Insektenpoesie

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Details

Insektenpoesie unter diesem Titel versammelt der vorliegende Band eine Reihe von Beiträgen, die erste Ansätze zu dem bilden, was wir literarische Entomologie' nennen und als Forschungsfeld umreißen wollen. Als Referenzobjekt steht eine Klasse von Tieren im Fokus, die nach zoologischer Ordnung als die artenreichste überhaupt gilt und zu der die Menschen seit alters ein spannungsreiches Verhältnis unterhalten. Zwischen Ekel und Faszination, Abscheu und Bewunderung, Fluch und Verehrung, zwischen Neugierde und Geringschätzung, Schutz und Vertilgung könnte der Zwiespalt größer nicht sein. In Zeiten des sogenannten großen Insektensterbens' scheint die Auseinandersetzung mit dieser Ambivalenz nötiger denn je.


Autorentext

Davide Giuriato ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich.

Anatol Heller , Dr., ist Oberassistent am Deutschen Seminar der Universität Zürich.


Klappentext

Es wimmelt von Insekten in der Literatur. Von den äsopischen Fabeln bis zu den Insektenromanen der Moderne durchkreuzt das literarische Interesse am Kerbtier Epochen und Gattungen. Der Band versammelt Beiträge zu literarischen Insekten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwartsliteratur. Dabei deckt er ein breites entomologisches Themenfeld ab behandelt werden u.a. Ameisen, Bienen, Fliegen, Hummeln, Käfer, Libellen und Spinnen und verarbeitet diverse diskursive Kontexte wie Poetik und Philosophie, Naturgeschichte und Insektenforschung und Themen wie Migration, Krieg, Bioakustik, Sprachforschung, Biodiversität und Klimawandel.


Inhalt

  1. Literarische Entomologie. Zur Einleitung.- 2. Spinnen, Netze. Arachnopoetiken zwischen Aldrovandi, Merian und Brockes.- 3. Papillon du Parnasse, et semblable aux abeilles. Jean de La Fontaines Poetik des Volatilen.- 4. Schweig! ich siege. Insekten in der Dichtung des 18. Jahrhunderts.- 5. Die Flöhe und der Zirkelschmied. Johann Peter Hebels Plädoyer für das Geringfügige in der Kalendergeschichte Ein Hausmittel.- 6. Generalissimus Heupferd. Krieg, Migration und Entomologie bei Georg Büchner.- 7. Ökonomie der Form. Wilhelm Buschs Schnurrdiburr oder Die Bienen.- 8. Grillen im Kopf. Ivan Regens poetische Entomologie um 1900.- 9. Sodom der Hummeln. Queere Metonymien bei Proust.- 10. Glitzernde Maschine. Der Tod einer Libelle in Hans Henny Jahnns Fluß ohne Ufer.- 11. Sprache oder Sprache? Karl von Frischs Entdeckung tanzender Bienen.- 12. Die Jagd führt durch den Gegenstand hindurch. Ernst Jüngers Subtile Jagden als epistemisches Projekt.- 13. Käfer in Schachteln. Entomologische Opazität bei Freud, Celan und Haushofer.- 14. Störungen und Sprünge. Nico Bleutges Fliegendichtung.- 15. Gegen die Stille. Affektpoetiken im Zeitalter des Insektensterbens.- 16. Die Ameise: Das populäre Tier.

Weitere Informationen

  • Allgemeine Informationen
    • Sprache Deutsch
    • Editor Davide Giuriato, Anatol Heller
    • Titel Insektenpoesie
    • Veröffentlichung 29.08.2025
    • ISBN 978-3-662-71399-0
    • Format Kartonierter Einband
    • EAN 9783662713990
    • Jahr 2025
    • Größe H235mm x B155mm x T19mm
    • Untertitel Ansätze zu einer literarischen Entomologie
    • Gewicht 522g
    • Genre Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
    • Lesemotiv Verstehen
    • Anzahl Seiten 313
    • Herausgeber J.B. Metzler
    • GTIN 09783662713990

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