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Industrien der Kreativität
Details
Im zweiten Teil von "Streifen und Glätten" geht es zunächst um das kulturelle Feld, das in den letzten Jahrzehnten unter dem Zeichen der "creative industries" neu geordnet wurde. KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen fungierten dabei als Vorhut der postfordistischen Ausbeutung von Affekten, Kommunikation und Kreativität. Der neoliberale "industrial turn" bringt eine Deterritorialisierung der Zeitregime, mit der nun die ganze Zeit der postindustriellen Subjekte in Wert gesetzt wird.Dieser dienstbaren Deterritorialisierung der Zeit setzt Gerald Raunig eine ganz andere Form der Industrie entgegen: eine ungefügige "Industriosität", die Hand in Hand geht mit einer selbstbestimmten Reterritorialisierung von Zeit und Raum. In den Besetzungsbewegungen des Jahres 2011 von der Kasbah in Tunis und dem Tahrir-Platz in Kairo über die M-15 Bewegung in Spanien und die Besetzungen des Rothschild-Boulevard in Tel Aviv bis zur occupy-Bewegung des Herbst 2011 äußert sich diese Wiederaneignung der Zeit als zentraler Aspekt der Entwicklung neuer Organisations- und Lebensformen.
Der neoliberale »industrial turn« bringt eine Deterritorialisierung der Zeitregime, mit der nun die gesamte Zeit der postindustriellen Subjekte in Wert gesetzt wird. Gerald Raunig untersucht in diesem Zusammenhang das kulturelle Feld, das in den letzten Jahrzehnten unter dem Zeichen der »creative industries« neu geordnet wurde. KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen fungierten dabei als Vorhut der postfordistischen Ausbeutung von Affekten, Kommunikation und Kreativität. Der dienstbaren Deterritorialisierung der Zeit setzt Gerald Raunig eine ganz andere Form der Industrie entgegen: eine ungefügige »Industriosität«, die Hand in Hand geht mit einer selbstbestimmten Reterritorialisierung von Zeit und Raum.
In den Besetzungsbewegungen des Jahres 2011 vom Tahrir-Platz in Kairo über die M-15 Bewegung in Spanien und die Besetzungen des Rothschild-Boulevards in Tel Aviv bis zur Occupy-Bewegung äußert sich diese Wiederaneignung der Zeit als zentraler Aspekt der Entwicklung neuer Organisations- und Lebensformen.
Autorentext
Gerald Raunig ist Philosoph und Kunsttheoretiker und arbeitet an der Zürcher Hochschule der Künste (Departement Kunst und Medien, Leitung der Vertiefung Theorie) und am eipcp (European Institute for Progressive Cultural Policies). Er war Koordinator der transnationalen eipcp-Forschungsprojekte republicart (2002-2005), transform (2005-2008) und Creating Worlds (2009-2012). Er erhielt seine Habilitation und venia docendi für Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt/A. Gerald Raunig ist außerdem Mitherausgeber der Buchreihen »republicart. Kunst und Öffentlichkeit« und »es kommt darauf an. Texte zur Theorie der politischen Praxis« im Wiener Verlag Turia + Kant und Redaktionsmitglied des multilingualen Webjournals transversal und der Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik Kulturrisse.
Zusammenfassung
»Der Inhalt der Textre steht in einem angenehmen Kontrast zu ihrer Form. Dadurch erweisen sich diese Broschüren als besonders zeitgemäß.« Christian Werthschulte, analyse & kritik
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- Sprache Deutsch
- Titel Industrien der Kreativität
- Veröffentlichung 29.02.2012
- ISBN 978-3-03734-221-3
- Format Kartonierter Einband (Kt)
- EAN 9783037342213
- Jahr 2012
- Größe H164mm x B115mm x T10mm
- Autor Gerald Raunig
- Untertitel Streifen und Glätten 2
- Auflage 10.03.2012
- Genre 20. & 21. Jahrhundert
- Lesemotiv Verstehen
- Anzahl Seiten 96
- Herausgeber Diaphanes Verlag
- Gewicht 88g
- GTIN 09783037342213