Entzogene Freiheit. Freiheitsstrafe und Freiheitsentzug

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Bis heute gilt das Entziehen der persönlichen Freiheit als Grundmuster der staatlichen Strafe. Obwohl Vorläuferinstitutionen bis in die frühe Neuzeit zurückreichen, setzte sich der Typus der modernen Haftanstalt das Gefängnis erst im 19. Jahrhundert durch. Freiheitsentziehende Massnahmen beschränkten sich allerdings keineswegs auf das Strafrecht. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein galt das Weg- und Einsperren von Männern und Frauen, welche die öffentliche Ordnung störten, in Zwangsarbeits-, Erziehungs- oder Irrenanstalten als probates Mittel zur Erzeugung sozialer Konformität. Schon früh gerieten das Gefängnis und andere Haftanstalten aber auch in Kritik. Um 1900 entstanden erste Alternativen zur Freiheitsstrafe. Im 20. Jahrhundert verstärkten zahlreiche Reform- und Protestbewegungen die Kritik am Freiheitsentzug zusätzlich. Heute werden nur noch 10 Prozent aller verurteilten Erwachsenen mit einer Freiheitsstrafe sanktioniert. Jusqu'à aujourd'hui, on considère la privation de la liberté personnelle comme le modèle de la peine infligée par l'Etat. Bien que des institutions précurseures remontent à l'époque moderne, le type de l'institution carcérale moderne la prison s'est imposé seulement au 19e siècle. De nombreux établissements pénitentiaires ont alors vu le jour, également en Suisse: ils visaient la correction des détenus et la protection de la société. Les mesures privatives de liberté ne se limitaient cependant aucunement au droit pénal. Jusqu'avant dans le 20e siècle, l'enfermement d'hommes et de femmes qui perturbaient l'ordre public dans des institutions de travail forcé ou de redressement ou des asiles était perçu comme un moyen éprouvé afin de générer la conformité sociale. Mais la prison et d'autres établissement pénitentiaires ont aussi fait l'objet de critiques précoces. Vers 1900, les premières alternatives à la peine privative de liberté ont vu le jour. Au 20e siècle, de nombreux mouvements de réforme et de protestation ont renforcé les critiques à l'encontre de la privation de liberté. Aujourd'hui seul 10 pour cent des condamnations conduisent un adulte en prison.

Autorentext
Aline Steinbrecher ist Oberassistentin am Historischen Seminar der Universität Zürich.

Klappentext

Bis heute gilt das Entziehen der persönlichen Freiheit als Grundmuster der staatlichen Strafe. Obwohl Vorläuferinstitutionen bis in die frühe Neuzeit zurückreichen, setzte sich der Typus der modernen Haftanstalt - das Gefängnis - erst im 19. Jahrhundert durch. Freiheitsentziehende Massnahmen beschränkten sich allerdings keineswegs auf das Strafrecht. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein galt das Weg- und Einsperren von Männern und Frauen, welche die öffentliche Ordnung störten, in Zwangsarbeits-, Erziehungs- oder Irrenanstalten als probates Mittel zur Erzeugung sozialer Konformität. Schon früh gerieten das Gefängnis und andere Haftanstalten aber auch in Kritik. Um 1900 entstanden erste Alternativen zur Freiheitsstrafe. Im 20. Jahrhundert verstärkten zahlreiche Reform- und Protestbewegungen die Kritik am Freiheitsentzug zusätzlich. Heute werden nur noch fünf Prozent der ausgesprochenen Freiheitsstrafen auch wirklich vollzogen.


Inhalt
Porträt / Portrait Frédéric Sardet: Le moment 'traverse' Christoph Conrad: 'traverse' im Kontext Schwerpunkt / Dossier thématique Daniel Fink, Bertrand Forclaz, Urs Germann, Regula Ludi, Aline Steinbrecher: Entzogene Freiheit. Freiheitsstrafe und Freiheitsentzug Daniel Fink, Bertrand Forclaz, Urs Germann, Regula Ludi, Aline Steinbrecher: Le retrait de la liberté. Peine privative de liberté et privation de liberté Oliver Landolt: Räumliche Verbannungen als Vorform der modernen Freiheitsstrafe? Überlegungen anhand von Beispielen aus dem Gebiet der Schweiz im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit Résumé Ludovic Maugué: L'introduction du système carcéral dans le département du Léman, 17981813. Entre utopie pénale des Lumières, logique économique et impératifs sécuritaires Zusammenfassung Regula Zürcher: Habermus und Hausarbeit. Geschlechterspezifische Unterschiede im Straf- und Massnahmenvollzug des 19. Jahrhunderts am Beispiel der Strafanstalt St. Jakob in St. Gallen Résumé Daniel Fink: 150 Jahre Strafanstalt Lenzburg. Elemente eines Darstellungsmodells ein Werkstattbericht Résumé Eva Keller: Zwischen Strafvollzug und Fürsorge. Die sankt-gallische Schutzaufsicht im 19. Jahrhundert Résumé Annelie Ramsbrock: Präventiver Freiheitsentzug. Sicherungsverwahrung in Deutschland im 20. Jahrhundert Résumé Ismael Albertin: Frischer Wind im Schweizer Strafvollzug. Zeichen eines Wandels im Resozialisierungskonzept des Straf- und Massnahmenvollzuges der 1960er- und 70er-Jahre Résumé Matthias Kuster: Strafreform und Gesellschaftskritik aus dem Geist der Tiefenpsychologie. Die Tätigkeit der Arbeitsgruppe für Strafreform an der Hochschule St. Gallen, 19691980 Résumé Daniel Fink (Text), Peter Schulthess (Fotos): Gefängnisse der Schweiz. Ein Bildbeitrag Zum Gedenken / In memoriam Anton Schuler: Professor Dr. Albert Hauser-Rebsamen, 19142013 Debatte / Débat François Vallotton: 'Les Suisses' ou les relations ambiguës entre histoire et télévision Bernhard C. Schär, Vera Sperisen, Nicole Peter, Nicole Burgermeister, Nadine Fink: Auf der Suche nach der verlorenen Erzählung. Das Thema 'Schweiz Zweiter Weltkrieg' in Schule und Öffentlichkeit. Ergänzungen zu Regula Ludi Dokument / Document Flavio Häner: Rinderschädel, mit besten Grüssen von Charles Darwin. Geschichte eines Objekts im Naturhistorischen Museum Basel Besprechungen / Comptes rendus Literatur zum Thema / Comptes rendus thématiques Allgemeine Besprechungen / Comptes rendus généraux

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Französisch, Deutsch
    • Gewicht 365g
    • Untertitel Liberté retirée. Peine privative de liberté et privation de liberté
    • Autor Daniel Fink , Bertrand Forclaz , Urs / Ludi, Regula / Steinbrecher, A Germann
    • Titel Entzogene Freiheit. Freiheitsstrafe und Freiheitsentzug
    • Veröffentlichung 31.03.2014
    • ISBN 978-3-905315-61-5
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783905315615
    • Jahr 2014
    • Größe H225mm x B155mm x T17mm
    • Herausgeber Chronos Verlag
    • Anzahl Seiten 223
    • Lesemotiv Verstehen
    • Editor Daniel Fink, Betrand Forclaz, Urs Germann, Regula Ludi, Aline Steinbrecher
    • Genre Geschichte
    • GTIN 09783905315615

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