Eurydike

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Details

Der Kunsthistoriker und Volkskundler Wilhelm Fraenger (18901964) gewichtet in Eurydike die Rollen von Mann und Frau im Orpheus-Mythos neu. Seine Anthologie, die 1933 in bibliophiler Aufmachung erschien, präsentiert poetische Texte aus sechs Jahrhunderten, in denen Dichter den Verlust geliebter Frauen beklagen, um sie auf diese Weise unsterblich werden zu lassen. Herausgehoben und exponiert an das Ende der Anthologie gestellt wird dabei Rilkes Bearbeitung, die insofern den Beginn einer neuen Lesart des antiken Mythos markiert, als in ihr die Frau nicht mehr als Objekt männlichen Kunstschaffens erscheint, sondern als Subjekt eines eigenen. Fraenger publizierte Eurydike im Frühjahr 1933, kurz nach seiner Entlassung als Leiter der Mannheimer Schlossbibliothek. Der Gedichtreigen, der beginnend bei Dante und Petrarca über Shakespeare, Goethe und Hölderlin bis zu Rudolf Alexander Schröder führt, ist zugleich ein Bekenntnis zum Geist Europas und damit ein antifaschistisches Dokument, das die Emigrantinnen in die Reihe beweinter Frauen der europäischen Hochliteratur treten lässt. Ralf Georg Czapla und Christof Baier haben Fraengers Eurydike, versehen mit einer Einführung und einem geistesgeschichtlichen Kommentar, neu herausgegeben. Sandra Strunz beleuchtet aus theaterpraktischer Perspektive die Aktualität des Bandes.

Autorentext
Prof. Dr. Ralf Georg Czapla, 1964 geboren, lehrt als außerplanmäßiger Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Vergleichende Literaturgeschichte an der Universität Heidelberg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte und zur Sozialgeschichte der deutschen Literatur, zuletzt: Die ungleichen Geschwister. Der Unternehmer Friedrich Baur und die Tänzerin Claire Bauroff (2015). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Schriftsteller im italienischen Exil, die Literatur der Resistenza partigiana und ihre Rezeption sowie das Verhältnis von Tourismus und geschichtlicher Erinnerung am Beispiel Italiens. Christof Baier, 1969 geboren, ist Kunsthistoriker. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin war er 2012 bis 2020 Juniorprofessor für Geschichte der europäischen Gartenkunst am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Danach nahm er verschiedene Lehraufträge wahr und arbeitet bei der Stiftung Schloss und Park Benrath in Düsseldorf. Bei vbb erschienen, von ihm herausgegeben, Das Erbe Wilhelm Fraengers. Erinnerungen an Ingeborg Baier-Fraenger (2009) und Wilhelm Fraengers Ernst Kreidolf. Ein Schweizer Maler und Dichter (2015).

Klappentext

Der Kunsthistoriker und Volkskundler Wilhelm Fraenger (1890-1964) gewichtet in Eurydike die Rollen von Mann und Frau im Orpheus-Mythos neu. Seine Anthologie, die 1933 in bibliophiler Aufmachung erschien, präsentiert poetische Texte aus sechs Jahrhunderten, in denen Dichter den Verlust geliebter Frauen beklagen, um sie auf diese Weise unsterblich werden zu lassen. Herausgehoben und exponiert an das Ende der Anthologie gestellt wird dabei Rilkes Bearbeitung, die insofern den Beginn einer neuen Lesart des antiken Mythos markiert, als in ihr die Frau nicht mehr als Objekt männlichen Kunstschaffens erscheint, sondern als Subjekt eines eigenen. Fraenger publizierte Eurydike im Frühjahr 1933, kurz nach seiner Entlassung als Leiter der Mannheimer Schlossbibliothek. Der Gedichtreigen, der beginnend bei Dante und Petrarca über Shakespeare, Goethe und Hölderlin bis zu Rudolf Alexander Schröder führt, ist zugleich ein Bekenntnis zum Geist Europas und damit ein antifaschistisches Dokument, das die Emigrantinnen in die Reihe beweinter Frauen der europäischen Hochliteratur treten lässt. Ralf Georg Czapla und Christof Baier haben Fraengers Eurydike, versehen mit einer Einführung und einem geistesgeschichtlichen Kommentar, neu herausgegeben. Sandra Strunz beleuchtet aus theaterpraktischer Perspektive die Aktualität des Bandes.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Gewicht 332g
    • Untertitel Beschworene Schatten abgeschiedener Frauen
    • Titel Eurydike
    • Veröffentlichung 19.08.2024
    • ISBN 978-3-96982-097-1
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783969820971
    • Jahr 2024
    • Größe H214mm x B148mm x T15mm
    • Herausgeber Quintus Verlag
    • Anzahl Seiten 120
    • Lesemotiv Entspannen
    • Editor Ralf Georg Czapla, Christof Baier
    • Genre Literarische Gattungen
    • GTIN 09783969820971

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