, die tagtäglich an die Front fahren und ihr Leben riskieren, so wie Tausende von Angestellten der Eisenbahn, die trotz schlecht bezahlter Arbeit regelmäßig in die Städte an der Front fahren, obwohl die Bahnhöfe ein vorrangiges Ziel der russischen Raketen sind. Oder die Elektrikerbrigaden, die sofort nach einem Beschuss mit der Wiederherstellung von Umspannwerken und Stromleitungen beginnen.
Im Perlentaucher erschien die Rezensionsnotiz zu dem Artikel der FR am 18.10. »Interessiert und beeindruckt liest Rezensent Christian Thomas Andriy Lyubkas Buch, das verschiedene Texte zum Ukrainekrieg versammelt. Eher assoziativ arbeitet sich Thomas durch einige der reportageartigen Beiträge, zu den behandelten Themen zählen ein vom Autor geleiteter Betrieb, der die ukrainische Armee mit Autos versorgt, ein Lob der Improvisation als ukrainische Kriegs- und Friedensstrategie, außerdem gedenkt Lyubka im Krieg Gefallenen wie Wiktoria Amelina. er weist auf den Humor der Texte hin und beschreibt, wie vorsichtig sie sich der Front und auch dem Kriegsbeginn im Februar 2022 nähern. Der Kritiker hat das Buch mit Gewinn gelesen.«
Autorentext
Andriy Lyubka, geboren 1987, wuchs in Transkarpatien auf, wo er heute noch lebt, studierte Literatur und Sprachen, wurde während des Maidan-Aufstands verhaftet, schrieb danach zahlreiche Gedicht-, Essaybände und Romane. Für »Die Rückseite des Krieges« erhielt er den Joseph-Conrad-Preis (2024), den wichtigsten polnisch-ukrainischen Literaturpreis. Seit dem Angriff Russlands im Februar 2022 arbeitet er als Freiwilliger im Nachschub für das ukrainische Militär.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Untertitel Literarische Reportagen
- Autor Andriy Lyubka
- Titel Die Rückseite des Krieges
- Veröffentlichung 09.10.2025
- ISBN 978-3-88747-419-5
- Format Fester Einband
- EAN 9783887474195
- Jahr 2025
- Größe H210mm x B150mm
- Gewicht 300g
- Herausgeber Transit Buchverlag GmbH
- Editor Queck, Johannes Queck
- Übersetzer Alexander Kratochvil, Johannes Queck
- Auflage Deutsche Originalausgabe
- Genre Essays & Literaturkritiken
- Lesemotiv Auseinandersetzen
- Anzahl Seiten 160
- GTIN 09783887474195