Höfische Dichtersprache. Gemeinsprachliche Tendenzen im Mittelhochdeutschen?

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Gab es im Mittelhochdeutschen zur Zeit der höfischen Dichter wie Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach eine überregional gültige Sprachform des Deutschen? Die kontroverse Forschungsgeschichte liefert unterschiedliche und missverstandene Ausgangspunkte und Argumente für wie gegen eine Dichter-, Literatur-, Schrift-, Gemein- oder Kunstsprache.


Die Diskussion um die Herausbildung einer Gemeinsprache schon im Mittelhochdeutschen begleitet die Germanistik von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Immer wieder wurde dabei insbesondere die Zeit der höfischen Dichter und damit das klassische Mittelhochdeutsche' in den Blick genommen, um eine geschichtlich bereits vor dem Neuhochdeutschen existierende und sprachraumübergreifend funktionierende Gemeinsprache des Deutschen zu erweisen. Die Diskussion darüber wurde parallel zu der theoretischen und auch methodischen Fortentwicklung des Faches immer wieder neu aufgenommen und blieb nicht zuletzt aufgrund unterschiedlicher Bezugnahmen entweder auf Texteditionen oder auf überlieferte Handschriften und Urkunden sowie auch aufgrund einer begrifflich uneindeutigen Gegenstandsbestimmung stets aktuell. So wird das Thema und die Kontroverse darum in jeder Sprachgeschichte des Deutschen und jeder einschlägigen Einführung zentral angesprochen.

Autorentext

Birgit Herbers wurde 1999 zur verbalen Präfigierung im Mittelhochdeutschen promoviert und wirkte an der neuen mhd. Grammatik sowie dem Referenzkorpus Mittelhochdeutsch an den Universitäten Halle-Wittenberg und Bochum mit. Sie ist Lexikographin im Mittelhochdeutschen Wörterbuch an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Hans-Joachim Solms studierte Germanistik, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Bonn. 1984 erfolgte die Promotion, 1990 die Habilitation. 1993-1996 hatte er eine Professur in Osnabrück, von 1996-2020 eine Professur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg inne.


Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Johann Jakob Bodmer: Proben der alten schwäbischen Poesie des Dreyzehnten Jahrhunderts (1748)

Johann Jakob Bodmer: Die Grundsätze der deutschen Sprache. Oder: Von den Bestandtheilen derselben und dem Redesatze (1768)

Johann Christoph Adelung: Was ist Hochdeutsch? (1783)

Johann Christoph Adelung: Ueber den Deutschen Styl (1800)

Friedrich Heinrich von der Hagen: Der Nibelungen Lied. Anhang (1807)

Karl Lachmann: Auswahl aus den Hochdeutschen Dichtern des dreizehnten Jahrhunderts (1820)

Jacob Grimm: Vorrede zur Deutschen Grammatik (zweite Ausgabe) (1822)

Jacob Grimm: Einleitung aus der Deutschen Grammatik (dritte Ausgabe) (1840)

August Koberstein: Grundriß der Geschichte der deutschen National-Litteratur. Dritte Periode. Von der Mitte des zwölften bis gegen die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts. (1847)

Franz Pfeiffer: Über Wesen und Bildung der höfischen Sprache in mittelhochdeutscher Zeit (1861)

Hermann Paul: Gab es eine mittelhochdeutsche Schriftsprache? (1873)

Karl Müllenhoff/ Wilhelm Scherer: Vorrede zu den Denkmälern deutscher Poesie und Prosa aus dem VIII-XII Jahrhundert (1873/1892)

Heinrich Rückert: Geschichte der Neuhochdeutschen Schriftsprache (1875)

Otto Behaghel: Zur Frage nach einer mittelhochdeutschen Schriftsprache (1886)

Adolf Socin: Die mittelhochdeutsche Schriftsprache (1888)

Carl von Kraus: Heinrich von Veldeke und die mittelhochdeutsche Dichtersprache (1899)

Samuel Singer: Die mittelhochdeutsche Schriftsprache (1900)

Agathe Lasch: Die mnd. schriftsprache und ihre entwicklung (1914)

Victor Michels: Mittelhochdeutsche Grammatik. Einleitung (1921/1979)

Gustav Ehrismann: Die mittelhochdeutsche Dichtersprache (1927)

Alfred Götze: Die mittelhochdeutsche Schriftsprache (1929)

Friedrich Wilhelm: Corpus der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300 (1932)

Otto Behaghel: Der stand des germanischen b im anlaut des bairischen und die mittelhochdeutsche schriftsprache (1933)

Virgil Moser: Vorwort zur Frühneuhochdeutschen Grammatik I.3,2 / Einleitung zur Frühneuhochdeutschen Grammatik I.1 (1951)

Walter Henzen: Das geschichtliche Verhältnis der Schriftsprache zu den Mundarten (1954)

Hugo Moser: Mittlere Sprachschichten als Quellen der deutschen Hochsprache (1955)

Mirra M. Guchmann: Der Weg zur deutschen Nationalsprache (1964)

Wilhelm Schmidt: Das Deutsch des Hochmittelalters - Mittelhochdeutsch (und Mittelniederdeutsch (1969)

Gabriele Schieb: Mittelhochdeutsch (1970)

Norbert Richard Wolf: Die überlieferten Sprachvarietäten (1981)

Rudolf Bentzinger: Die mittelhochdeutsche "Dichtersprache" im sprachgeschichtlichen Kontext (1990)

Thomas Klein: Die 'höfische Dichtersprache' (2007)

Hans-Joachim Solms: Die Schimäre einer mittelhochdeutschen Gemeinsprache. Eine grammatikographische Studie auf der Grundlage des Bochumer Mittelhochdeutsch-Korpus (2014)

Bibliographie

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Untertitel Unter Mitarbeit von Nina Bartsch, Florian Gieseler und Denise Rönsch ()
    • Titel Höfische Dichtersprache. Gemeinsprachliche Tendenzen im Mittelhochdeutschen?
    • ISBN 978-3-631-90958-4
    • Format Fester Einband
    • EAN 9783631909584
    • Jahr 2024
    • Größe H216mm x B153mm x T31mm
    • Gewicht 725g
    • Herausgeber Peter Lang
    • Editor Birgit Herbers, Hans-Joachim Solms
    • Auflage 24001 A. 1. Auflage
    • Genre Deutsche Sprach- & Literaturwissenschaft
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 478
    • GTIN 09783631909584

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