Hitlers Atombombe

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Details

Legenden um eine Uranforschung im NS-Staat wirken bis heute nach. Mark Walker analysiert sowohl die Geschichte um »Hitlers Atombombe« als auch ihre Aufarbeitung in der Nachkriegszeit. Wer waren die Wissenschaftler, die während des Zweiten Weltkriegs für Hitlers Regime an Atombomben arbeiteten, und wie rechtfertigten sie sich später? Auf breiter und aktualisierter Quellenbasis untersucht Mark Walker die deutsche Forschung an Atomreaktoren und -waffen in der NS-Zeit sowie die dazugehörigen Debatten und Legenden der Nachkriegszeit. Er beleuchtet sie im Kontext des Kriegsverlaufs, im Vergleich zum Manhattan-Projekt und anhand ihrer verheerenden globalen Auswirkungen: Berichte über die deutsche Forschung beförderten die amerikanischen Anstrengungen und damit die Atombombenabwürfe auf Japan. Nach 1945 überschatteten die Verbrechen des NS-Staats und die Katastrophe von Hiroshima zunächst die Arbeit der deutschen Wissenschaftler, fachintern und öffentlich stieg jedoch der Rechtfertigungsdruck. Walkers Untersuchung erstreckt sich bis weit in die Nachkriegszeit und zeigt, wie sich die Vergangenheitspolitik der Akteure und die Narrative um »Hitlers Atombombe« entwickelten und bedingten, schließlich zur Rehabilitierung der Physiker führten. Walker liefert dadurch auch eine neue Lesart von Werner Heisenbergs und Carl Friedrich von Weizsäckers Besuch bei ihrem dänischen Kollegen Niels Bohr im Jahr 1941, einer der umstrittensten Episoden der modernen Wissenschaftsgeschichte.

»Eine akribische Analyse« (dpa, 15.07.2025) »Um (Hitler und die Atombombe) ranken sich seit Kriegsende Mythen und Legenden. Damit räumt Mark Walker jetzt in seinem neuen Buch auf.« (Dorit Caspary, Münchner Merkur, 16.7.2025) »Mark Walker legt eine umfassende Darstellung des deutschen Uranprojekts während des Zweiten Weltkriegs vor. Es ist das definitive Standardwerk zum Thema.« (Ulf von Rauchhaupt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2025)

Autorentext
Mark Walker, geb. 1959, ist Professor für Geschichte am Union College in Schenectady, New York, wo er seit 1987 unterrichtet. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts und der Entwicklung von Wissenschaft und Technik im Dritten Reich, u. a.: »Fremde« Wissenschaftler im Dritten Reich. Die Debye-Affäre im Kon- text (Hg. zus. mit Dieter Hoffmann, 2011); Physiker zwischen Autonomie und Anpassung. Die DPG im Dritten Reich (Hg. zus. mit Dieter Hoffmann, 2007); Die Uranmaschine. Mythos und Wirklichkeit der deutschen Atombombe (1990).

Klappentext

Legenden um eine angebliche Uranforschung im NS-Staat wirken bis heute nach. Mark Walker analysiert sowohl die Geschichte um 'Hitlers Atombombe' als auch ihre Aufarbeitung in der Nachkriegszeit. Wer waren die Wissenschaftler, die während des Zweiten Weltkriegs für Hitlers Regime an Atombomben arbeiteten, und wie rechtfertigten sie sich später? Auf breiter und aktualisierter Quellenbasis untersucht Mark Walker die deutsche Forschung an Atomreaktoren und -waffen in der NS-Zeit sowie die dazugehörigen Debatten und Legenden der Nachkriegszeit. Er beleuchtet sie im Kontext des Kriegsverlaufs und im Vergleich zum Manhattan-Projekt, für das den amerikanischen Forschern ungleich mehr Möglichkeiten und finanzielle Mittel zur Verfügung standen als den Deutschen. Nach 1945 überschatteten die Verbrechen des NS-Staats und die Katastrophe von Hiroshima zunächst die Arbeit der deutschen Wissenschaftler, fachintern und öffentlich stieg jedoch der Rechtfertigungsdruck. Walkers Untersuchung erstreckt sich bis weit in die Nachkriegszeit und zeigt, wie sich die Vergangenheitspolitik der Akteure und die Narrative um 'Hitlers Atombombe' entwickelten und bedingten. Er liefert dadurch auch eine neue Lesart einer der umstrittensten Episoden der modernen Wissenschaftsgeschichte: des Besuchs von Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker bei ihrem dänischen Kollegen Niels Bohr im Jahr 1941. Zudem zeigt er auf, dass und wie Nazideutschland an seinem Atombombenprojekt scheiterte.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Editor Thorsten Schmidt
    • Autor Mark Walker
    • Titel Hitlers Atombombe
    • Veröffentlichung 19.05.2025
    • ISBN 978-3-8353-5789-1
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783835357891
    • Jahr 2025
    • Größe H222mm x B140mm x T37mm
    • Untertitel Geschichte, Legende und das Erbe von Nationalsozialismus und Hiroshima
    • Gewicht 781g
    • Herausgeber Wallstein Verlag GmbH
    • Übersetzer Thorsten Schmidt
    • Auflage 3. A.
    • Genre Kulturgeschichte
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 476
    • GTIN 09783835357891

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