Gewaltgedächtnisse

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Details

Gewalt hat stets eine Geschichte. Diese bezieht sich sowohl auf das, was vor einem Gewaltereignis geschehen ist, als auch darauf, was nach diesem Ereignis eintritt. Gedächtnissoziologisch gefasst, wirft dies Fragen nach den Verkettungen und Bahnungen von Gewalt im Verlauf der Zeit auf. Von zentraler Bedeutung ist hier das Moment der Störung sozialer Ordnung, welches Gewalthandeln ebenso auslösen kann, wie es aus diesem in der Regel resultiert. In der Folge kommt es dann zur gewaltsamen oder gewaltlosen (Re-)Konsolidierung sozialer Ordnung.

Die in diesem Band versammelten Beiträge analysieren sozialtheoretisch und anhand von Fallbeispielen, wie Gewalt fortgesetzt oder unterbrochen, verschwiegen oder thematisiert, legitimiert oder verurteilt wird. Auf diese Weise arbeiten sie Muster und Mechanismen von Sinn- beziehungsweise Strukturbildungsprozessen des gedächtnishaften und mitunter erinnernden Rückbezugs auf vergangene Gewaltereignisse heraus.



Autorentext

PD Dr. Nina Leonhard ist Projektbereichsleiterin im Forschungsbereich Militärsoziologie am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

Prof. Dr. Oliver Dimbath ist Professor für Soziologie an der Universität Koblenz-Landau.



Inhalt
Gedächtnisse der Gewalt und die Gewalten des Gedächtnisses. Zur Einleitung.- Gewaltgedächtnisse. Überlegungen zu Vergangenheitsbezügen gewaltsam Über- und Unterlegener.- Ein deutsches Trauma?' Aleida Assmanns Deutung der Nachkriegsgeschichte revisited.- Umdeutung, Verleugnung, Sublimierung Gewalterinnerungen in Metanarrativen der Prähistorischen Archäologie.- Architects of our destruction: Gewaltnarrative und Widerstand gegen staatliche Entschuldigungen in Kanada.- Gedenken an illegitime staatliche Gewalt. Zur Normativität kollektiver Erinnerungen.- Gemartert, gelächelt, geblutet für alle. Der Märtyrer als Gedächtnisfigur in Iran.- Die Kontingenz im Aufarbeitungsprozess innerstaatlicher Gewaltkonflikte: Das Beispiel Ruanda.- Von der Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen. Individuelles, kollektives und transnationales Erinnern von sexualisierter Gewalt im Bosnien-Krieg.- Gewaltpotenziale verstehen. Zur militärischen Sozialisation als Weitergabe organisational memorierter Gewalt.- Wege der familialen Tradierung von Gewalt(erfahrungen).- Phantomschmerz. Eine quantitative Analyse vergangener Gewalt in der Gegenwart.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • GTIN 09783658321413
    • Editor Nina Leonhard, Oliver Dimbath
    • Sprache Deutsch
    • Auflage 1. Aufl. 2021
    • Größe H210mm x B148mm x T17mm
    • Jahr 2021
    • EAN 9783658321413
    • Format Kartonierter Einband
    • ISBN 978-3-658-32141-3
    • Veröffentlichung 04.03.2021
    • Titel Gewaltgedächtnisse
    • Untertitel Analysen zur Präsenz vergangener Gewalt
    • Gewicht 396g
    • Herausgeber Springer Fachmedien Wiesbaden
    • Anzahl Seiten 294
    • Lesemotiv Verstehen
    • Genre Medienwissenschaft

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