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Essen als Symptom
Details
Essen als soziokulturelles Feld stellt eine der maßgeblichen Inszenierungsfolien des Kinos dar. Der filmische Vegetarismus wird jedoch nicht in Begriffen des Essens verhandelt; als Sujet der aktuellen Filmkomödie tritt er nur in Form stigmatisierter Figuren in Erscheinung, deren Etikettierung konsequent an Hand des Begriffes 'Vegetarier' und damit jenseits aller Visualisierungen des Alimentären erfolgt. Der Vegetarier im Film steht nicht für seine Ernährung, sondern für eine Absonderlichkeit! So bekommt er im Film die Funktion eines Außenseiters zugeschrieben, ohne dass es dem Kino tatsächlich darum ginge, wie es um sein Essverhalten bestellt ist. Die filmischen Repräsentationen des Vegetarismus müssen dabei in den Begriffen des Normalitätsdiskurses operieren und den Vegetarismus stets als komisches Laster darstellen. So verweist er immer auf einen ihn begründenden Mangel: Der Vegetarier ist hypochondrisch, skurril oder ein Nervenwrack. Indem der Vegetarismus aber immer auch als heilbare Krankheit inszeniert wird, wird dem Vegetarier die Möglichkeit der Heilung anheim gegeben und zugleich wird das grundsätzliche Verhältnis des Films zu soziokulturellen Devianzen offenbar.
Autorentext
Christiane Boje, geboren 1979, ist Theater-, Film- undFernsehwissenschaftlerin. Ihre Forschungs- undPublikationsschwerpunkte liegen in der kultur-, film- undfernsehwissenschaftlichen Analyse des Essens in dessenmedienspezifischen Erscheinungsformen.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Untertitel Vegetarismus im Film
- Autor Christiane Boje
- Titel Essen als Symptom
- Veröffentlichung 17.11.2015
- ISBN 978-3-8381-1960-1
- Format Kartonierter Einband
- EAN 9783838119601
- Jahr 2015
- Größe H220mm x B150mm x T15mm
- Gewicht 369g
- Herausgeber Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften AG Co. KG
- Anzahl Seiten 236
- Genre Geisteswissenschaften allgemein
- GTIN 09783838119601