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Infografik als »tool for thinking« im Mittelalter
Details
»Infografik« ist ein zeitgemäßer Begriff doch können ähnliche kreative Visualisierungspraktiken bereits in der Lehre und Wissenschaft des Mittelalters aufgezeigt werden. Seit dem 12. Jahrhundert erfuhren Schema-Bilder, d.h. Abbildungen in abstrakter und schematischer Form, nach dem Vorbild ihrer Verwendung im antiken Schulunterricht weite Verbreitung in der Wissenschaft, im Recht sowie in der Historiografie, Chronologie und Kartografie. Ihr Einsatz wirkte nicht nur strukturierend und wissensorganisierend, sondern barg kreatives und hermeneutisches Potenzial in etwa vergleichbar mit Simulationen eines Schwarzen Lochs in unseren Tagen. Die Abhandlung möchte Schema-Bilder anhand von norditalienischen Beispielen etwa aus den Pergamentrollen von Vercelli (12.13. Jahrhundert) oder dem einzigartigen Werk Opizzinos de Canistris' (1296ca. 1353) aus dem benachbarten Pavia als »tools for thinking« veranschaulichen. Diese faszinierenden Bilder wirken dynamisch und imaginativ und tragen zur aktuellen Diskussion über die »knowledge generating visualization« bei, eine Visualisierung »zwischen Gehirn und Hand« (M. Kupfer), die für das Spätmittelalter die »technisch-mediale Bedingtheit von Wissen« (H. Bredekamp) bestätigt.
Autorentext
Daniela Rando, geb. 1959, ist ordentliche Professorin für mittelalterliche Geschichte an der Universität Pavia. Sie ist zudem korrespondierendes Mitglied der MGH sowie Mitglied der Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Von 2017 bis 2023 gehörte sie dem Beirat der MGH Constitutiones et acta publica an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Venedig im Mittelalter und in der Kulturgeschichte des 19. bis 20. Jahrhunderts, »Memoria« und »Selbstzeugnisse« anhand von Marginalien im 15. Jahrhundert sowie Mediävalismus/Orientalismus in der Moderne. Veröffentlichungen u. a.: Venezia medievale nella modernità. Storici e critici della cultura fra Otto e Novecento (2014); Johannes Hinderbach (14181486). Eine »Selbst«-Biographie (2008).
Klappentext
'Infografik' ist ein zeitgemäßer Begriff - doch können ähnliche kreative Visualisierungspraktiken bereits in der Lehre und Wissenschaft des Mittelalters aufgezeigt werden. Seit dem 12. Jahrhundert erfuhren Schema-Bilder, d.h. Abbildungen in abstrakter und schematischer Form, nach dem Vorbild ihrer Verwendung im antiken Schulunterricht weite Verbreitung in der Wissenschaft, im Recht sowie in der Historiografie, Chronologie und Kartografie. Ihr Einsatz wirkte nicht nur strukturierend und wissensorganisierend, sondern barg kreatives und hermeneutisches Potenzial - in etwa vergleichbar mit Simulationen eines Schwarzen Lochs in unseren Tagen. Die Abhandlung möchte Schema-Bilder anhand von norditalienischen Beispielen - etwa aus den Pergamentrollen von Vercelli (12.-13. Jahrhundert) oder dem einzigartigen Werk Opizzinos de Canistris' (1296-ca. 1353) aus dem benachbarten Pavia - als 'tools for thinking' veranschaulichen. Diese faszinierenden Bilder wirken dynamisch und imaginativ und tragen zur aktuellen Diskussion über die 'knowledge generating visualization' bei, eine Visualisierung 'zwischen Gehirn und Hand' (M. Kupfer), die für das Spätmittelalter die 'technisch-mediale Bedingtheit von Wissen' (H. Bredekamp) bestätigt.
Weitere Informationen
- Allgemeine Informationen
- GTIN 09783835358003
- Sprache Deutsch
- Größe H200mm x B120mm x T5mm
- Jahr 2025
- EAN 9783835358003
- Format Kartonierter Einband
- ISBN 978-3-8353-5800-3
- Veröffentlichung 20.02.2025
- Titel Infografik als »tool for thinking« im Mittelalter
- Autor Daniela Rando
- Gewicht 98g
- Herausgeber Wallstein Verlag GmbH
- Anzahl Seiten 66
- Lesemotiv Verstehen
- Genre Mittelalter
- Auflage 1. A.