Ein bisserl schimpfen ein bisserl räsonieren

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Details

Stefan Franke nimmt sich in seinem Buch Ein bisserl schimpfen, ein bisserl räsonieren das vielgerühmte goldene Wienerherz zur Brust und beweist: das typische Wiener Raunzen ist beileibe keine Erfindung der Gegenwart!

Auch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war man in Wien über gewisse Missstände so gar nicht erfreut und so ging die Leserschaft der Wiener Hausfrau schon damals der angeblichen - Lieblingsbeschäftigung der Wiener dem Motschkern nach und lies ordentlich Dampf ab. Aber nicht kurz und prägnant, den das entspräche nicht der Wiener Art.

Man beschwerte sich über rauchende Herren auf der Tramway, ungezogene Kinder, verantwortungslose Eltern und natürlich besonders über das schlechte Personal

Stefan Franke hat in seinem Buch zahlreiche Leserbriefe zu den unterschiedlichsten Themen gesammelt, so erbost sich z.B. eine Jungens-Mama über die Darbietung im Kinder-Weihnachtstheater:

aber wie staunte ich, als im Raimundtheater im Stück Wie Klein-Else das Christkind suchen ging Bruder Fritzchen sein rotes Zünglein herausstreckte sowie eine recht nette lange Nase hinter einer alten Base machte und sie alte Schachtel benannte. Dass der kleine Schelm für uns Erwachsene damit ein ganz drolliges Bildchen abgab, will ich nicht bestreiten, aber dass diese Szene für die Kinder ebenso interessant war wie vielleicht zum Schluss die hübsche Weihnachtsszene, ist noch bestimmter

Oder eine andere Leserin über das Rauchen in der Öffentlichkeit:

Ich möchte vorausschicken, dass ich keine ausgesprochene Gegnerin des Tabakrauchens bin, schon mit Rücksicht auf die gesamte Tabakindustrie. Wenn du rauchst, so gehe in dein Kämmerlein, möchte ich den Herren der Schöpfung zurufen. Leider sieht man es ja oft, dass draußen im Freien geraucht wird. Und immer haben die Männer einen allerdings nur ihnen plausiblen Grund dafür, dass sie uns die Luft verderben. Im Winter brauchen sie einen Nasenwärmer, und im Sommer wird die Trockenheit im Halse angeblich durch das Rauchen beseitigt. Ich lasse gern jeden nach seiner Fasson selig werden, solange ich dabei nicht selbst aus der Fasson gebracht werde.


Ein höchst vergnügliches Buch! Die Presse | Hans Werner Scheidl

Autorentext
Stefan Franke, geboren 1976, beschäftigt sich gerne mit historischen Zeitungen und ist mit seiner Lesereihe Die Zeitungslesung vor Publikum und in den Sozialen Medien zu hören. Trotz jahrelanger Arbeit in den Neuen Medien schlägt sein Herz am stärksten für das Eintauchen in eine Welt lange vor der Digitalisierung. Stefan Franke lebt in Wien.

Klappentext

Stefan Franke nimmt sich in seinem Buch "Ein bisserl schimpfen, ein bisserl räsonieren" das vielgerühmte "goldene Wienerherz" zur Brust und beweist: das typische Wiener Raunzen ist beileibe keine Erfindung der Gegenwart!

Auch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war man in Wien über gewisse Missstände so gar nicht erfreut und so ging die Leserschaft der "Wiener Hausfrau" schon damals der - angeblichen - Lieblingsbeschäftigung der Wiener dem Motschkern nach und lies ordentlich "Dampf" ab. Aber nicht kurz und prägnant, den das entspräche nicht der Wiener Art.

Man beschwerte sich über rauchende Herren auf der Tramway, ungezogene Kinder, verantwortungslose Eltern und natürlich besonders über das schlechte Personal ...

Stefan Franke hat in seinem Buch zahlreiche Leserbriefe zu den unterschiedlichsten Themen gesammelt, so erbost sich z.B. eine "Jungens-Mama" über die Darbietung im Kinder-Weihnachtstheater:

"... aber wie staunte ich, als im Raimundtheater im Stück "Wie Klein-Else das Christkind suchen ging" Bruder Fritzchen sein rotes Zünglein herausstreckte sowie eine recht nette lange Nase hinter einer alten Base machte und sie "alte Schachtel" benannte. Dass der kleine Schelm für uns Erwachsene damit ein ganz drolliges Bildchen abgab, will ich nicht bestreiten, aber dass diese Szene für die Kinder ebenso interessant war wie vielleicht zum Schluss die hübsche Weihnachtsszene, ist noch bestimmter ... "

Oder eine andere Leserin über das Rauchen in der Öffentlichkeit:

"Ich möchte vorausschicken, dass ich keine ausgesprochene Gegnerin des Tabakrauchens bin, schon mit Rücksicht auf die gesamte Tabakindustrie. "Wenn du rauchst, so gehe in dein Kämmerlein", möchte ich den Herren der Schöpfung zurufen. Leider sieht man es ja oft, dass draußen im Freien geraucht wird. Und immer haben die Männer einen allerdings nur ihnen plausiblen Grund dafür, dass sie uns die Luft verderben. Im Winter brauchen sie einen Nasenwärmer, und im Sommer wird die Trockenheit im Halse angeblich durch das Rauchen beseitigt. Ich lasse gern jeden nach seiner Fasson selig werden, solange ich dabei nicht selbst aus der Fasson gebracht werde. ..."

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Gewicht 302g
    • Untertitel Leserbriefe anno dazumal. Die perfekte Melange aus Wiener Charme und Wiener Grant.
    • Autor Stefan Franke
    • Titel Ein bisserl schimpfen ein bisserl räsonieren
    • Veröffentlichung 29.03.2023
    • ISBN 978-3-8000-7834-9
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783800078349
    • Jahr 2023
    • Größe H185mm x B130mm x T24mm
    • Herausgeber Ueberreuter, Carl Verlag
    • Anzahl Seiten 160
    • Warnhinweis nicht erforderlich.
    • Auflage 1. Auflage
    • Genre Geschenkbücher
    • GTIN 09783800078349

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