Fromme feste Junker

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Details

Im Gebiet der heutigen Schweiz büsste der Adel so das traditionelle Geschichtsbild seine Bedeutung im Spätmittelalter rasch und vollständig ein. Neuere Untersuchungen zeichnen ein differenzierteres Bild und machen auf die fortdauernde Bedeutung von Adel und Adelskultur aufmerksam. Innerhalb der Führungsschichten der eidgenössischen Orte entstanden soziale Gruppen, die schon von Zeitgenossen als «neuer Adel» bezeichnet wurden. An diesem Punkt setzt die Untersuchung am Beispiel der Stadt Zürich an. In Zürich etablierte sich im späten 14. Jahrhundert eine Führungsgruppe bürgerlicher Herkunft, die bald aristokratische Züge annahm: Aus Aufsteigern mit Wurzeln im Handel und Gewerbe wurden Junker. Die Arbeit untersucht, wie und mit welchem Erfolg sich die Vertreter der städtischen Führungsgruppe am Adel orientierten. Beleuchtet werden die wichtigsten Schritte der Aristokratisierung wie der Kauf von Herrschaften und Burgen auf dem Land, der Erwerb von Wappen- und Adelsbriefen oder der Empfang der Ritterwürde. Gefragt wird nach dem Selbstverständnis der Junker und danach, wie diese von anderen wahrgenommen wurden. Die Arbeit zeigt auf, dass sich die Junker zunehmend von der übrigen städtischen Gesellschaft abschlossen und sich im Vergleich zu ihrer zahlenmässigen Grösse einen erstaunlich grossen politischen Einfluss sichern konnten.

Autorentext
hat in Zürich Geschichte studiert. Er forscht und publiziert zur Geschichte des spätmittelalterlichen Adels, zur Geschichte Liechtensteins sowie zur Sportgeschichte.

Klappentext

Im Gebiet der heutigen Schweiz büsste der Adel - so das traditionelle Geschichtsbild - seine Bedeutung im Spätmittelalter rasch und vollständig ein. Neuere Untersuchungen zeichnen ein differenzierteres Bild und machen auf die fortdauernde Bedeutung von Adel und Adelskultur aufmerksam. Innerhalb der Führungsschichten der eidgenössischen Orte entstanden soziale Gruppen, die schon von Zeitgenossen als «neuer Adel» bezeichnet wurden. An diesem Punkt setzt die Untersuchung am Beispiel der Stadt Zürich an. In Zürich etablierte sich im späten 14. Jahrhundert eine Führungsgruppe bürgerlicher Herkunft, die bald aristokratische Züge annahm: Aus Aufsteigern mit Wurzeln im Handel und Gewerbe wurden Junker. Die Arbeit untersucht, wie und mit welchem Erfolg sich die Vertreter der städtischen Führungsgruppe am Adel orientierten. Beleuchtet werden die wichtigsten Schritte der Aristokratisierung wie der Kauf von Herrschaften und Burgen auf dem Land, der Erwerb von Wappen- und Adelsbriefen oder der Empfang der Ritterwürde. Gefragt wird nach dem Selbstverständnis der Junker und danach, wie diese von anderen wahrgenommen wurden. Die Arbeit zeigt auf, dass sich die Junker zunehmend von der übrigen städtischen Gesellschaft abschlossen und sich im Vergleich zu ihrer zahlenmässigen Grösse einen erstaunlich grossen politischen Einfluss sichern konnten.


Inhalt
Vorwort I Einleitung 1 Fragestellung 2 Forschungsüberblick 3 Theoretischer Rahmen 4 Quellen II Schritte in Richtung Adel 1 Einnahmequellen und Besitzstruktur 2 Besitzungen auf dem Land 2.1 Lehnsfähigkeit 2.2 Burgen 2.3 Gerichtsherrschaften 3 Wappen- und Adelsbriefe 3.1 Wappenbriefe 3.2 Adelsbriefe 4 Wohnkultur 5 Erinnerungskultur 6 Ritterwürde 6.1 Zur Begrifflichkeit: Ritter, Rittertum und Ritterschaft 6.2 Die Erhebung zum Ritter 6.3 Der Stellenwert des Rittertitels 7 Heiratsverbindungen zum alten Adel III Ein neuer Adel? 1 Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung 1.1 Selbstverständnis 1.2 Fremdwahrnehmung 2 Geburtsständische Abschliessung 2.1 Korporationen 2.2 Heiratskreise 2.3 Netzwerke IV Der Einfluss der Junker 1 Vogteien 2 Tagsatzungsgesandtschaften 3 Militärische Führungspositionen 3.1 Obrigkeitlich organisierte und freie Kriegszüge 3.2 Der Anteil der Junker 3.3 Chancen und Risiken V Schluss VI Anhang 1 Genealogien (bis um 1525) 1.1 Escher 1.2 Göldli 1.3 Meiss 1.4 Meyer von Knonau 1.5 Schwend 2 Heiratskreise 2.1 Eheverbindungen der Kleinräte der Jahre 14891515 (bis 1525) 2.2 Eheverbindungen Escher, Göldli, Meiss, Meyer von Knonau und Schwend (14701519) 2.3 Eheverbindungen Holzhalb (14701519) 2.4 Eheverbindungen Schmid (14701519)

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783034013772
    • Sprache Deutsch
    • Größe H297mm x B210mm x T20mm
    • Jahr 2017
    • EAN 9783034013772
    • Format Paperback
    • ISBN 978-3-0340-1377-2
    • Veröffentlichung 31.01.2017
    • Titel Fromme feste Junker
    • Autor Stefan Frey
    • Untertitel Neuer Stadtadel im spätmittelalterlichen Zürich
    • Gewicht 930g
    • Herausgeber Chronos Verlag
    • Anzahl Seiten 216
    • Lesemotiv Verstehen
    • Genre Mittelalter

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