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Die Schatten des Imperiums
Details
Ist Russland ein neoimperialistischer Staat, der seine Nachbarn drangsaliert oder bloß das unschuldige Opfer westlichen Expansionsdranges? Weder das eine noch das andere, so argumentiert Martin Aust, denn in den aufgeheizten Debatten der Gegenwart wird unterschätzt, dass Russland seit 1991 in einem postimperialen Raum agiert, der zuvor über Jahrhunderte vom sowjetischen und zaristischen Imperium beherrscht wurde.
Der Untergang der Sowjetunion verlief im welthistorischen Vergleich relativ unblutig. Doch er hinterließ ein Erbe, das bis heute fortwirkt. Die wirtschaftliche Arbeitsteilung verschwand ebenso wenig wie die starke ethnische Vermischung innerhalb des Reichsverbands. Und die neu entstehenden Nationalstaaten ließen Minderheitenkonflikte eskalieren, die im imperialen Zusammenhang ruhig gestellt gewesen waren. Doch auch in der Zentrale selbst wirkten imperiale Denkweisen und Institutionen fort. Es wird seitdem in Russland intensiv darum gerungen, wie mit dem imperialen Erbe umzugehen sei und was es für die Gegenwart bedeutet. Martin Aust zeichnet alle diese Probleme und Debatten nach und zeigt, wie wichtig sie sind, um die gegenwärtige Politik Russlands wirklich zu verstehen.
"eine packende Analyse
P.M. History
Ein nüchterner Beitrag, der heutigen Bestandsaufnahmen kritisch-historische Tiefenschärfe verleiht.
recensio.net, Andreas Hilger
Autorentext
Martin Aust ist Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783406731624
- Sprache Deutsch
- Auflage 1. A.
- Größe H205mm x B124mm x T16mm
- Jahr 2019
- EAN 9783406731624
- Format Kartonierter Einband
- ISBN 978-3-406-73162-4
- Veröffentlichung 20.03.2019
- Titel Die Schatten des Imperiums
- Autor Martin Aust
- Untertitel Russland seit 1991
- Gewicht 238g
- Herausgeber C.H. Beck
- Anzahl Seiten 190
- Lesemotiv Auseinandersetzen
- Genre Sachbücher Politik