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Gegenwart und Gegenwelten im Deutschlandbild Thomas Manns
Details
Das Verhältnis Thomas Manns zu seinem Heimatland war stets voll Spannungen und Widersprüche, im Positiven wie Negativen. Dabei ging es ihm nie nur rein um das Äußere, das Historische oder Politische. Vielmehr war sein Deutschlandbild ein ideelles Konstrukt, das tief in der deutschen Geistesgeschichte wurzelte und ohne dessen Kenntnis zentrale Werke nicht hinlänglich verständlich sind. Es handelt sich um das zweite Gesicht des oft belächelten «Unpolitischen», des geläuterten Konservativen und Vernunftrepublikaners der Weimarer Republik, des Mahners und fernen Exilanten im Zweiten Weltkrieg. Auf den Spuren eines tiefgreifenden romantischen Konservatismus weist der Autor nach, dass sich ein transzendentes und mythisches Deutschlandbild als roter Faden durch das Leben Thomas Manns zog und als Spiegel seiner öffentlichen Äußerungen als auch seiner literarischen Werke erscheint. Vor diesem Hintergrund erweist sich nicht zuletzt der bedeutende Altersroman Doktor Faustus als konservierendes Vermächtnis einer Idee, die selbst der Nationalsozialismus nicht zerstören konnte und die ein geistiges Bindeglied weit in die Nachkriegszeit hinein darstellt. Somit kann auch das über Jahrzehnte gepflegte tendenzielle und oft diffamierende Bild des politischen Dilettanten eindeutig widerlegt werden. Deutlich wird vor allem eines: Thomas Mann passte nicht in eine bestimmte Schublade. Er hatte viele Gesichter.
Autorentext
Frank-Uwe Straßner wurde 1975 in Erlangen geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Bamberg, war er Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Es folgten diverse Lehraufträge an den Universitäten München und Bamberg sowie journalistische Tätigkeiten. Er arbeitet zurzeit im bayerischen Gymnasialschuldienst.
Inhalt
Inhalt: Die politischen Schriften während des Ersten Weltkrieges Wanderprediger der sozialen Demokratie Politische Essayistik während der Weimarer Republik Nationalsozialismus und Exil Doktor Faustus als allegorisch-persönliche Komposition des deutschen Weges Geschichte und Mythos: «Der Erwählte» Thomas Mann und die Nachkriegszeit.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Titel Gegenwart und Gegenwelten im Deutschlandbild Thomas Manns
- Veröffentlichung 08.11.2010
- ISBN 978-3-631-58707-2
- Format Fester Einband
- EAN 9783631587072
- Jahr 2010
- Größe H216mm x B153mm x T31mm
- Autor Frank Straßner
- Gewicht 760g
- Auflage 10001 A. 1. Auflage
- Features Dissertationsschrift
- Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 508
- Herausgeber Peter Lang
- GTIN 09783631587072